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Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

So viele von euch haben uns geholfen, das vergessen wir nicht.

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Mittwoch, 08. Juni 2016

Made up

Rechtes Auge: Altägyptische Liebesgöttin, bereit zur katzenhaften Hingabe.
Linkes Auge: Minderjähriger Graffiti-Künstler auf Red-Bull-Entzug, mit Krämpfen.

Lidstrich und ich. Every fucking time.

# 08. Juni 2016 um 05:51 AM
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Love is in the S-Bahn, auch

Fahrkartenkontrolleur: Was ist das?
Ich: Ein Rezept für Triple Chocolate Muffins, nur dass ich hier grobes Meersalz genommen und es quadruplet ha….
FK: Damit können Sie nicht fahren.
Ich: Aber ich fahre doch bereits.
FK: Nein. Das ist kein gültiges Ticket.
Ich: Das weiß ich auch. Das muss Ihnen doch klar sein, dass ich Ihnen das aus Versehen gegeben habe.
FK: Gar nichts muss mir.
Ich: (reicht stumm das ausgedruckte Ticket)
FK: Danke.
Ich: Bitte.
FK: Mit Meersalz? Schokoladenmuffins?
Ich: (erkläre ausführlich dem andächtig lauschenden SBahn-Abteil die Details meines teuflischen Muffinplans ...)

# 08. Juni 2016 um 04:34 AM
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Mittwoch, 01. Juni 2016

Clinch

8:02 Uhr

Konsequenz: Mir ist heute ein bisschen ...
Ich: Ruhe.
Konsequenz: Aber ....
Ich: Du hältst jetzt mal den Mund und durch.
Konsequenz: (schmollt)
Ich: Wir hatten darüber gesprochen. Mehr als einmal.
Konsequenz: Ja.
Ich: Siehst du, geht doch.
Konsequenz: Der Tag ist noch lang.
Ich: Wir schaffen das. Wir machen jetzt den Monatsabschluss.
Konsequenz: ‘kay.
Ich: Kann ich mich auf dich verlassen?
Konsequenz: (schaut in den Latte Matcha und knibbelt ein bisschen am Smartphone herum, öffnet Anwendungen)
Ich: Glaub bitte nicht, dass ich das nicht merke, was du da machst. Komm schon. Wir waren immer ein gutes Team und ich brauche dich jetzt.
Konsequenz: Jepp. Okay.
*

09:13 Uhr

Konsequenz: (selbstgefälliger Gesichtsausdruck)
Ich: Schönen Dank auch.
Konsequenz: Was denn?
Ich: Hat eigentlich irgendwer gesagt, dass du hier den Soundtrack machen sollst?
Konsequenz: Ey. Das macht Youtube ganz alleine.
Ich: Das ist eine CD.
Konsequenz: Oops.
Ich: Ja, oops. Ich nehme mal an, du zahlst die nächsten Rechnungen?
Konsequenz: (Taschengelderhöhungsgesichtsausdruck)
Ich: OK. Einer muss ja hier erwachsen sein. Aber ich bin kompromissbereit. Ein bisschen. Das ist sehr schöne Musik. Wir machen das jetzt nach diesem Lied wieder aus. Aber ich will mal nicht so sein.  Wenn du noch einen einzigen (ruhigen und netten) Song aussuchen darfst, kein HerzSchmerzgejaule oder so, machen wir dann anschließend weiter?
Konsequenz: *wirft Abba mit “gimme gimme gimme a man after midnight* ein
Ich: Seufz.
*

11:25 Uhr

Konsequenz: Das (ab Sekunde 0:45) mach ich auf der nächsten Party auch. Ich weiß auch schon mit wem: https://www.youtube.com/watch?v=Wv16j_i2Pdk
Ich: O_o
Konsequenz: Das warst jetzt übrigens du, die den ganzen Soundtrack von diesem Film ...
Ich: (starrt immer noch auf das Video)
Konsequenz: (betont fröhlich) Nur noch 2000 Zeichen.
Ich: F*ck you.
Konsequenz: Das war jetzt aber nicht besonders arbeitnehmerfreundlich.
Ich: (denkt über Arbeitgeberarbeitnehmer nach)
Konsequenz: Nur noch 1992 Zeichen, yay!
Ich: Dir ist schon klar, dass wir ohne Geld auf diesem Stuhl sitzenbleiben werden? Vielleicht für immer, bestimmt aber im Juni/Juli?!
Konsequenz: reicht stumm frischen Kaffee und wedelt fürsorglich mit einem Staubtuch die Käsekrümel von der Tastatur
*

13:00 Uhr

Konsequenz: Das war knapp.
Ich: Stimmt.
Konsequenz: Beinahe hätten wir.
Ich: Ja, aber das wäre nicht so gut gewesen.
Konsequenz: Ja, das stimmt.
Ich: So wie jetzt kommen wir gut voran.
Konsequenz: Ja, das stimmt.
Ich: Wir machen jetzt mal weiter so.
Konsequenz: OK.
Ich: Alles in Ordnung?
Konsequenz: Nein. Aber das wird schon wieder.
Ich: Wir könnten einen Song hören.
Konsequenz: Lass ma.
Ich: OK.
Konsequenz: Läuft.
Ich: Stimmt.
*

17:30 Uhr

Ich: Du hast gemogelt.
Konsequenz: (Unschuldsblick)
Ich: Echt mal jetzt.
Konsequenz: Wir arbeiten seit 11,5 Stunden durch und technisch gesehen ist schon Donnerstag.
Ich: Ist es nicht.
Konsequenz: (wandert zu Youtube ab)
Ich: Tu das nicht.
Konsequenz: Michael Bolton mit Captain Jack Sparrow oder ....?
Ich: Oder.
Konsequenz: Bitte. https://www.youtube.com/watch?v=nK-YwOrkyeE
Ich: ...
Konsequenz: Ja?
Ich: Nichts. GAR NICHTS.
Konsequenz: Sind wir schon da?

# 01. Juni 2016 um 06:40 AM
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Dienstag, 31. Mai 2016

Vor den Ardennen

„Flatline“ sagt das Trimmrad. „Seriously? Wir könnten auch mal die Ardennen-Tour.“ Nicht nötig für mich, ich habe die Ardennen bereits alleine durchquert, ein Bein bandagiert von einer Brandwunde (die Jungs und ihr dämliches Kiffen in dieser Strohhütte am Strand nach dem Doors Festival).

Hinter und vor mir holländische Autos mit Wohnanhänger – näher kommt man dem Tod nicht beim regulären Autofahren als auf einem Gebirgspass in der Dämmerung mit dem Löwen. Das Trimmrad träumt von Bergen und ich von dem kleinen Peugeot Diesel: Niemals vorher und nachher hat ein männliches Wesen in meinem Leben ein gemeinsames Erlebnis so lange durchgehalten, ohne auch nur kühlende Flüssigkeiten zu benötigen. Nie wieder habe ich mich so sicher gefühlt wie schlafend neben dem kleinen Löwen unter portugiesischen und spanischen Sternen, so alleine wie man es als Frau denn abgesichert – weit entfernt von buchstäblich allem - hinkriegen konnte.

Außerdem waren wir bereits 20 Minuten auf dem Kilimandscharo, das TRad und ich,  jetzt geht es mir darum, Zeit zu machen. Dreißig Minuten insgesamt wie gestern sind einfach nicht genug, wenn ich danach den ganzen Tag im Hamsterrad sitze – Moment, ich hatte da gerade eine ergänzende Idee zu Treadmill-Desks und meinem Radfahrplatz.

Eine meiner liebsten Erinnerungen rund um den kleinen Löwen ist mein ehemaliger Chef Bernd G, der beruhigt zu mir sagte „Was für ein Glück, dass Sie sich den vorher angeschaut haben – stellen Sie sich mal vor, Sie wären über die Mitfahrzentrale einfach mit dem gefahren!“ So fünfzehn Minuten, bevor der zauberhafte Blondzottel auf dem Einrad mit Gitarre und ich in Richtung Salamanca losfuhren. Ich sag’s mal vorsichtig: So ganz leicht hat er es mit mir vermutlich nicht gehabt. Damals. Vor den Ardennen. Denn das war ja die Heimfahrt.

# 31. Mai 2016 um 05:32 AM
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Montag, 30. Mai 2016

Stories for Spike

Es war einmal ein schwarzer Arm voll Kater, dessen Aufgabe es war, das Haus vor Flugsauriern zu schützen. Ein Job, den er souverän erledigte, denn seit seinem Einzug war keiner mehr gesichtet worden. Ab und zu aß er als Bonus eine Spinne auf.  Das freute die Frau, die keine Spinnen mochte und es OK fand, wenn etwas aufgegessen wurde, das ihr nicht gefiel. Diese Frau nahm dicke Tiere wie den flauschigen Kater gerne hoch, um sie umzudrehen – bekanntlich gehört ein felliges flauschiges Bäuchlein zu den feinsten Dingen, die man streicheln kann.

Der schwarze Kater hatte ambivalente Gefühle diesbezüglich. Einerseits mauzte er kläglich, um die Würdelosigkeit einer Lage zu beklagen, in der alle Pfoten nach oben zeigen. Andererseits hatte sie diese zarten Finger, mit denen sie seine Ohren durchknuschelte und sein felliges Gesicht sanft knetete und es dauerte meist nur ein kurzes Miepsen und ein einziges widerstrebendes Maunzgeräusch lang, bis quasi gegen seinen Willen ein tiefes Ganzkörpervibrieren einsetzte und er die Stirn gegen ihre Handfläche rammte. „Siehst du“, sagte sie dann. „Da ist ja mein Geräusch.“

Der Kater fiepste meist noch mal, um klarzustellen, dass die Würde eines majestätischen schwarzen Tieres trotz aller beinahe unfreiwilligen Hingabe ja auch sehr wichtig war und hob dann unauffällig die Hinterpfoten samt Popo an, damit sie besser ans Bäuchlein kam. Das tiefe Brömmen vibrierte gegen ihre Handflächen direkt bis ins Herz. Zur Belohnung erzählte sie ihm eine kurze Geschichte.

Vor gar nicht langer Zeit zog in ein kleines Haus in einer anderen Stadt ein kleiner schwarzer Hund mit ein. Er fand Leute gut. Fressen und Spielen und Spazierengehen auch, aber vor allem Leute. Die Frau war einige Male dabei, wenn der kleine schwarze Hund die Gäste begrüßte, die in sein Haus kamen. Dabei stellte sie folgendes fest:  Die Frauen freuten sich, dass der Hund sich freute und dann freute der Hund sich und die Gastfrau freute sich noch mehr.  Die Männer freuten sich auch. Aber mindestens drei verschiedene Männer sagten an unterschiedlichen Terminen ganz unabhängig voneinander während der spielerischen Hundebegrüßung lachend bis freundlich empört, dass der kleine Hund seine Begrüßungsliebe offensichtlich komplett *wahllos* an buchstäblich jeden ausgegeben würde.

Wahllos, so erklärte die Frau dem Kater, wahllos ist kein besonders nettes Wort, wenn man es mit Zuneigung kombiniert.  Oder auch sonst.  Früher oder später, so meinte sie zu dem seidigen Brocken auf ihrem Arm, würde der kleine Hund Erfahrungen machen und dann würde er ganz von selbst zurückhaltender werden. Der Kater, der schon einmal kurz einen Hund auf dem obersten Treppenabsatz gesehen und anschließend eine Therapie und drei Tage Ruhe gebraucht hatte, wusste sehr gut, worauf sie anspielte.

Sie überlegten gemeinsam, ob das Hundebaby in der Geschichte etwas anders machen sollte. Die Frau fand, dass der kleine Hund alles richtig machte, denn weniger Liebe kann ja keine Lösung sein. Der dicke schwarze Kater fand, dass Wahllosigkeit besser zu Hunden passt als zu Katzen. Dann klingelte es an der Tür und der Kater wollte eiligst vom Arm, um unbeteiligt in Sichtweite herumliegen zu können, sobald der Gast den Raum betreten hatte.

# 30. Mai 2016 um 06:47 AM
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