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Update: Die Woche danach « | » Gnadenlos.

nun wollen sie zehntausend euro von mir

so viel kostet es, den hausrat jetzt aus der wohnung zu holen. das zahlt keine versicherung, das müssen wir bezahlen

selbst machen darf man nicht nach brand, sagte man mir
geht auch nicht wegen einsturzgefahr

und schnell gehen muss es auch noch, die ersten mitbewohner im haus beschweren sich über das abgeplante dach.

kein mensch weiß, was und ob und wieviel die hausratversicherung dann zahlt
vorher muss ich noch da rein und jedes Einzelteil auflisten und fotografieren.

man könnte beinahe mutlos werden momentan.
wenn denn zeit dafür da wäre.

UPDATE: Also die Kosten müssen von uns übernommen werden, abtransportieren darf man nach Brandschäden nicht selbst, geschehen muss es bald und wie das alles richtig heißt und so weiter und was man dann macht, fnde ich noch heraus.

Bitte versteht, ich hatte noch nie ein Feuer, ich würde gerne alles verständlicher erklären (oder überhaupt verstehen und dann hier weitergeben). Aber am Freitagabend erreicht man ja auch keine fachliche Beratung mehr.

Später mehr, hoffe ich

Edit, zwei Jahre später: Die Kosten mussten von uns vorgestreckt werden. Ich habe bei myHammer Angebote für Brandsanierung eingeholt, die deutlich unter 10.000 lagen und die als Verhandlungsgrundlage genommen. Irgendwann werde ich die Kraft haben, alles vernünftig aufzuschreiben.

Freitag, 16. Juli 2010 um 02:02 PM
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Ihr kriegt das schon hin! Ich glaube ganz fest an euch und drücke die Daumen, dass ihr das jetzt auch noch übersteht. Die Spendenaktion läuft ja grad auch ganz erfolgreich wie es aussieht.
Also alles alles Gute und Kopf hoch. Ich bewundere es wie ihr das durchsteht!

Liebe Grüße Tim

Tim  am  16. Juli 2010

Hier könnt ihr helfen, wenn ihr mögt: http://www.abgebrannt-wir-helfen.de/

Und wisst ihr was? Diese Versicherungen sind das aller-aller-allerletzte. Ja, sie müssen prüfen. Seh ich alles ein. Aber es kann doch nicht im Sinne des Erfinders sein, dass man wie ein Schwerverbrecher behandelt wird, weil man samt Kind und Mann mit Verbrennungen auf der Straße steht, weil einem UNVERSCHULDET die Wohnung abgebrannt ist und allen Drumherum nichts einfällt, außer Druck zu machen, während man selbst gerade am Ende seiner Kraft versucht, übergangsweise ein Dach über dem Kopf zu bekommen?! Das macht noch nicht mals mehr fassungslos, das macht mich nur noch zornig.

Momo Evers  am  16. Juli 2010

hey, ihr schafft das! ihr habt euch und das finanzielle lässt sich regeln! Ihr lebt!

psychoMUELL  am  16. Juli 2010

Liebe Carola,
da fragt sich Mensch, wofür die Hausratsversicherung abgeschlossen wurde.

“die ersten mitbewohner im haus beschweren sich über das abgeplante dach.”

Das erschüttert und schockt mich zutiefst.

Ich denke an Euch.

Liebe Grüße

Claudia

Claudia Troßmann  am  16. Juli 2010

Ganz ehrlich… Ich halte das schlicht und einfach für unfair! Klar ist es schrecklich was der Familie passiert ist - aber jetzt nur für diese Menschen zum Spenden aufzurufen finde ich unethisch - für die Tausenden anderen denen die Wohnung abfackelt, tut das schließlich auch niemand. Dann kann man wirklich sein Geld besser ans Rote Kreuz, die freiwillige Feuerwehr oder den THW spenden. Das ist auf jeden Fall gerechter als so eine bevorzugende Aktion!

Anonyma  am  16. Juli 2010

Anonym zu posten ist ja immer besonders nett!

Dann hilfst du deinen Freunden also nicht, sondern spendest lieber an die Freiwillige Feuerwehr?

Auch ‘ne Einstellung - Gott sei dank nicht meine! Was bitte ist an Hilfe unfair?

Susi  am  16. Juli 2010

Ich wohne in Düsseldorf. Besonders hilfreich, was Tragen angeht, bin ich bestimmt nicht, und als derzeit Hartzerin (eigentlich erwerbsunfähig) kann ich auch nicht mit Spenden helfen, aber ich könnte Fotografieren. Kamera ist vorhanden. Und am Wochenende hab ich noch nix vor.

Gruß, Frosch

Sabine Engelhardt  am  16. Juli 2010

@Anonyma:
Wir bitten niemanden, NUR für diese Familie zu spenden, aber wir bitten eindeutig, JETZT für diese Familie zu spenden - WENN man es möchte, WENN es einem möglich ist und sowieso nur soviel, wie einem individuell möglich ist.
Wir verlangen nicht, wir zwingen nicht - wir fragen und bitten. Und zwar aus gutem Grund, weil wir die Situation persönlich kennen und vor Ort sehen.
Für uns ist das Nachbarschaftshilfe im virtuellen Dorf, denn wir sind mit der Familie befreundet, bekannt, benachbart.
Und wir freuen uns über jede vergleichbare Aktion für andere nNotleidende Menschen!
Niemand hindert Sie also, etwas Vergleichbares zu unternehmen.
Siehe dazu auch unsere Erklärung:
http://www.abgebrannt-wir-helfen.de/faq/

Ulrike Stehling  am  16. Juli 2010

@Anonyma
Guck dir mal den Kommentar von „Frosch“ Sabine Engelhardt an.

So etwas nennt man: Konstruktiv sein!

creezy  am  16. Juli 2010

Weißt Du, Anonyma - dann SPENDE doch an das THW! Das ist doch gut! Viele Menschen brauchen Hilfe. Überall. Und viel zu viele andere Menschen, die helfen könnten, sehen weg. Überall auf der Welt. An vielen Orten. Hier sieht grad mal jemand hin. Das THW sieht an anderen Orten hin. Beides ist gut.

Sieh Du einfach auch hin. Tu etwas. Wo auch immer. Niemand zwingt Dich, es an DIESER Stelle zu tun. Nur: Tu etwas anderes als meckern. Das reicht dann ja schon. Danke.

Momo

Momo  am  16. Juli 2010

Äh, bitte wer fordert das? Die Feuerwehr? Die Versicherung? *nixmehrversteh* Ihr seid doch seit einer Woche schon dabei, aus der Wohnung zu retten, was zu retten ist? Wieso geht das jetzt angeblich auf einmal nicht mehr? Ist denen die Hitze nicht bekommen?

Was die Mitbewohner angeht: Möge ihnen nach dem nächsten Unwetter der eigene Hausrat davonschwimmen.

@Anonyma: Bist Du etwa @Woxel0r auf Twitter, der/die/das mich vor zwei Tagen schon auf diese Tour angepampt hat? Oder sollte es tatsächlich mehr als einen Menschen geben, der derart zynisch und asozial denkt und fühlt? Wie dem auch sei: Ich hoffe, Du bist von Menschen umgeben, die sich Deine Einstellung ebenfalls zueigen machen, wenn Du selbst einmal in Not gerätst. Das ist nicht nur so dahergesagt. Ich hoffe es wirklich. Alternativ: Möge der Blitz Dich beim Sch..en treffen.

Ute  am  16. Juli 2010

Jeder von uns hilft da, wo er es für richtig hält und zu allererst mal helfe ich FreundInnen und Familie. Das ist meine persönliche Priorität und feige, anonyme Kommentare kommen in meiner persönlichen Wahrnehmung schon mal überhaupt nicht an.

Marion Reichwein  am  16. Juli 2010

Liebe Carola,
ich hoffe für euch, dass es trotz aller Schwierigkeiten in Zukunft vorangehen wird. Und zwar positiv!
Die Beschwerden der Hausmitbewohner kann ich gar nicht nachvollziehen. Die müssten doch froh sein, dass ihre Wohnungen unversehrt geblieben sind.
Ganz toll, was deine Kolleginnen mit der Spendenaktion auf die Füße gestellt haben! Wie man sieht oder vielmehr hier liest, könnt ihr jetzt jeden Euro gebrauchen. Es war für mich sofort klar, dass ich mich auch beteilige. Manchmal stellt sich einfach nicht die Frage, ob es vielleicht andere Menschen gibt, die genauso dringend Unterstützung benötigen.
Aber wie ungerecht ist das: eure Wohnung ist durch ein Unglück ausgebrannt und keine Versicherung kommt für Aufräumkosten auf? Ohne Worte ...
Trotz allem: Es kann und wird bestimmt nur wieder aufwärts gehen. Gute Besserung für den Mann mit seinen physischen und das Kind mit seinen psychischen Wunden. Und dir natürlich auch alles Gute und viel Kraft für das, was noch bevorsteht.

Liebe Grüße
Sabine

Sabine  am  16. Juli 2010

Ich verstehe das irgendwie nicht: Wer will jetzt Geld haben und wer sagt, dass ihr das nicht selbst rausräumen darf?

Kari  am  16. Juli 2010

Vor allem ist es doch widersinnig, daß man zwar zum Fotografieren rein _muß_, nicht aber zum Ausräumen rein _darf_. Was’n das für ‘ne Logik bitteschön?

Ute  am  16. Juli 2010

Ein Update im Eintrag

Melody  am  16. Juli 2010

Bei meiner Tochter ist vor Ostern die Schuldecke runtergekommen (Brandschutzverkleidung, gottseidank ist niemand verletzt und gottseidank hat es da nicht gebrannt… das wäre… nein, egal) - da war es auch so: niemand durfte rein und was rausholen, das mussten Profis machen. Da erklärte man das mit Statik, wenn man was wegnimmt, KANN es Probleme geben, die ein Profi aushält (und sei es finanziell), ein Privatmensch nicht. Vielleicht ist das der Grund.

Carola, du HAST die Zehntausend.

Allerdings finde ich es unlogisch, dass das die Versicherung nicht übernimmt. Vielleicht gibts im Netz einen Fachanwalt, der mal drüberschauen kann? Muss doch nicht sein, dass man sich eben mal in die rechtliche Lage einlesen muss, wenn man vor ganz anderen Problemen steht…

So eine Scheiße.

Nicole  am  16. Juli 2010

vielleicht Udo vom Lawblog?

Kari  am  16. Juli 2010

@Nicole: Woher willst du das denn wissen, dass sie die zehntausend hat? Vielleicht hat die entstehende Wohnung oder die schlimme Krankheit hier vorher schon ein Minus ausgelöst, spätestens aber jetzt hat sie immense Kosten.

Andrea  am  16. Juli 2010

Da ist nicht nur die Einsturzgefahr, da könnten auch jede Menge Giftstoffe in den Resten drin sein. So was entsteht bei Bränden ganz gerne mal. Also besser nicht selber machen.

Peter Hellinger  am  16. Juli 2010

@Andrea - ich habe das aus der Spendenhöhe abgeleitet und aus UNSEREM Willen, sie da nicht allein in der Scheiße stehen zu lassen. Sehe ich das falsch?

Ein Minus würde ich ihr jedenfalls gern ersparen und dann ggf. sicher noch sehen, ob ich helfen kann. Vielleicht ist ja auch irgendwo einer, der einen kennt, der Leute kennt, die solche Ausräumarbeiten übernehmen und mal genauer berichten können, warum das so schweineteuer ist?

Nicole  am  16. Juli 2010

ich nochmal… ich habe jetzt zig Seiten durch über Versicherungen, da steht leider überall “lesen Sie die Versicherungspolice, ob das übernommen wird oder nicht” - wie witzig nach einem Brand… Wenn ich irgendwie helfen kann beim Telefonieren oder so, bitte melden!!

Nicole  am  16. Juli 2010

Melody, in den FAQ bei myhammer steht: “Ein Auftraggeber kann sich entscheiden, seine Ausschreibung nach Ende der Ausschreibungslaufzeit, innerhalb der Vergabefrist an keinen der Anbieter zu vergeben (Nichtvergabe).”

Nicole  am  16. Juli 2010

Moin,

ich kenn mich zwar leider auch nicht mit den genauen Abläufen etc. nach nem Brand aus, da ich als Feuerwehrler da dann nix mehr mit zu tun habe, aber ich bitte um äußerste Vorsicht, was das Betreten der Brandstelle angeht. Mal abgesehen von, erst recht für den Laien, völlig unberechenbaren Gefahren durch ggf. Strukturelle und Statische Schäden, ist der Brandschutt ziemlich derbe toxisch, und dünstet durchaus auch noch Tage und Wochen später hübsch toxische Gase aus. Ich kenn es z.B. von der Feuerwehr her so, dass wir selbst bei abschließenden Kontrollen nach Feuer aus und Durchlüftung, generell nur mit entsprechenden Filtermasken (keine Baumarkt; auch keine FFP2-Maske) oder ggf. sogar immer noch nur mit Pressluftatmern das Gebäude betreten dürfen (von diversen “unkaputtbaren Häuptlingen” mal abgesehen ;) ).

Ganz viel Kraft und Mut

smokediver  am  16. Juli 2010

Als wäre dieses Unglück nicht Katastrophe genug!
Gib nicht auf (ich weiß das du nicht der Typ Mensch bist, der aufgibt). Ihr schafft das! Und mit viel Hilfe (hoffentlich noch viel mehr) werdet ihr wieder ins Leben, in die Normalität zurück finden. Wenn ich noch irgendwas tun kann - bitte, sag es mir.
Riskiert nichts, was vermeidbar ist. Ich wünsche dir, Olli und H ganz viel Kraft!
Und ganz ganz viel Hilfe von aussen.

Sigi  am  16. Juli 2010

Die anonyma meint, es wäre besser das Geld an Rote Kreuz und andere Hilfsorganisationen zu spenden. Aha…ich spende per Dauerauftrag an den Roten Kreuz und was hat Carola davon? Ich spende auch für noch andere Organisationen z.B.National Trust, aber, was hilft in diesem Fall schnell und wirksam? Nur die direkt eingeleitete Hilfestellung. Und, bitte, Carola, nicht mutlos werden. Das ist völlig unnötig in diesem Fall. Notfalls dein Anwalt anrufen, der einen Rat weiss.Grüße, Gwen

Gwen  am  16. Juli 2010

Aufräumkosten:
Versichert sind infolge eines Versicherungsfalles angefallenen und nachgewiesenen Kosten:
a. ) für das Aufräumen versicherter Sachen sowie für das Wegräumen und den ABtransport von Resten versicherter Sachen. (Aufräumkosten)

Hausrat übernimmt das normalerweise.
Hast nur mit dem Wohngebäudeversicherer gesprochen? Fragt beim Hausratversicherer nach! 2 Versicherungen sind da zuständig!

Conny  am  16. Juli 2010

Ja, ne, is klar: Wenn jemand akut Hilfe braucht, dann spende ich erst mal ans Rote Kreuz, das beschleunigt die Sache ungemein ...

Ich komme mir vor wie meine Mutter aber trotzdem: seid vorsichtig mit der Brandstelle. Der Versicheruing hiermit einen virtuellen Tritt in den Allerwertesten, dass da was voran geht.

Angel  am  17. Juli 2010

Conny will wohl nur werben hier? Langsam fällt es auf ....

Bina  am  17. Juli 2010

Carola, mit myhammer habe ich gute Erfahrungen gemacht. Du bist als Auftraggeber total flexibel, du kannst einen Auftrag auch während der Ausschreibungsfrist schon vergeben. Und du hast die freie Auswahl - es muss nicht der günstigste sein, es kann auch z. B. für dich der regional nächste sein usw.

Ich habe da schon verschiedene Aufträge erteilt und bin nie reingefallen. Sehr aufschlussreich sind natürlich auch immer die Bewertungen anderer Kunden.

Wegen Versicherung:

“Für die Beseitigung der Verwüstungen am Versicherungsort trägt ebenfalls die Versicherungsgesellschaft die Kosten. Nicht nur das Aufräumen selbst, sondern auch der Abtransport der Überreste zerstörter Güter wird so finanziert. Von Gebäudeteilen stammender Schutt fällt jedoch nicht unter die versicherten Besitztümer, für dessen Räumung muss die Wohngebäudeversicherung aufkommen. Wenn der Versicherungsnehmer sich an den Aufräumarbeiten persönlich beteiligt oder sie sogar allein durchführt, wird ihm von der Versicherungsgesellschaft der dafür aufgebrachte Zeitaufwand vergütet.”

Schau auch mal hier: http://www.arbeitsgemeinschaft-finanzen.de/fileadmin/agf/download/pdf_Formulare/HR_VHB_2008_VS.pdf

Marion Reichwein  am  17. Juli 2010

Hier noch ein Link, falls eurer Hausratversicherung ältere Bedingungen zugrunde liegen:

http://www.arbeitsgemeinschaft-finanzen.de/hausratversicherung/versicherungsbedingungen-hausrat.php

Marion Reichwein  am  17. Juli 2010

Furchtbar, was H****, Carola und Olli am 8. Juli widerfahren ist - insbesondere für Olli, den ich als ruhigen Mitbewohner und liebevollen Vater kenne, hoffe ich, dass er seine Blessuren bald überwunden hat.

Wer aber mit einer Aktion “Abgebrannt! Wir helfen.” hilfsbereiten Menschen an Herz und Geldbeutel fasst, sollte sich, bei der online-Stellung der Aktion fünf Tage später, ruhig etwas näher an die Fakten wagen - das ist der Spendenbereitschaft nicht zwingend abträglich.

Die Gebäudeversicherung unseres Hauses ist eine sogenannte Neuwertversicherung. Die Dachwohnung der drei wird bezugsfertig wieder aufgebaut und nach den neuesten baulichen Bestimmungen bedacht - dies dauert übrigens nicht “mindestens Jahr”, sondern nach den derzeitigen Planungen bis zum März, höchstens Mai kommenden Jahres. Vom Verwalter der Eigentümergemeinschaft, der noch in der Brandnacht vor Ort war, über die Gebäudeversicherung, Handwerker, Architekten und Gutachter geben alle an einem Wiederaufbau Beteiligten fürchterlich Gas. Der Versicherungsmann von der Hausrat, für den Carola in einem Blog schon einen Genickschussexperten suchte, hat ihr am Montag, zwei Werktage nach dem Brand, einen Scheck geschrieben, der sicherlich nicht einmal das vorletzte Wort war. Ich weiß das deshalb so genau, weil alle Akteure in diesen Tagen mehrfach in wechselnden Konstellationen an meinem Esstisch gesessen haben. In der Zwischenzeit war Melody nicht etwa obdachlos, sondern hat bereits am Samstagvormittag, maßgeblich durch die Initiative einer ihr und mir gut bekannten Mitbewohnerin des lädierten Hauses, eine große Wohnung in 50 m Luftlinie Entfernung zur Verfügung gestellt bekommen, in der Freunde und Helfer in kürzester Zeit offenbar Großartiges geleistet haben.

In der ganzen Zeit bis heute muss man annehmen, hier sei ein Einfamilienhaus abgebrannt. Kein Wort über sieben weiteren Besitzer- und Mietparteien - wir haben ebenso fassungslos vor unserem brennenden Haus gestanden -, kein Wort über den Säuglingsvater, der dreimal !!! bis oben gerannt ist, um sicher zu sein, dass die drei heil runterkommen. Der versteht übrigens was vom Entwurzeltsein - er ist 94 aus dem Kosovo geflüchtet. Kein Wort über unseren Ghanaer, der sich hier eine kleine Existenz aufgebaut hat und seinem Vater jeden verfügbaren Cent schickt, damit der seinen Arzt bezahlen kann. Und auch kein Wort über den gegenüber wohnenden Rettungssanitäter, der aus seiner Freizeit heraus zielsicher in unseren Keller gerannt ist, um die Hauptgasleitung zu schließen. 

In den Blogs und im Gästebuch der Spendenseite menschelt es derweil vortrefflich. Neben Betroffenheit, Mutmachen, Durchhalteparolen und Hilfsangeboten werden nicht ganz stromlinienförmig schreibende Menschen teils rüde abgebürstet oder verschwinden wie ein kritisch nachfragender “Klaus” gänzlich aus dem Blog. Mich wundert ehrlich, dass die Versicherungsfachfrau Conny, die auf eine Geschäftsversicherung hinweist, noch im Gästebuch steht.

@Ute: Der Blitz wird nicht “Anonyma”, sondern in der Tat mich oder meine Mitbewohner beim Scheißen treffen, vielleicht auch beim Rasieren, Bloggen oder Staubsaugen, wer weiß das schon so genau. Es ist davon ausgehen, dass dieses nicht nur brand- sondern auch löschwassergeschädigte Haus, in dem alle Mitbesitzer außer Melody und Familie weiterhin wohnen (müssen), keinen funktionierenden Blitzableiter hat, dafür aber Planen auf dem Dach, die den derzeit wiederholt vorkommenden teilweise extremen Wetterlagen ziemlich wenig entgegenzusetzen haben. Falls Dir das noch nicht genug ist, kannst Du ja bei Peter und Smokediver über toxische Gase und Giftstoffe weiterlesen - oder komm einfach vorbei und nimm mal eine kräftige Nase davon, was hier seit vergangener Woche durch’s Haus wabert. Ich bin froh, dass ich nicht auf Dein Mitgefühl angewiesen bin, Du Herzchen!

@Carola: Ich habe Dir gestern, am Tag 8 nach dem Brand, per mail lediglich eine Lernfrage zu Deiner Hausratversicherung und dem Fortgang der Aufräumungsarbeiten gestellt verbunden mit einer dringlichen Bitte. Warum Du diese mail hier als Beschwerde der Hausbewohner verkaufst - dieses Wissen hast Du wirklich exklusiv! Macht sich aber gut im Blog… Das richtige Leben - soweit es das Brandhaus betrifft - findet allerdings am Rather Kirchplatz statt!
@all: Wer immer von Euch einen guten Draht zu Carola und Zugriff auf das gespendete Geld hat: Bitte nimm die eine wie das andere fest in die Hände und besorge möglichst umgehend jemanden, der die Brandwohnung(en) entrümpelt. Die Reihenfolge für dieses Haus lautet: Entrümpeln / Dachstuhl + Dachgeschoss abtragen / neuer Dachstuhl drauf / Dachausbau (die drei letzten Punkte macht die Gebäudeversicherung). Eine andere Reihenfolge gibt es nicht! Falls dem Entrümpeln irgend ein Umstand entgegen steht, der bislang nicht bekannt ist, wäre Klärung dringend angesagt! 

André

André  am  17. Juli 2010

Da hat ja jemand besonders viel Verständnis, hö?!!

Sie muss ihr ganzes Leben retten gerade, und du greifst sie öffentlich auf einem Niveau an, das mich sprachlos macht. Neid etwa?

Bina  am  17. Juli 2010

@Bina
eigentlich weißt André  doch auch darauf hin, dass noch andere Familien in diesem Haus betroffen sind ..., was bisher doch recht unter gegangen ist.

psychoMUELL  am  17. Juli 2010

@André: Danke für deinen sachlichen Beitrag. Ich finde es immer wichtig, mehrere Seiten zu hören/lesen. Du hast aufgezeigt, was nun am dringendsten zu tun ist.

Eine Schlammschlacht wäre jetzt das Unangemessenste in dieser Situation.
Das wir hier alle nur einen Teil dessen mitbekommen von dem, was am Rather Kirchplatz abgeht, liegt an diesem Medium.
Das es hier vortrefflich menschelt, ebenfalls.

Kari  am  17. Juli 2010

Hallo André,

danke für Ihren Beitrag! Sie zeigen die vielen weiteren Betroffenen und Seiten dieser Tragödie.
Ausführlicher habe ich Ihnen auf der Spendenwebsite geantwortet:
http://www.abgebrannt-wir-helfen.de/gastebuch/#comment-104

Herzlichen Grusz!

Ulrike Stehling

zirbellina  am  17. Juli 2010

Lieber André,

es passt dir nicht, dass Carola Hilfe zuteil wird und ihr nicht angemessen gleichermaßen bedacht werdet.
Das kann man so sehen, wenn man denn will. Was die Helfer aus dem Haus und von gegenüber angebetrifft .. ihnen wurde in diversen Blog- und Medienbeiträgen bereits Respekt und Hochachtung zuteil. Ich respektiere diese Menschen auch, aber mein Respekt ist im Moment alles was ich für sie habe. Carola wird sicherlich - wenn sie erst einmal Land sieht - jenen einen Dank aussprechen, da bin ich mir recht sicher.

Dann sind andere Familien betroffen. Natürlich. Niemand vergißt sie. Aber:

Haben diese Familien all ihren Besitz verloren
UND
sind sie schwerkrank
UND
verletzt
UND
haben sie ihre Arbeitsgrundlage verloren
UND
müssen sie sich um tausend Kleinigkeiten kümmern, wie ‘wieder was zum Anziehen haben und für das Kind auch’
UND
müssen sie jede Menge Papierkram, Behördenkram und Versicherungskram erledigen und das am Besten schon gestern
UND
werden sie scheinbar nicht immer fair beraten?

Nein?

Ah! Carola hat da schon einen ominösen Scheck bekommen. Dann ist sie jetzt ja REICH und kann sofort eine Hundertschaft Hilfstruppen losschicken, die schnell wie Doozer alles räumen und wieder aufbauen. Vermutlich hat sie sogar soviel bekommen, dass sie ihre Wohnung viel größer und schöner wieder aufbauen kann!!!!111Elf Dafür lässt man sich doch gerne mal das Dach überm Kopf abfackeln. Oh, und sie hat auch schon wieder eine Wohnung und muß nicht mehr bei Freunden auf der Couch schlafen. Na dann. Dann ist doch alles wieder vollkommen normal und sie doch im Handumdrehen auch schnell noch alles andere erledigen. Aber bitte gestern.

Ich verstehe eure Sorge. Ich verstehe euch, dass ihr schnell wieder ein stabiles Dach über dem Kopf haben wollt.

Den Neid und die Mißgunst, die hier auf Carola übertragen wird, weil sie von ihrem sozialen Netzwerk Solidarität erfährt, die verstehe ich nicht. Auch nicht die fordernde Haltung, die irgendwie impliziert dass Carola und Oliver ja irgendwie schuld an dem Brand waren und das nur nicht längst wieder in Ordnung gebracht haben weil sie irgendwie böswillig sind.

Wenn Carola nicht so umgehend reagiert, wie dies in einer idealen Welt sein sollte, dann könnte es daran liegen, dass sie sich psychisch und körperlich immer noch in einem Ausnahmezustand befindet und alle Solidarität kann daran nichts ändern.

Ja ihr habt ein Recht darauf, ebenfalls so schnell wie möglich geholfen zu bekommen. Das rechtfertigt es aber noch lange nicht Druck auf die auszuüben, die sich gerade am Wenigsten wehren können. Rücksicht kann zwar nicht gefordert werden, wäre aber ein menschlicher Zug und zeugte von Respekt.

Mela  am  17. Juli 2010

in solchen situationen kochen die emotionen schon einmal hoch, auf allen seiten.

mir ist vor jahren “nur” der kasten abgebrannt: zimmerbrand - komplizierte genese - man weiss einfach nicht was man wie richtig oder falsch machen kann oder soll. niemand hat in sowas übung.

carola schreibt hier ihr blog, das ist ihr gutes recht. dass leute für sie sammeln, ist deren gutes recht. persönlich spend’ ich auch für eine menge, sagen wir einmal “situationen”, aber eben auch nur für welche die ich kenne.

jemand, der das ergebnis eines derartigen brandes noch nicht gesehen hat, kann sich das desaster nicht vorstellen, auch nicht das in den anderen wohnungen, dem stiegenhaus, dem ganzen haus. was das feuer nicht kaputt macht, das ruinieren das wasser oder der löschschaum. die bewohner und anrainer haben ebenso mein mitgefühl wie carola & familie.

ein paar menschen sind erwähnt worden, ein paar nicht. kommt es darauf wirklich an? haben nicht noch viel mehr als die genannten geholfen? muss jeder einzelne genannt werden? ich für mein teil wollte das für mich gar nicht, entweder ich kann helfen, dann tue ich es,  oder nicht, warum muss ich selber wissen und verantworten. würde man mich in einer derartigen situation erwähnen, würde ich um löschung ersuchen.

im netz wird oft zu spendenaktionen aufgerufen, für notfälle jeder art. was ist daran schlimm? weil die versicherung zahlt, welche summe auch immer, und in welchen stückelungen auch immer? erfahrungsgemäss bleibt den betroffenen immer ein finanzieller schaden, von den nicht materiellen verlusten will ich einmal gar nicht reden.

carola hat bis jetzt nicht den eindruck erwecken können sie sein ein neidiger, kleinlicher mensch, so hat sie ja auch eine menge spendenadressen für angebotene dinge angegeben. ich kenne leut’ die hätten gesagt bringt mal schön und hätten die sachen dann am flohmarkt verklopft. alles schon dagewesen.

und ich will hier niemanden verteidigen oder angreifen. natürlich gehört aus verschiedenen gründen umgehendst aus- ung weggeräumt, aber man will ja auch dann noch retten wenn nichts mehr zu retten ist, eine wirlich schnelle räumung kann nur en bloc erfolgen, das würde aber bedeuten dass auch eventuelle noch rettbares unwiderbringlich weg ist. eine andere formulierung wäre vielleicht nicht in die falsche kehle gekommen. und zettel können schon einmal verschwinden, im kontext wird das dann vielleicht falsch interpretiert, warum auch immer. ich weiss es nicht.

und wenn ich doch ein wenig persönlich sein darf: für eine schilddrüsen-patientin schreibt carola erstaunlich unaufgeregt, chapeau. von der restlichen gesundheit red ich jetzt einmal gar nicht.

kelef  am  17. Juli 2010

. @kelef

@André: Der Herr aus Ghanae bekommt doch jetzt eine gute Wohnung!

Bina  am  17. Juli 2010

Es ist wie immer, ein Riesenbrocken fällt, es schlägt Wellen. Die werden flacher, aber das braucht Zeit.

Gut wäre es, wenn alle einfach mal durchatmen könnten, aber das geht gerade nicht. Ich verstehe irgendwie alle Reaktionen der Betroffenen. Da ist einfach etwas ganz tief das Persönliche, Intime Angreifendes passiert, da bleibt man nicht ruhig. Aber bitte, niemandem ist geholfen, wenn jetzt gestritten wird. Ihr wollt doch zukünftig wieder gemeinsam unter einem Dach wohnen…

André, ich hoffe, es gelingt Dir, zu respektieren, dass wir hier Carola zum Teil seit Jahren und persönlich kennen, Dich aber nicht und dass deshalb für uns “Virtuelle” die Hilfe für Carola einfach näher liegt als die Hilfe für die anderen Hausbewohner und das für uns so eine Internetsache einfach der gewohnte Raum ist und das, was wir können.

Das heißt nicht im Geringsten, dass wir euch Anderen vergessen. Aber ich glaube, indem wir Carola helfen, helfen wir letztlich auch Dir, auch den anderen, damit das schnellstmöglichst alles wieder “normal” wird bei Euch.

ICH finde, bei den abartig vielen Dingen, die zu erledigen sind bei einem dermaßen krassen Wetter und bei Gesundheitsproblemen sind acht Tage verdammt wenig Zeit. Und es klingt so, als wäre trotzdem schon eine Menge bewegt worden.

Nicole  am  17. Juli 2010

André K.?

Wir sind sehr schockiert über deine Vorgehensweise gerade.

Harald  am  17. Juli 2010

Harald: Klarnamen haben hier nichts zu suchen.

Wer auch immer gerade die Kommentare moderiert.. könnt ihr das bitte entfernen? Das hier darf kein Klarnamen-Pranger werden.

Mela  am  17. Juli 2010

Wie kelef und Nicole schreiben: es hilft doch niemandem, sich in irgendwelchen Kommentaren gegenseitig anzugiften. So habe ich André nicht verstanden, wie auch der weitere Thread auf der Spendenwebsite zeigt.
Insofern finde ich es, bei aller Solidarität, unfair, hier oder an anderer Stelle einzelne Personen (noch dazu mit Klarnamen) anzugreifen.
Sachliche Dinge sind gesagt und ausgetauscht, das ist gut so, lassen wir es doch damit stehen.

Ulrike Stehling

zirbellina  am  17. Juli 2010

Lieber André -

ich verstehe Ihren Unmut - jeder sieht zuerst den Dreck vor der eigenen Haustür, denn in diesem muss er leben (und das meine ich frei jeden Grams und frei jeder Häme - ich verstehe es wirklich und fand Deinen Beitrag sachlich verfasst).

Mir ist etwas wichtig, das ich gern klarstellen und Ihnen vermitteln möchte: Ich kenne die Familie H. schon lange - zunächst als Kollegen, dann als Arbeitskollegen, später als Freunde. Ich kenne nur wenige Menschen, die so hilfbereit, warmherzig und um Dritte besorgt sind wie Carola es ist. Sie mag in einer Situation wie dieser poltern, wenn sie überfordert ist, aber das finde ich nachvollziehbar. Dass ihr hier so viel Unterstützung zuteil wird liegt auch daran, dass sie seit Jahrzehnten ihrerseits andere unterstützt hat - durch ehrenamtliche Projekte für soziale Einrichtungen, durch Unterstützung von Menschen, die ihrerseits in Not waren oder durch reine, schlichte Netzwerkhilfe.
Das Netz ist kein anonymer Ort. Wenn Aktionen wie diese viel Feedback erfahren, liegt das immer auch an den Menschen, die die Aktion betrifft. Man kann etwas zurückgeben und das macht froh.

Ich lege beide Hände dafür ins Feuer (und ich bin Redakteurin und ernähre mit diesen Händen meine Familie), dass die H.s ALLES in ihrer Macht stehende tun, damit es anderen besser geht. Auch damit die Sache für alle anderen Hausbewohner schnell und möglichst glimpflich über die Bühne geht.

Es gibt aber Momente, in denen reicht die Kraft nicht mehr. Sie ist einfach aufgebraucht.

Wir helfen, damit es schneller voran geht. Letzten Endes auch für Sie und die anderen Bewohner. Und glauben Sie mir: Es braucht diese Hilfe. Ich bin eine derjenigen gewesen, die die Übergangswohnung im Akkord halbwegs beschlafbar gemacht hat. Ich weiß, wovon ich rede.

Momente wie diese, in denen allen ohne eigenes Verschulden ein Unglück geschehen ist, sind Momente, in denen man zusdammenrücken kann. Ich würde mich freuen, wenn das auch in Ihrewr Hausgemeinschaft geschähe. Mit so viel Respekt und Vertrauen in den guten Willen des anderen wie irgend möglich. Denn glauben Sie mir: Die H.s haben dieses Vertrauen ebenso sehr verdient wie Sie selbst es verdienen.

Mit herzlichen und verständnisvollen Grüßen und den besten Wünschen Sie und Ihre Familie

Momo

Momo  am  17. Juli 2010

Lieber André -

ich verstehe Ihren Unmut - jeder sieht zuerst den Dreck vor der eigenen Haustür, denn in diesem muss er leben (und das meine ich frei jeden Grams und frei jeder Häme - ich verstehe es wirklich und fand Deinen Beitrag sachlich verfasst).

Mir ist etwas wichtig, das ich gern klarstellen und Ihnen vermitteln
möchte: Ich kenne die Familie H. schon lange - zunächst als Kollegen, dann als Arbeitskollegen, später als Freunde. Ich kenne nur wenige Menschen, die so hilfsbereit, warmherzig und um Dritte besorgt sind wie Carola es ist. Sie mag in einer Situation wie dieser poltern, wenn sie überfordert ist, aber das finde ich nachvollziehbar. Dass ihr hier so viel Unterstützung zuteil wird liegt auch daran, dass sie seit Jahrzehnten ihrerseits andere unterstützt hat - durch ehrenamtliche Projekte für soziale Einrichtungen, durch Unterstützung von Menschen, die ihrerseits in Not waren oder durch reine, schlichte Netzwerkhilfe.
Das Netz ist kein anonymer Ort. Wenn Aktionen wie diese viel Feedback erfahren, liegt das immer auch an den Menschen, die die Aktion betrifft.
Man kann etwas zurückgeben und das macht froh.

Ich lege beide Hände dafür ins Feuer (und ich bin Redakteurin und ernähre mit diesen Händen meine Familie), dass die H.s ALLES in ihrer Macht stehende tun, damit es anderen besser geht. Auch damit die Sache für alle anderen Hausbewohner schnell und möglichst glimpflich über die Bühne geht.

Es gibt aber Momente, in denen reicht die Kraft nicht mehr. Sie ist einfach aufgebraucht.

Wir helfen, damit es schneller voran geht. Letzten Endes auch für Sie und die anderen Bewohner. Und glauben Sie mir: Es braucht diese Hilfe.
Ich bin eine derjenigen gewesen, die die Übergangswohnung im Akkord halbwegs beschlafbar gemacht hat. Ich weiß, wovon ich rede.

Momente wie diese, in denen allen ohne eigenes Verschulden ein Unglück geschehen ist, sind Momente, in denen man zusammenrücken kann. Ich würde mich freuen, wenn das auch in Ihrer Hausgemeinschaft geschähe. Mit so viel Respekt und Vertrauen in den guten Willen des anderen wie irgend möglich. Denn glauben Sie mir: Die H.s haben dieses Vertrauen ebenso sehr verdient wie Sie selbst es verdienen.

Mit herzlichen und verständnisvollen Grüßen und den besten Wünschen Sie und Ihre Familie

Momo

Momo  am  17. Juli 2010

Meine Güte, André, jemanden wie Dir will man aber auch nicht versehentlich den Rücken zudrehen.

creezy  am  17. Juli 2010

So…

mal so als Außenstehende, die keinen Beteiligten kennt.
Ich habe am eigenen Leib erfahren, dass ich NICHTS für irgendwelche Entsorgungen zahlen musste als bei uns das Einfamilienhaus abbrannte. Wir konnten kostenlos wohnen, etc. Hat alles dieVersicherung übernommen. Sogar als noch NICHT geklärt war, dass es ein technischer Defekt und keine Dummheit unsererseits war.

Und der André schreibt hier nur Fakten auf und wird dafür niedergemacht? Unglaublich…...Soziales Netzwerk hin oder her…da wird in Zukunft jemand nen schönen Lenz haben.

Nadine  am  17. Juli 2010

@Bina: nein, in dem Fall ist Conny unserer Bitte aus dem Gästebuch in der Aktionsseite nachgekommen, einen konstruktiven Beitrag in Form eines Tipps aus ihrem KnowHow als Versicherungsfachfrau zu geben. Danke dafür.

limone  am  17. Juli 2010

Wer solche Nachbarn hat, braucht keine Feinde mehr.

Andrea  am  17. Juli 2010

Mela hat alles gesagt: http://www.abgebrannt-wir-helfen.de/gastebuch/#comment-130

Tanja  am  18. Juli 2010

Oh, der Link war falsch!

http://www.abgebrannt-wir-helfen.de/gastebuch/comment-page-3/#comment-130

Tanja  am  19. Juli 2010

Nadine, da hattest du dann aber großes Glück. Bitte geh nicht davon aus, dass jede Versicherung gleich ist, aber das kannst du dir ja selbst denken -  jedenfalls danke für dein Verständnis, dass es eben nicht überall gleich abläuft und nicht alle Erfahrungen auf alle Ereignisse passen.

Momo und Ihr anderen Lieben, wir haben trotz Trauma, Thrombose und Verbrennungen dritten Grades ALLES uns Mögliche getan, damit es schnell vorangeht.

Behindert, verzögert und viel Zeit gekostet haben uns zB Aktionen wie die mit dem verschwundenen Zettel.

Wenn man aber bedenkt, was wir alles gesundheitlich, emotional und organisatorisch am Hals haben und dass zwei Wochenenden in der kurzen Zeitspanne bis zur Hausraträumung lagen, ging alles doch sehr, sehr schnell.

Man muss vermutlich Betroffener sein und nicht nur Zuschauer oder Nachbar, um unsere schlimme Lage tatsächlich nachvollziehen zu können - aber ich wünsche nicht einmal den allerschlimmsten Menschen, dass sie jemals in so eine entsetzliche Situation kommen.

Wir haben eine Hausverwaltung, die sich ab seit unserer Räumungsfreigabe (letzte Woche, Donnerstagmorgen) nunmehr um die Abwicklung im Haus kümmert und die Räumung für eine weit akzeptablere Summe durchführen ließ. (Edit zwei Jahre später: Ich habe das Wort “gute” vor Hausverwaltung entfernt, denn dabei handelte es sich um eine irrtümliche Einschätzung.)

Nun hoffen wir, dass alles gut geregelt wird, das für die nächsten Wochen vorhergesagte trockene Wetter tatsächlich eintrifft und alle wieder etwas zur Ruhe kommen. Vor allem Oliver mit seinen Verbrennungen dritten Grades.

Carola  am  30. Juli 2010
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