Kein Wort

“... kein Wort über den Säuglingsvater, der dreimal !!! bis oben gerannt ist, um sicher zu sein, dass die drei heil runterkommen. Der versteht übrigens was vom Entwurzeltsein - er ist 94 aus dem Kosovo geflüchtet. Kein Wort über unseren Ghanaer, der sich hier eine kleine Existenz aufgebaut hat und seinem Vater jeden verfügbaren Cent schickt, damit der seinen Arzt bezahlen kann. Und auch kein Wort über den gegenüber wohnenden Rettungssanitäter, der aus seiner Freizeit heraus zielsicher in unseren Keller gerannt ist, um die Hauptgasleitung zu schließen.”

Weil wir nichts davon wussten.

Wir sind rausgestolpert und alles danach ist ein verschwommener Alptraum, der viele Stunden anhielt. Wir wussten das nicht.

Weil wir seit diesem Tag letzte Woche keine Sekunde Zeit hatten, uns darüber zu informieren, was im Haus sonst noch geschah und jedes Mal, wenn eine Sekunde Ruhe einkehrt, passieren neue Sachen, um die man sich kümmern musste, unter anderem zigtausend Dinge, eben damit möglichst schnell saniert werden kann.

Damit die anderen ihre Wohnungen wiederbekommen und nicht mehr durch uns “belästigt” werden, wir rotieren genau deswegen doch so, damit es schnellstens weitergeht.

Und wenn man uns aktiv behindert, geht es nicht schneller.