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6 Seiten Fax !!!!!!!!! Danke, Spatz! ... « | » Knatschig. Zuviel Verkabelung nötig, um den Laptop ...

Meine Güte, was für ein Alptraum ist ...


Meine Güte, was für ein Alptraum ist doch diese Zugfahrt. Pünktlich bin ich in die S-Bahn gestiegen, gemütlich nach Essen zum Hauptbahnhof gedackelt ... und der Anschlusszug nach Osnabrück hatte prompt 20 Min Verspätung. Soeben habe ich mich durch vier Waggons voller glotzender Fratzen zu meinem reservierten Sitzplatz durchgekämpft. Laptoptauglicher Sitzplatz, versteht sich. Aber: Kein Tisch. Der wohl trotzdem heissbegehrte Platz ist so ein einzelner, zwei blonden Damen gegenüber, die feindselig auf meinen betippten Weggefährten starren. Klar, ich könnte auch mit so einem nach unten weggesackten Gesichtsausdruck die anderen Reisenden beglotzen :-) aber ich schreibe lieber.

Die Schaffnerin war da und ich habe mir mit eisern reizendem Lächeln eine halbe Auskunft erstritten. Will heissen, ich habe zwar immer noch keine Ahnung, was nun passiert, wenn ich zu spät in Osnabrück ankomme. Aber auf meine penetrante Freundlichkeit hin hat sie mir zumindest zugesagt, dass ich keinen Aufpreis zahlen muss, wenn ich wirklich nach Bremen durchfahren muss. Und die steinernen Damen sind aufgetaut und haben mich in eine angeregte Unterhaltung verwickelt, die ich emsig tippend jetzt wieder versanden lasse. Es ging natürlich um die unzuverlässige Bahn, was sonst? :-)

Jetzt geht es um Laptops - darum, dass so ganz kleine nichts für eine Zugfahrt taugen würden, weil sie nicht so gut aufliegen auf dem Schoss wie meiner (knapp über 2 kg), und dass der Sohn der einen so einen ganz ganz kleinen .. der Beschreibung nach ist es ein Gameboy?! - hat, mit dem man auch “komische Musik” abspielen kann. Und dass es ja eigentlich schön ist, dass es so kleine Computer gibt, mit denen man im Zug schreiben kann. Wenn einen die Leute nicht davon abhalten, indem sie darüber zu reden wünschen, natürlich nur :-)- Eigentlich würde ich jetzt also lieber aufhören und mein Buch lesen, denn den Artikel kriege ich in dieser Kulisse “Abenteuerreisen mit der Bahn” sowieso nicht angefangen. Aber das geht nicht - wie sieht das denn aus? Erst Plätze reservieren und auch beanspruchen, um den Laptop zu nutzen, dann stundenlange Erklärungen geben, dann einpacken und Bücher lesen????!!! Doch, das geht. Habe ich gerade beschlossen :-)))))
*

eine halbe Stunde später
.. und genau diese halbe Stunde hat mein Zug Verspätung. Keine Chance auf Umsteigen in Osnabrück. Ich werde bis Bremen durchfahren. Die eine blonde Dame hat sich zwischenzeitlich in einen endlos langen jungen Mann mit enormen Wimpern verwandelt, der auch einen Laptop mitschleift, eingepackt allerdings. Er hat eine blaue Tasche mit roten Griffen *neidisch guck* aber meine Wimpern sind länger. Jetzt bin ich froh, dass ich bis kurz vor der Abfahrt noch im IRC rumgelungert bin :-))) diese Bahnfahrt ist doch Verschwendung. Langwimper steigt aus, ich habe für 30 Sekunden den Laptop auf den gegenüberliegenden Sitz gelegt, um meine Schultern zu strecken und direkt ist Glubschauge mit leicht vorwurfsvollem Unterton angedackelt gekommen, um diesen Platz für sich zu reklamieren. Mein letzter Chef vor diesem war auch so ein nichtssagender, extrem dicklippiger Brillenmensch - entenlippig, könnte man schon sagen zu diesem extremen Gewülste. Und dann noch diese Brillengläser, die Augen so riesig und wabernd erscheinen lassen, ein Käsebrötchen, das in drei (3) Bissen verschwand und .... taraaaa .. ein Chemiebuch. Alles klar. Ok, das ist ein klitzekleines Vorurteil meinerseits, aber ....

Dienstag, 11. Mai 1999 um 10:00 PM
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