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Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

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Zwei Sätze über Quark « | » Der Küchenwagen ist da

Vorwärts (der Umzug naht.)

Heute traf ich zum ersten Mal auf eine Maklerin, die eine Wohnung vermitteln soll, die ich gerade gekündigt habe.

Meine erste winzig kleine Wohnung verlor ich über Nacht, da ich einen Mietvertrag unterzeichnet hatte, der Herrenbesuch untersagte. Die zweite kündigte ich und zog dann sofort aus, weil ich einen Job in Düsseldorf hatte und eine Firmenwohnung, die WG-Mitbewohnerin war schon vorher weg. Ein Zimmer in einer Firmenwohnung, die ich fluchtartig verließ, als der 90jährige Eigentümer begann, mehrmals nacheinander nachts lallend und schwankend in meinem Schlafzimmer aufzutauchen, weil er Herrenbesuch notfalls auch handgreiflich untersagte, was ich für nicht so kontrollierbar und auch nicht legal gehalten hatte – vor allem, weil ich nicht wusste, dass er den Zweitschlüssel hatte, nehme ich an.

Danach war ich mit dem Thema »Vermieter aus dem Mittelalter« aber auch komplett durch und kontrollierte weitaus gründlicher, was ich so unterzeichnete. Die Maisonette-Wohnung danach in Ratingen (1km links von hier) bewohnte ich von 1989 bis 1997, anderthalb Jahre lang auch mit einer Freundin, die auf ein frei werdendes Appartment im selben Haus gewartet hatte, viel später stürzte dann die Decke ein und ich wurde entrümpelt, ob ich wollte oder nicht. Seit April 1997 wohne ich jetzt hier (seit 1999 mit Oliver) und habe diesmal zum ersten Mal fristgerecht meinen Wohnraum gekündigt, um einen halben Kilometer nach rechts zu ziehen.

Ich liebe diese Ecke von Düsseldorf, am Rand und gegenüber vom Wald und 5 Min vom See und 7 Min von Ratingen entfernt. Hoffentlich kann ich für immer hier bleiben.

Die Maklerin, und das ist das Erstaunliche, hatte furchtbar viel Angst vor den puscheligen Plüschkatzen. Sie schaute sich eilig um und war sofort wieder draußen, nachdem sie mir noch versichert hatte, sie würde ja am liebsten mich die »Verkaufsgespräche« führen lassen, so warmherzig würde ich von dem Häuschen sprechen. (Und wegen der komplett gefährlichen Knödelkatzen, die neugierig herumschnuffelten, nehme ich an.)

Ja, ich werde diese Wohnung tatsächlich heiß empfehlen - wenn mir die Kandidatin oder der Kandidat gefällt - mit gutem Gewissen. Es ist sehr schön hier in diesem kühlen ruhigen kleinen Haus, die Zimmer sind groß und hell und das Bad wird komplett neu gemacht nach unserem Auszug. Die Nachmieter bekommen vielleicht sogar ein eigenes Stück Garten abgeteilt (das an uns nur verschwendet gewesen wäre), und das große in die Wand eingelassene Bücherregal macht zwar nur Sinn, wenn man auch Bücher hat, aber das würden wir auch dalassen, wenn der Nachmieter es will.

Renoviert haben wir vor 3 Jahren, auch die Türen, wir müssen also nur streichen. Das Häuschen ist wunderbar, aber ich empfinde nur Vorfreude auf die neue Wohnung und werde keinen Blick zurückwerfen, das weiß ich. Das ging mir bisher auch immer so, dass ich nicht zurücktrauern musste, wenn ich ging.

Jetzt schneide ich mir entweder die Fußnägel oder meditiere darüber, dass ich vier Wohnungen gemietet habe in meinem Leben, aus 50% davon wegen Moralmangel geworfen wurde und einmal noch während des Bewohnens kein Dach mehr über dem Kopf hatte. Der normale Schnitt kann das nicht sein.

Es ist kein Stöckchen, ich bin nur neugierig: Wenn jemand erzählen möchte, wo und wie sie/er bisher gewohnt hat und vor allem, warum dann nicht mehr ... das finde ich aus komplett egoistischen Gründen zurzeit sehr spannend.

Mittwoch, 19. Juli 2006 um 09:00 PM
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Manuelles Trackback, war zu lang für einen Kommentar:
http://www.engelchronik.de/engellog/item.php?i=860

Angel  am  20. Juli 2006

Angel: Die Geschichte mit der Maus, die ihr in die Badewanne gesperrt habt! *gg* und dass ihr euch durch die Entfernungen nicht habt schrecken lassen, war auch klar.

melody  am  20. Juli 2006

Da ich diese Trackback-Geschichte nienienie verstehe, nur kurz der Hinweis: das Nicht-Stöckchen wurde gefangen. Hat Spaß gemacht :-)

Frau ... äh ... Mutti  am  20. Juli 2006

Das Häuschen hört sich gut an, ich glaube, ich ziehe um. Alleine (weil mich im Moment mal wieder gewaltig nervt, dass jeder freie Fleck bei uns sofort zugemüllt wird). ;-)
Rückblick auf bisherige Wohnungen ist auch nicht schlecht. Dazu fällt mir auch so einiges ein ...

Ines  am  20. Juli 2006

Ja sowas. Das lässt mich doch glatt auch an alle Behausungen denken. :-) Aber auch für mich ist nicht genug Platz hier im Kommentar. Nette Grüße und *schleppdas’keinstöckchen’raushier*.
Britta

the-sun  am  20. Juli 2006

Da auch bei uns der nächste Umzug bevorsteht, habe ich Dein “Stöckchen” mal aufgenommen: ... und wo hast du gewohnt?

Andrea  am  20. Juli 2006

Schönes Stöckchen. :)
http://fraug.blogger.de/stories/508069/

Frau G.  am  20. Juli 2006

Hallo,

ich hab das Stöckchen auch aufgehoben - da kommen ja richtige Erinnerungen auf :-)

Tschüß

Bine

Bine  am  20. Juli 2006

Hmm… irgendwie will mein Trackback nicht so recht, also dann hier geht’s lang

Liisa  am  20. Juli 2006
Seite 1 von 1 Seiten
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