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Eine Strickjacke, ein Hemd, ein Pullover, eine ...


Eine Strickjacke, ein Hemd, ein Pullover, eine Bluse, ein Longshirt und zwei Sweatshirts, zwei Röcke, ein Armvoll Dessous - hurra, ich lebe noch, alle Shopping-Funktionen sind voll aktiv! :-) Es hat sehr gut getan, einfach mal wieder mit einer Freundin aus dem Haus zu gehen zum Shoppen, sich endlich mal wieder den Kleiderschrank neu zu bevölkern - nachdem es die letzten beiden Wochen über doch sehr stressig war und ich seit Januar kaum unterwegs. Am Freitag hat Luisa mir gerade gründlich die Wohnung auseinandergenommen und mitten im gröbsten Chaos klingelte es an der Tür und der Webfehler-Webmaster schaute vorbei. Obwohl ich nach der Nacht ohne Schlaf und dem Fieber sicherlich den Charme (und annähernd auch den Look) einer Wasserleiche aufzuweisen hatte, konnte ich Frank davon überzeugen, mir keinen Krankenwagen zu rufen *g* sondern lieber meinen schlechten - weil viel zu starken - Kaffee zu trinken. Er hat es hoffentlich überlebt ... und ich finde mich langsam damit ab, in letzter Zeit immer auszusehen, als sei ich frisch unter den Laster gekommen, wenn ich im echten Leben auf Onliner treffe.

Am Samstag bin ich dann mit der Digicam in der Hand die Treppe heruntergeknallt, glücklicherweise in einem Jeanshemd, das sich gut waschen lässt (Blut und Dreck *grummel*, die Kodak hat es überlebt, beste Verarbeitung, diese Kamera). Genaugenommen ist es mir langsam egal, ob ich fit genug bin, um Auslauf zu haben, mir reicht es. Wenn ich nicht langsam in Bewegung komme, werde ich bei dem Tagebuchwebring-Treffen in Berlin wie ein Schluck Abwaschwasser in der Kurve herumhängen, und das sehe ich nicht ein. Es wird eben verdammte Zeit, dass ich meinen Kreislauf wieder in Schwung bringe, die Wunderheilung für die Füsse lässt zwar noch auf sich warten, aber trotzdem. Daher werde ich sehen, dass ich täglich mal wieder aus dem Häuschen komme, und sei es nur, um zum Postfach zu fahren. Außer mir kenne ich niemanden, der ins Fitness-Studio nur geht, um mit der Trainerin zu schwatzen :-(

Das erinnert mich an den Krankenhausaufenthalt in 1995, als ich so dermassen am Rad drehte, dass ich mir den Tropf abhängte bzw. selbst hochhielt und im Nachthemd im Taxi nach Hause gefahren bin, um die Katzen zu sehen, Freunde anzurufen und ein paar Sachen zu holen. Immerhin hat mich nur die Nachtschwester erwischt *g* und mit Andrea hatte ich mich schon vorher ein bisschen angefreundet, als sie mich dabei ertappte, wie ich mein Essenskärtchen in der Küche mit ... hm anderen Inhalten füllte. Geschadet hat es mir nicht, im Gegenteil, mir ging es richtig gut, nachdem ich endlich an der frischen Luft gewesen war. So war es auch am Samstag, ich bin zwar erschöpft gewesen, aber schön entspannt. Nein, das lag nicht nur am Shopping! Ich suchte sowieso schon lange einen Grund, die jährliche Entrümpelungs-Aktion für den Kleiderschrank zu starten *grins*

Heute wird viel geschlafen, ein bisschen gemailt, ein bisschen Diary geschrieben (fast fertig) und dann nehme ich mir vielleicht diese CD mal vor, die ich Oliver geschenkt habe und die Elke, die Massage-Frau (Masseurin? Ich komm immer damit durcheinander, was nun politisch korrekt ist, zumindest wenn ich müde bin) haltlos lachend aus dem CD-Player zog, um irische Walgesänge oder ähnliches für die Entspannung während der Behandlung einzulegen. Vielleicht mache ich aber auch einfach mal gar nichts. Ich bin sicher, das kann ich noch.
Einen schönen Restsonntag :-)

Samstag, 19. August 2000 um 10:00 PM
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