Neues Jahr, neues Glück, neue Software, neues Design

Unter der Epidermis meines Blogs wohnt eine frische ExpressionEngine. Bis alles andere umgezogen ist, wird vielleicht noch eine Weile vergehen. Irgendwie ist mir nach den kuscheligen Weihnachtstagen in trauter Zweisamkeit überhaupt nicht nach Freizeitstress zumute, das geht alles auch langsamer.

Muss es wohl auch, denn wenn ich das richtig verstanden habe, zähle ich ab meinem 40. Geburtstag im Sommer zum alten Eisen und kann mir sämtliche Privilegien herausnehmen, die zum gesetzteren Alter gehören. Also auch Behäbigkeit.

Vielleicht verwechsele ich auch gerade absichtlich eingeforderte Privilegien mit angewandten Vorurteilen, aber das ist im Grunde völlig egal. Was Blog-Einträge angeht, so kann man sich sowieso ganz sicher sein, dass man nie richtig verstanden wird und deswegen auch gar keinen Versuch unternehmen sollte, unmissverständlich zu schreiben oder den einen oder anderen kleinen Scherz zu erklären.

Es sei denn, man steht auf exklusive Zeitverschwendung. Kommt bei mir nicht vor. Ich mache einfach gerne Dinge, die mir gut gefallen. Das ist schon alles.

Vierzig werden scheint mir seltsam, irgendwie verfrüht. Falten oder graue Haare hätte ich mindestens erwartet bis zu diesem Zeitpunkt. Oder größere Reife, wenigstens im Umgang mit mir selbst. Ist nicht so. Trotzdem hätte ich diesen Meilenstein ganz gerne schon abgehakt, einfach weil ich ihn ganz gerne erreicht hätte. Wirklich logisch ist das vermutlich nicht, aber mir gefällt der Gedanke.

So etwa ab dem Alter von 36-37 fühlt man sich unweigerlich in der gesellschaftlichen Gruppe »Enddreißigerinnen« erfasst, dazu habe ich schon seit Ewigkeiten keinen vorteilhaften oder auch nur halbwegs netten Vergleich mehr gelesen, ganz im kontinuierlichen Gegenteil - während ich neulich beim Zahnarzt im Blatt zum Goldenen Schrott gelesen habe, wie eine Frau als ‘jung’ bezeichnet wurde, die mit 43 schon in die Wechseljahre kam.

Alles bleibt eben relativ, im Grunde müsste man nur die Lektüre wechseln und hätte so immer das Universum, das einem gerade gefällt.

Aber das ist natürlich kein neuer Trick. Blogger kennen den schon lange.