Creezy hat die Erkenntnis aufgefrischt, dass man für Freunde nicht für lau arbeiten sollte. Schwieriges Thema. Mir kommt es oft so vor, als würde man im Zwischenmenschlichen umso enttäuschender behandelt, je mehr Mühe man sich für jemanden gegeben hat. Aber das ist hoffentlich nur Einbildung oder liegt daran, dass ich gerade heute mal sehr müde bin, was solche Themen angeht und einen frischen Brocken verdauen muss. Der gehört hier aber nicht hin.
Sehr wichtig finde ich es inzwischen, auch bei Gefälligkeiten und Sonderpreisen ein Konzept und ein richtiges Angebot zu erstellen, auch wenn man oft ganz massiv bedrängt wird, “mal eben” eine Summe zu nennen. Schon deswegen, damit nicht Dutzende oder Hunderte von Stunden unter den Tisch fallen und dort liegen bleiben, als Selbstverständlichkeiten mit Füßen getreten. Weil sie nicht wahrgenommen werden, die vielen zusätzlichen Stunden, die es kostet, etwas gut zu machen, das man auch zusammenklatschen könnte. Weil ich die nicht mehr verschenken will, es sei denn, jemand schenkt mir auch seine (und das ist ja doch extrem unwahrscheinlich ...wie sich herausgestellt hat).
Lustig finde ich, dass die dummen Klugschwätzer aus dem Bekanntenkreis offensichtlich so weit verbreitet sind wie andere Viren und Hoaxes auch. Irgendwer hat immer einen halbwüchsigen Sohn oder mit den Nachbarn verwandten Studenten, der mal eben lässig technische Weisheiten absondert und auf kritiklose Anhänger stösst, auch wenn er den größten Dünnpfiff verzapft.