Thema Raumgreifer, auch Mansplainer oder Belehrbären genannt

Volker schrieb auf Facebook im Rahmen eines (freundlichen) Austauschs über die Meta-Ebene von Feminismusdiskussionen unter anderem “Die Gruppendynamik sorgt dafür, dass Männer, die auch nur kritisch hinterfragen (z.B. wie ich, wenn ich etwas plausibel finde aber nicht völlig verstehe) gleich zu “denen” gehören.”

Einen Teil meiner Antwort möchte ich gerne hier ablegen:

Das Problem, das viele erhitzte Diskussionen über diese schwierigen Themen meiner Meinung nach haben: Immer noch ein weiterer “ergänzender relativierender Fakt”, der von einer Problemlösung wegführt, um das Gespräch über das Problem zu verwässern, fühlt sich nach dem x-ten und xx-ten Mal einfach nur noch supernervig an. Wie ein platzgreifender Mann nämlich, der in einen überfüllten Waggon steigt und alle nötigt, sich mit seinen auseinandergeklappten Knien, Körpergerüchen und der unerwünschten Ansicht auf sein Gemächt zu beschäftigen, weil er wie alle anderen Reisenden ein Anrecht darauf hat, so zu sitzen, wie es ihm behagt. Alle dürfen reisen, alle dürfen reden, er natürlich auch, inhaltlich hat er genau so oft Recht oder Unrecht wie alle anderen auch, aber gefühlt hat man immer diese unangemessen weit ausgeklappten Knie und die sich am Hoden kratzende Pranke im Blickfeld und alles nimmt standardmässig, aber doch unangenehm viel Platz ein und ja, irgendwann NERVT ES NUR NOCH, dass immer ein Mann reinkommt und einem das eigene Problem aus seiner Sichtweise neu erklärt, ob er nun darf oder nicht.