Der Rückbildungsfitness-Kurs 2, vor dessen Intensität man mich bei der Anmeldung gewarnt hatte, entspricht in der Intensität einem Bruchteil dessen, was ich aus Fitnesskursen der Vergangenheit als “gemütliches Aufwärmen” kennengelernt habe. OK, ich schnaufe bei den Übungen, die ins Schnaufen bringen, so wie alle. Aber ehrlich, die Warnung war ein bisschen übertrieben.
Diese Kursleiterin forderte uns nicht auf, mit den Schamlippen zu klatschen, um den Beckenbodenmuskel zu finden - den, der in verklemmteren Kreisen als Mamikursen oft beschrieben wird “den man spürt, wenn man den Urinstrahl anzuhalten versucht” und den doll originelle Mädchen sich gegenseitig beschreiben, weil sie denken, dass sie gut im Bett werden, wenn sie ihn im Aufzug anspannen oder was immer aktuelle Frauenzeitschriften derzeit empfehlen. Ich denke, ihr werdet ihn finden, wenn ihr ihn habt.
Keine klatschenden Schamlippen und kein angehaltener Urinstrahl also diesmal.
Stattdessen bat sie uns darum, sich vorzustellen, wie man “mit da unten” zehn ganz lange Spaghetti in sich hinein hochzieht.
Leider muss ich ehrlich alles zensieren, das mir dazu einfällt. Bis auf »Size does matter« und dass man sich genau überlegen muss, ob man diese drei Worte auf ein T-Shirt druckt. Je nach Location und Platzierung sogar noch genauer.