Seit es cool ist, uncool zu sein und sich so Applaus heischend wie hierfür nötig verschroben zu geben, finde ich den unausweichlichen Strom von Alltagsbegegnungen noch anstrengender und Smalltalk schwieriger zu bewältigen als sowieso schon.
Sportwagen, weiße Kopfhörer, geplanter Umzug in Bundeshauptstädte oder gleich ein Medienjob: So was kann ich inzwischen bedienen, da bewundert man ehrlich oder höflich und gratuliert eben sogar, wenn es angemessen erscheint. Denn es gibt zweifellos Menschen, für die ein Cabrio, Piercing oder Mac sehr wichtig ist und die können nichts dafür, dass es mir nicht so geht. (Symbolbeispiel.)
Wesentlich schwieriger wird es, wenn der Trend sich dahin neigt, dass offensichtlich uncool das neue Cool ist, aber ohne wohlwollende Anerkennung dessen auch irgendwie nicht auskommt.