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»Somebody said it takes about six weeks to get back to normal after you've had a baby. Somebody doesn't know that once you're a mother, normal is history.«
»There are times when parenthood seems nothing more than feeding the hand that bites you.« Peter de Vries
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Perücke mit Netz
Einen bestimmten verschwurbelten Möbelknopf aus Metall fand ich nur bei Ebay in China.
Der Händler blendete Werbung für allen möglichen Tinnef für 1-2 Euro ein, ich dachte an die Verkleidungskiste vom Kind und sofortkaufte, um das danach wieder zu vergessen. Das dauerte ja auch alles sehr lange, Ebay in China und anschließend 40 Werktage warten.
Der zweite Kauf wurde der Warensendung fast zum Verhängnis - denn als der Mann beim Zoll gefragt wurde “Haben Sie Kunsthaaar bestellt?” verneinte er natürlich.
Irgendwie kommt es mir so vor, als hätte ich diesen Eintrag schon mal geschrieben.
Wir warten. Warten auf den Wiederaufbau unserer Wohnung, warten in der überfüllten Übergangswohnung mit flappenden Nerven, wahrhaft miserablen sanierungsbedürftigen Bädern und ohne brauchbare Küche darauf, dass die Bauerarbeiten wieder aufgenommen werden. Unsere (gesunden) Gäste versichern mir im Chor, sie würden es schon sehr lange unglaublich unerträglich finden in unserer Situation und vergessen: Man kann sich nicht aussuchen ob man wartet, wenn es gebrannt hat. Nicht, wenn man ins Wohneigentum zurückmöchte, was wir nämlich wollen.
Lustig ist, dass gerade die größten Tröten der Sorte “ich kann nicht kacken, wenn der handgebrühte, aus einem bestimmten Dorf in Sizilien stammende Cappuccino nicht die richtige Temperatur hat und plärre auch gerne penetrant über solche Befindlichkeiten ab” uns recht gönnerhaft erläutern, wir hätten ja doch ein Dach über dem Kopf und damit seie die grundsätzliche Versorgung ja gesichert.
Stimmt. Wir haben ein Dach über dem Kopf, und wir sind jeden Tag dankbar dafür, dass unsere Vermieter uns nicht zum Auszug drängen - denn die Übergangswohnung soll verkauft werden (nicht gut möglich mit uns drin und ohne Auszugstermin).
Aber ich bin rastlos eingesperrt in diesem Raum mit Bett, Büro, Balkon, Essecke und Durchgang und möchte jetzt endlich gerne wieder so wohnen, wie auch ich es gut aushalte. Zum Beispiel vermisse ich ganz dringend die Option, das Zimmer zu wechseln, wenn der Husband das sterbende Walross gibt. Zusammengesperrt zu sein, wenn einer Magen-Darm hat, ist auch keine schöne Variante von Mensch-ärgere-dich-nicht und was beispielsweise ein Schwiegermutterbesuch mit Übernachtungsandrohung für Therapiebedarf auslöst, wollt ihr wahrscheinlich wissen, werdet es aber nicht erfahren.
Es wird alles wieder gut, es weiß nur keiner, wann.
Was ich eigentlich sagen wollte: Fünfzehn Jahre Muttertag-Homepage. In diesem Jahr mit zwei Dutzend Interviews, über die ich mich besonders freue, da es sich zu 99% um liebste Kolleginnen handelt - nur ein völliger Muttertags-Fan ist noch nicht aufgetaucht, aber das war ja auch nicht die Erwartungshaltung.
Momentaufnahme von der Baustelle, aktuell
Wenn ganz leichter Wind weht, sieht die Dampfsperre im Kniestockbereich im Wohnzimmer übrigens so aus. Alle bitte einmal aufzeigen, die das ganz OK finden und in jedem Fall so lassen würden - ich meine das ernst, ich würde mir gerne ein paar fundierte Meinungen anhören dazu.
(Dach und Fassade gehören allen Eigentümern, nicht ‘nur’ uns.)
Immer noch Baustelle
Bald sind es zwei Jahre.
Hätten wir ein Bautagebuch gebloggt, dann würden wir wohl täglich der Übertreibung bezichtigt - so viel steht fest.
Der Riss ist übrigens neu.
Mein Flickr-Stream ist recht langweilig zurzeit. Nichts als ... sagen wir mal “Bestandsaufnahmen” dazu.
Pappnasenzeit.
Karneval ist ungefähr so: Rechts und links von mir schunkelt es. Leider in entgegengesetzte Richtungen, so dass ich - wenn ich denn mitschunkeln wollen würde - nicht mal wüsste, wie.
Ich stehe also in der Aufprallstelle der Schunkelwelle und gucke norddeutsch, während um mich herum Hausfrauen im Pauschalkostüm “irgendwie sexy” auftreten und um meine Knöchel herum dutzendweise gartenzwerggroße Kinder die Schlachten aus dem Herrn der Ringe mit Prinzessin, Dinos und Piraten nachspielen.
Ab und zu kotzt ein Harry Potter oder heult Pippi Langstrumpf, während gar nicht als Dorsch verkleidete, sondern tatsächlich so aussehende Männer mit Hilfe von ganz viel Gesöff Anlauf von schräg unten auf meine 182cm nehmen. Ich möchte meinen Arm waschen, sobald er feuchtwarm angepatscht wurde und weiß daher, dass ich nicht veranstaltungstauglich bin. Habe aber nicht immer die Wahl.
Falls mich jemand zur Rede stellt, warum ich nicht verkleidet bin, setze ich reflexartig eine rote Schaumstoffnase auf, die ich vorsichtshalber bei mir trage. Ab und zu sage ich wohlwollend Helau, bevorzugt dann, wenn es nicht unbedingt passt.
Eine Woche noch.
