Nutty as a Fruitcake

Nutty as a fruitcake, that’s me. Wahnsinnig, völlig besessen. Und dabei sehr vergnügt. Nachdem ich mich noch gut an das letzte Mal in einer Ferienwohnung erinnern kann, habe ich beschlossen, mir diesmal nicht den ersten halben Ferientag für einen Einkauf klauen zu lassen.

Aus Sicht der Betreiber von Ferienwohnungen ist es natürlich völlig normal, dass die Anreisenden den letzten Tropfen Spüli, die allerletzten 5 Blatt Klopapier, nur noch einen Kaffeefilter und ansonsten so wenig wie möglich vorfinden beim Einzug. Die regionale Wirtschaft muss angekurbelt werden, auch wenn es sich um eine der reichsten Gegenden Deutschlands handelt, in der alles absurd teuer ist. Mir persönlich wäre das ja zu blöd, von jedem Gast die Reste wegzusammeln, denn Reste muss es geben: Wer verbraucht in einer Woche eine Flasche Spülmittel oder schleppt 42 Kaffeefilter für 39 Cent wieder mit nach Hause? Scheinbar ist es aber sonst niemandem zu blöd.

Oliver und ich verbrachten einmal eine sehr romantische Woche direkt am Strand der Insel und lernten als Anreisende am Samstag schnell, in einem verbeulten Topf mit nur einer Gabel Nudeln zu kochen und diese direkt aus dem Sieb zu essen. Es war lustig, wir waren satt und den Rest der Zeit sowieso mit Meeresblick im Bett, also war es egal.

Diesmal aber will ich morgens aufwachen und einfach so zum Meer gehen können. Ohne den Gedanken im Hinterkopf, dass der Basiseinkauf noch aussteht – essen werde ich vermutlich die meiste Zeit in Restaurants oder mir eine frische fischige Kleinigkeit mitnehmen, shoppen würde ich also wirklich nur dieses Kaffeefilter-Mülltüten-Grundversorgungszeugs. Und deshalb habe ich (remember: nutty as a fruit cake) gerade eine kleine dicke Tasche mit ein paar Nur-das-Notwendigste-Sachen gepackt.

Klopapier, Kaffee, Kaffeefilter, Spüli, Küchenschwamm, Mülltüten, Suppe, Teelichter, Schokolade, Shampoo, Haarkur, Lakritz, Tee und Kondensmilch. Ich bin so irrational zufrieden, weil jetzt alles viel schneller passieren wird.