Das Netz, das wir vergassen zu bewahren

Artikel auf zeit.de: Das Internet, das wir bewahren müssen.

Zu spät. Dieses Net ist gestorben mit den Wichtigwichsern, den Bedeutungshanseln und allen, die Leser mit Fans, Followern und Anbetern verwechseln. Wenn ich lese, dass sich jemand als “Influencer” bezeichnet, muss ich lachen. Aber die meinen das ja alle ernst, sehr ernst sogar. Es ist die Anerkennung, die sie sich gewünscht haben und es wäre unhöflich, das dann zu kommentieren.

Außerdem ist es ja nur meine Version, in der Paralleldimension ist das vielleicht alles gar nicht so flach. Sondern das, was manche Menschen unter einem erreichenswerten Ziel verstehen.

Stille Hoffnung, dass nicht die ganze Menscheit so dumm sein kann wie ihre Kommentare. Immerhin gibt es ja noch den einen oder die andere, die nicht auf Klettverschlüsse setzen müssen, sondern ihre Schnürsenkel gebunden haben. Hoffentlich alleine.

Und natürlich gibt es die Bubble, die Kompatiblen. Und das Drumherum mit den verschiedenen Schwerpunkten, die Menschen (sich) setzen. Meine scheinen mir oft praxistauglich, aber verschroben im Vergleich.

Mir zieht es ja zB immer noch die Zehennägel hoch, wenn begeistertes Networking in erster Linie daraus besteht, das Gegenüber auf Nützlichkeit für die eigenen Zwecke abzuklopfen.

Einfach mal “Nein” zu sagen führt zu erstaunlichen Reaktionen, meistens so eine Art Applaus, WEIL MAN SICH DAS JA DANN VON MIR MITNEHMEN KANN, WIE MAN SICH ABGRENZT.

Ich bin nicht netzmüde, aber leider immer seltener ernsthaft begeistert.