Triste.

Sehr müde, traurig und lustlos gerade zu einem Zeitpunkt (jetzt), wo alles locker und entspannt sein sollte und könnte. In dieser Stimmung wirft man am besten unwürdige Bücher weg oder räumt Zeugs raus. Dafür ist sie herausragend geeignet, ebenso zum Blutspenden (darf ich ja nicht) oder zum Abarbeiten fälliger Verwandtschaftsbesuche. In dieser Stimmung sollte man so was tun, nicht Spargel schälen. Weil einfach zu viel essbares Zeugs den Weg der Schalen gehen wird. Ich versuch’s jetzt trotzdem mal. Wir haben nämlich auch diese sehr kleinen, sehr feinen Kartoffeln, die sehr gut zum Spargel passen werden.

Es sind die schönsten und kleinsten, die ich kenne (ich glaube, sie heißen Savoir des Fleurs und wenn sie nicht so heißen, will ich es nicht wissen). Sie sind so delikat und zart und wunderbar, dass ich vor einigen Wochen mal ganz in Gedanken und völlig spontan eine große Papptüte voll gekauft habe, um sie jemandem mitzubringen. So wie man für einige Leute Marzipan oder Rosen kauft, weil man an sie denken muss, wenn man Marzipan oder Rosen sieht und die betreffende Person auch bald sehen wird und dann weiß man, das passt und er oder sie wird sich freuen. Aber ich hab sie dann doch nicht verschenkt. Es gibt Leute, da weiß man: Das geht. Die verstehen das einfach so wie es geschieht, weil sie selbst was besonderes sind. Wenn man sich dessen nicht wirklich sicher ist, sollte man es lassen.

Sonst steht man da rum und muss erklären, wieso man Kartoffeln (!) verschenkt und wenn dann ein dummer Spruch kommt, geht vielleicht etwas kaputt, das es nicht mal gab.

Weiß man ja vorher nicht.

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