Rückblick

Ob wir es schon mal bereut hätten, eine Wohnung gekauft zu haben und nicht ein Haus, fragte mich eine Bekannte.

Dazu fällt mir folgendes ein.

Ein paar Wochen nach der Geburt meiner Tochter kam ich sehr erschöpft aus der Stadt und setze mich auf die Bank vorm Haus, bevor ich mein entzündetes Bein nach oben in unser Stockwerk schleifte.

Der Baum über der Bank war kahl, wie immer im November. Ich hatte daher einen guten Blick auf den ersten Stock und konnte unfreiwillig folgendes beobachten:

Die Miteigentümerin bewegte sich herausguckend hinter den Fenstern im ersten Stock. Sie presste dann ihr Gesicht vors Fenster. Zuckte zurück. Riss die Augen weit auf, drückte sich eine Faust vor den weit aufgerissenen Mund und begann, mit dem rechten Arm zu wedeln, um das Herbeirufen ihres Mannes tatkräftig zu unterstützen. Der Mann kam, beugte sich vor. Gegrüßt hat übrigens keiner von ihnen. Dann standen beide im Fenster und starrten mich an, wie ich auf der Bank saß.

Was war die Frage noch mal?

Ach ja. Bereut nicht wirklich. Anders vorgestellt hatten wir uns zwar vieles, aber das ist ja immer so.