Kein bisschen überrascht

Das Kind nutzt sein erstes Wort recht souverän.

Schuhe anziehen? »Nein!«
Brei statt Große-Leute-Essen? »Nein.«
Küsse auf die Nase? »Nein! Nein! Nein!«

Dann ein Kichern und ein feuchter Kuss. Mit Zunge und Zähnen. Sage ich zu den ganzen Zähnen auch mal NEIN!, fällt sie vor Lachen um. Ich bin also nicht so sicher, ob das ungelenke Vorgehen nicht doch Absicht ist.

Das energische »Nein!« lässt meist ein leises J mitschwingen, Neijn oder so. Papamp und Mamma sagt sie inzwischen zwar auch. Doch es gibt keinen Zweifel am ersten Wort, am ersten Satz und auch nicht daran, dass sie die Bedeutung kennt. Sie nimmt streng verbotene Gegenstände, schüttelt sie feste und flüstert ihnen dabei leise »Nein« ein.

That’s my girl. Andere müssen erst in Selbstbehauptungskurse, um so gut Nein sagen zu lernen.