So ist das.

Stumme Verwirrung, wenn der Vater in beiläufigen Nebensätzen von einem Kachelmann spricht, der bei ihm in Kanada daheim nebenan das Wetter macht und irgendwann die Erkenntnis: Es ist DER Kachelmann, er wohnt auch in BC und es geht um das Kachelmannsche Wetter. Das ist als Erklärung auch viel besser, als wenn alle Wetterfrösche Kachelmann heißen würden (was zumindest ich sehr irritierend gefunden hätte), man muss es nur erst mal verstehen. So grundsätzlich. Erzählungen von Eltern folgen ja eh den etwas anstrengenderen Mustern.

Als Otf*ied Fischer in Kanada nach “nebenan” eingezogen ist, zog er ungefähr parallel mit seinem Hauptwohnsitz dorthin in Bayern, wo eine Freundin lebt - und die beiden Mails, in denen das beiläufig erwähnt wurde, kamen auch noch am selben Tag, so dass sich in meinem Kopf ein bizarres München-Columbia-Gemisch bildete, in dem die in Bayern lebende Bekannte und die Kanadier Herr Fischer und mein Vater zwei Zäune von Herrn Dall lebten happily ever after. Ohne dass ich zu Besuch dahin gewollt hätte.

Die Lobpreisungen auf das ferne Kanada nehmen bei Vaterbesuchen unweigerlich Ausmasse an, auf die man nicht anders reagieren kann als mit der Frage, warum er es dann überhaupt für Besuche bei internationalen Hinterwäldlern verlässt. Dann wird es kurz ein bisschen lauter im Zimmer und die Katzen heben die Ohren schräg nach hinten und danach kann man friedlich freudig Eierkuchen auch über andere Länder und Themen parlieren.