Zeitsprung

Blogeintrag von unterwegs, Fehler bitte ich zu verzeihen, ich seh nur eine Zeile :-)

Die Erlebnisse, die man mit sich selbst so hat: Eben stieg ich aus der Straßenbahn und stellte nach 50 Metern Fußweg fest, dass ich immer noch mein Buch in der Hand hatte und las. Nun würde ich nicht sagen, dass man in einer Mittelgroßstadt wie Düsseldorf m Straßenverkehr mit schlafwandlerischer Sicherheit unterwegs sein kann, aber immerhin hatte ich noch niemanden gerammt, bis es mir auffiel.

Als Kind war ich immer so unterwegs. Ich erinnere mich daran, im Unterricht unter der Bank gelesen zu haben und wenn der Lehrer mir das Buch wegnahm, holte ich einfach das nächste aus meiner Tasche. Meine Wege durch die Stadt bestanden aus einem zügigen Trott mit Buch vor der Nase und ich weiß noch, dass ich manchmal beim Duschen zwischendurch wieder ausstieg und die nächste Szene inhalierte, dann weiterduschte und später mit dem tropfnassen Buch durch die Wohnung marschierte. Damals kam es mir nicht seltsam vor.

Vielleicht ist es das auch gar nicht. Wie gesagt: Ich habe niemanden gerammt. Zwar stopfte ich das Buch zurück in die Yeti-Tasche, als ich merkte, was ich tat. Und marschiere jetzt aber tippend durch die Gegend. Ohne jemanden zu rammen. Hoffe ich.