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Als ich sagte, dass ich mit einem ...


Als ich sagte, dass ich mit einem zärtlichen dunkelhaarigen Fremden zusammenleben wollte, meinte ich nicht Tomtom, so süss dieser Kater auch sein mag. Und so schön meine Wohnung auch ist, mit ihrer Wendeltreppe, dem runden Flur und dem Marmorfussboden, seit das fliessende Wasser aus der Decke kommt (es ist 01.05 Uhr und es fliesst seit etwa 8 Stunden) mag ich nicht mehr hier wohnen.

Hey, grosser dummer Fremder, der Du mir vorhin eine Mail mit einer Einladung geschrieben hast… die ich gelöscht habe ... ich hab’s mir anders überlegt. Komm’ schnell und hol’ mich, bevor der grosse Tom den Fernseher fallenlässt und wutschnaubend in den Pfützen herumtapst!

03.05 Uhr - Eben ist die Wohnzimmerdecke heruntergefallen. Ich habe meinen Vermieter geweckt, er findet das nicht witzig. Also, ich schon. Seit zwei Jahren streiten wir wegen der Dachrenovierung, und nun hat sie sich einfach so erledigt: Die Decke ist mit einem satten Platsch heruntergeklappt.

05.45 Uhr - Viele Bücher gerettet, den meisten Krempel hatten wir vor dem Einblick ins Dach aus dem Weg geschafft. Was ich für ein Glück habe. Zwar rüttelt mich die Grippe, dafür stehen aber in den Zeitungen heute Immobilienanzeigen.

09.45 Uhr - Es hat nur etwa dreissig Minuten gedauert, bis die Dame der Treuverwaltung begriffen hat, dass ich es ernst meinte. Der Geschäftsführer an seinem Handy hörte sich leicht abgehetzt an, aber was kratzt es mich, ob der nach Dresden fliegen wollte?

14.45 Uhr - Die Jungs (Handwerker) haben sich eine Pizza bestellt und ich lasse mir am Telefon Wohnungen beschreiben. Verglichen mit dem rohen Balkengerüst, das nun meine Wohnzimmerdecke ist (und den tapetenlosen Wänden, an denen mal meine Grafiken hingen) erscheint mir fast jedes Angebot einfach paradiesisch.

17.45 Uhr - Bis morgen früh habe ich nun sogar wieder Strom. Die restliche Wohnung ist nicht zu retten, auch nicht aufzuräumen. Wenigstens hatte mein Chef was zu lachen, als ich ihm erklärte, dass morgen die andere Hälfte des Wohnzimmers fachmännisch abruchreif gemacht wird.

18.15 Uhr - Ich mampfe Bauernsalat mit Schafskäse und sitze an dem einzigen Gegenstand, der noch an seinem Platz steht. Liegt sicher an den ganzen Kabeln. Von einem der Immobilienmakler habe ich mich bereits höflich, aber bestimmt wieder verabschiedet - wollte der Knabe mir doch glatt telefonisch so ein spiessiges Einheits-Reihenhaus andrehen und danach eine Bude in einem “schlechten” Stadtviertel. Die anderen sind handzahm und versicherten übereinstimmend, drei Katzen seien nicht so schlimm wie ein Hund.

Na, dann kann ja nichts mehr schiefgehen :-)

20.45 Uhr - Langsam trocknet alles :-)))) Nein, es war kein Wasserrohrbruch. Es war Frühjahrsüberschwemmung oder so…

Dienstag, 04. Februar 1997 um 11:00 PM
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