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Ekel, aufgewärmt « | » Völlig losgelöst

Titellos.

Die Interessenten an unserer jetzigen Wohnung beschweren sich fast alle darüber, dass sie die Räume so schlecht beurteilen können, wenn noch unsere Sachen darin stehen. Sie hätten es nahezu als Selbstverständlichkeit empfunden, wenn ich angeboten hätte, mal eben den Hausrat von 9 Jahren in den Garten zu räumen, damit sie in Ruhe schauen können, da bin ich mir leider ziemlich sicher.

Zwei zogen eine schlechtgelaunte Fleppe, als wir erklärten, dass wir zwar schon vieles ausräumen, aber trotzdem erst zum 30.09. gekündigt haben. Der Hinweis, dass wir gerne gegen einen halben Monat Miete einen halben Monat Wohnung abtreten, wurde mit tatsächlich sehr großem Erstaunen quittiert. Man erwartet von uns, dass wir uns so schnell wie möglich verziehen, wenn man die Wohnung nehmen möchte, schon klar. Die Frage ist aber, ob ich schon wieder so freundlich und zuvorkommend sein muss, wenn ich dazu mal gar keine Lust habe. Hab ich nämlich neuerdings nicht mehr. Warum soll ich spontan drei Wochen Miete verschenken an völlig Fremde, die sich unangenehm verhalten?

Mit interessiertem Abstand beobachte ich unter den Interessenten eine ganz neue Art von Arschloch, die sich aber wohl schon länger gesellschaftlich etabliert, obwohl sie bisher bis auf eine Ausnahme an mir vorbeigegangen ist: Charmante und höfliche Spacken, die gerade so lange mit dir reden, wie es ihren konkreten Interessen dient, und deren Maske übergangslos abtropft, wenn sie sich mit anderen Dingen beschäftigen. Man hat es heutzutage eilig und konzentriert sich gerne auf das Wesentliche. Andere Menschen sind nur interessant, wenn sie gerade nützlich sind.

Mit potenziellen Nachmietern und deren Allüren hatte ich noch nie zu tun, aber es liegt nicht nur daran.

Donnerstag, 31. August 2006 um 07:15 PM
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“Eine neue Art Arschloch” - das sind sehr klare Worte. Ich hätte es etwas sanfter formuliert, aber du hast schon recht damit. Es ist dieses ständige “aus-allem-etwas-raus-holen-wollen”. Sie tun immer so, als stände ihnen alles zu.

Aber du hast Glück, bald hast du es überstanden.

Claudia  am  31. August 2006

Ja, diese Art Arschloch habe ich vor 13 Jahren auch schon kennengelernt. Wir wollten unsere Wohnung gerne Nachmietern mit Kind überlassen.
Diejenigen, die die Wohnung dann nahmen (natürlich sollten wir auch so schnell wie möglich raus), hatten ihr Kind zur Besichtigung nicht mitgebracht. Selbstverständlich konnte auch die Farbe an den Wänden bleiben - es sei alles ganz wunderbar. Nachdem sie dann den Mietvertrag unterschrieben hatten, mussten wir alle Wände weiß streichen. Erste Amtshandlung war, den mitgemieteten Teppich auf unsere Kosten herausreißen und erneuern zu lassen (nach vier Jahren; rechtens wäre es nach 10 Jahren gewesen, aber der Vermieter hate ja unsere Kaution, und für gerichtliche Streitigkeiten hatten wir keinen nerv mit Kleinkind, Säugling und renovierungsbedüftigem Haus).
Ja, und als ich mich dann nach dem Kind erkundigte, ließen sie ihre Maske vollends fallen: “Kind? Das kleine Zimmer dort, das wird doch das Esszimmer! Wir haben kein Kind!”
Da hätte ich dann doch gerne Voodoo gekonnt.

Und das alles dafür, dass sie noch nicht mal ein halbes Jahr später wieder auszogen…

Petra  am  01. September 2006

Au ja,

ich habe auch gerade mit dem Menschenschlag der an meiner Wohnung Interessierten zu tun. Von bisher etwas über 20 ausgemachten Besichtigungsterminen wurden 8 wahrgenommen, 5 sagten ab, der Rest tauchte einfach nicht auf, obwohl wir ausdrücklich darauf hinwiesen, daß wir extra wegen des Termins anrücken und sie bitte absagen sollen. Die Antwort jedes Mal “Natürlich sage ich ab” - versteht das wer?

Und wenn sie kommen, läuft’s auch manchmal seltsam. 2 x hatten wir den Zustand “ja, ich möchte sie unbedingt, kann ich gleich unterschreiben?” samt verständnislosem Blick, als wir meinten, wir wollten eine Nacht drüber schlafen und fänden das auch für sie gut, um dann zu erfahren, daß man keine Ahnung habe, wo man das bei Mietabschluß fällige Geld hernehmen solle.

Beim ersten Mal ließen wir uns 2 Wochen vertrösten, beim zweiten Mal, das war heute, nicht mehr. Heute habe ich wieder eine Wohnungsbesichtigung, mal sehen, ob der aufkreuzt.

Ich lerne also auch gerade menschliche Eigenheiten kennen, die ich gar nicht kennen wollte.

Toi toi toi weiterhin!

MissPig  am  01. September 2006

hm, ich schätz mal, ich hatte glück, weil ich immer schon draußen war, bevor die besichtigungen begannen. in der ersten wohnung hatte ich mich selbst um nachmieter bemüht, da war eine wirklich nette frau dabei, die wollte aber mein damaliger vermieter nicht. :-(

was ich nicht verstehe, ist, dass die die wohnung leer sehen wollen - ich habe schon viele wohnungen besichtigt, aber es fiel mir immer viel leichter, mich für eine zu entscheiden, wenn ich sie eingerichtet sah. leer haben wohnungen eine ganz andere ausstrahlung, auf mich wirkt das immer sehr ungemütlich, ich kann mir dann gar nicht vorstellen, wie es eingerichtet aussehen könnte.

limone  am  01. September 2006

Die Armen sind einfach nur zu bedauern. Die werden nie rauskriegen, dass Menschen, auch Vormieter, recht interessant sind.

Remington  am  01. September 2006

Du hast mein vollstes Mitgefühl. Potentielle Nachmieter oder Käufer sind das vorletzte. Danach kommen nur noch die Makler.

Etosha  am  02. September 2006

Ich kann zwar zum Thema Wohnungsmarkt nicht viel sagen, aber die “neue Art Arschloch” ist mir auch in anderen Bereichen aufgefallen und die Worte Spacko und Spacken fallen bei mir mittlerweile täglich (ganz zum Leidwesen einiger Kolleginnen, die das unschick finden - allerdings finden die mein anderes Lieblingswort “Schnulle” noch schlimmer *lol*). Ich erschrecke jeden Tag aufs neue darüber, wie egoistisch die Menschen geworden sind und mit welcher Vehemenz den eigenen Interessen nachgegangen wird, ohne Rücksich auf Mitmenschen. Sehr schade, denn ein vernünftiges Miteinander ist zum Teil kaum noch möglich…

Nachdenkliche Grüße, Silke

Silke  am  02. September 2006

Silkes Kommentar kann ich nur unterschreiben. Diese neue ‘Ich nur nehmen-Du gefälligst nur geben!’ fängt ja im Prinzip schon in den U-Bahnen an, in denen nicht mal mehr ausgestiegen werden darf, weil ‘die neue Art Arschloch’ einsteigen will.

creezy  am  03. September 2006

Ja. Gestern im schwedischen Möbelhaus, High Noon (also an einem Samstag die denkbar schlimmste Zeit): Fahrstuhl fährt ins Tiefgeschoss, die Tür öffnet sich. Fünf schwer beladene Wagen treffen auf eine Mauer aus potenziellen Käufern, die nur verdammt zögerlich überhaupt zurückweicht, um ein Entkommen zu ermöglichen. Diese sich immer weiter verbreitende Mischung aus Dumpfheit und Unverschämtheit ist wirklich total unerträglich.

melody  am  03. September 2006

Würde ich die Wohnung nehmen, wäre das anders. Ich bin eher so der Typ “Ok, nehm ich. Soll ich beim raustragen helfen?”

Aber ich suche eher auf der anderen Seite vom Ruhrgebiet. Tja ... ;)

Ralf  am  03. September 2006

Ralf: Diese Wohnung würde dir gefallen, aber wenn sie in der falschen Stadt ist, hilft das natürlich nicht :-)

melody  am  03. September 2006

Naja, falsche Stadt hört sich so hart an. Aber ich müsste dann die nächste Zeit ca. 80 km zur Arbeit fahren, anstatt 26km.
Sie liegt halt ungünstig. Die Stadt.

Ralf  am  03. September 2006
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