»Wer ein ungewöhnliches, verstörendes Frauenbuch schreiben möchte, sollte sich unbedingt eine ku

»“Später, Baby” ist interessant, weil der Roman zeigt, dass auch die Eroberung von Ehemann und Kind - normalerweise der erlösende Endpunkt in der Frauenliteratur - den Heldinnen nur zeitweise Linderung verschafft. Nach einer Weile geht alles wieder von vorn los. Als Mann denkt man: Der Dämon, der diese Romanheldinnen so unbehaust macht, ist womöglich gar nicht die Männerlosigkeit, sondern ihr Narzissmus. Die lieben sich selbst mit so viel Leidenschaft, wo soll denn da in ihrer Seele ein Plätzchen für mich sein?«

Er liebt mich, er liebt mich nicht - Frauenbücher sind Frauensache. Was passiert, wenn ein Mann sie liest? Ein Selbstversuch von Harald Martenstein.
http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,309891,00.html