Sports, yes

Unsere Nachbarn sind Marathonläufer und führen eine Statistik über die Strecke, die sie im Jahr zurücklegen. Ich werde nie Marathon laufen, aber ich führe eine kleine Statistik darüber, wie oft in der Woche ich für wie lange den Hintern hochbekomme und mich sportlich betätige. Womit ich tatsächlich sportlich meine und nicht als “Stockente”, wie Frau Nachbarin liebevoll die nur in Scharen auftretenden Nordic Walkerinnen nennt, die einen benachbarten Wald wie unseren komplett durchseuchen können mit ihrem Bedürfnis nach von Stöcken berührter Natur.

Mich gelüstet es sehr nach einem Crosstrainerdings. Ich weiß nicht warum, da ich noch nie einen ausprobiert oder auch nur live gesehen habe, aber bestimmt ist das ganz prima und kann Schmetterlinge im Bauch verursachen, gute Laune machen und für günstige Steuererklärungen sorgen. Immer wenn das innere Kind »haben will« vor sich hin plärrt, ignoriere ich es vollpädagogisch und lenke mich mit dem bereits vorhandenen Trimmrad ab (das zweite seiner Generation und diesmal auch kein Bügelwäscheständer). Das ist ein bisschen wie Kakao trinken, wenn man eigentlich Schokoladentrüffel will, aber noch geht es gut aus.

Wenn sich jetzt aber in den Kommentaren viele begeisterte Crosstrainer tummeln, die in den höchsten Tönen schwärmen, kann ich für nichts garantieren.