‘isch abe gar keine Katze. Glaube ich. ...


‘isch abe gar keine Katze. Glaube ich. Denn ich würde mir doch niemals ein Viech zulegen, das in die neue Samsonite-Tasche kotzt, nachdem ich sie zum ersten Mal feucht ausgewaschen habe. Samsonite ist klasse - robust, durchdachte Features, schöne Farben, angenehme Tragegriff, und hält ewig. Katzenkotze entfernt man mühelos mit etwas Essigreiniger, auch von den Bändern - echt, Samsonite ist wunderbar. Seufz. Danke, Nandi.

Eigentlich hatte ich auf diese Tasche in rot spekuliert, nachdem ich den grossen Koffer und den Kosmetikkübel schon habe. Ausverkauft, klar. Die meisten Taschen haben vorne, hinten und seitwärts Zusatzfächer mit Reissverschluss, tragen den Namen eines wahrscheinlich erfundenen Sportvereins aus Nebraska und wirken wie eine Warhol-Parodie auf einen Ghettoblaster. Nicht so diese namens (nicht lachen) Cancan. Die ist schön, schlicht und ansonsten eben Samsonite. Geknickt schlich ich von dannen, als ich die Auskunft erhielt, dass keine rote Tasche, kein roter Koffer mehr erhältlich war ... und stolperte bei den reduzierten Artikeln inmitten von lauter auf Sportfanatiker getrimmten Taschen-Bustern auf eine schöne ockergelbe ... “Cancan” :-) zum halben Preis! Immer noch deutlich teurer als die anderen Taschen, aber dafür weiss man dann wenigstens, dass sie ewig hält. Misstrauisch beschnüffelt fand sich kein Materialfehler o.ä., und so schleppte ich sie eilig von dannen. Als Ersatzklo für Nandi, versteht sich :-)))) erbrochen hat er sich ja schon. Nochmal seufz.

Der Rückweg führte an einer Boutique vorbei, die eigentlich ein Schild “Achtung Fallensteller” aufstellen sollte. Da fragt man nur mal eben nach dem Preis für ein T-Shirt, und schon wird man genötigt, zwei Blusen und zwei enge schwarze Röcke zu kaufen! Hm. Nun ja, so ähnlich war es jedenfalls. Und ich brauchte die auch. Zumindest den langen Abendrock. Und ich habe kaum schwarze Oberteile, also .... und weil schwarz so trist ist, zum Wechseln mitternachtsblau ... und das wiederum mit dem Abendrock? Och nö, dann lieber kürzer .... tja. Da fallen zwei Paar Schuhe eigentlich kaum ins Gewicht, oder?

Letztesmal endete der Versuch, vor der Abenddämmerung die Firma zu verlassen, beim Friseur. Herrisch verweigerte ich die Veränderung meines Stils zu einer gestuften und gesträhnten “Löwenmähne” (*wuargh*) und verlangte nur, dass die zehn Zentimeter gekappt würden, auf denen ich bereits seit längerem sitze. Herrjeh, wenn ich kleiner wäre als 1,80 m, ich würde aussehen wie ein Shetlandpony mit dieser Haarlänge! Der freundliche Kommentar stammte von so einer klassischen Friseurinnenfrisur (zu oft gefärbt, zu oft gesträhnt, zu kurz geschnitten…..) so aber musste ich nur versprechen, dass ich diesem Friseurladen meinen Schopf vermachen würde, sollte ich mich je so im Still irren, dass ich ihn loswerden wollte. Hm. Irre ich mich oder habe ich danach soviel Shampoo gekauft, dass Aktien von Guhl sinnreicher gewesen wären? Mannomann. Wenn ich unter Stress stehe, sollte man mich wohl nicht in die Innenstädte lassen ...

Tüdelu. Wenigstens gehöre ich nicht zu denen, die bei Einkaufsbummeln Fast Food futtern. Wer weiss, was in dieser ausgelassenen Stimmung dabei rausgekommen wäre *g* Die Läden waren dann auch so hilfreich, schnell zu schliessen und ich kann mich nur damit trösten, dass ich buchstäblich seit Monaten nicht mehr die Zeit für eine solche Orgie hatte ;-) andererseits ist Trost vielleicht nicht das richtige Wort *hehe*

Heute und morgen noch, dann ist endlich endlich endlich Ausschlafen angesagt. Nicht, dass ich schon ein Wort von dem Artikel geschrieben habe, den ich noch abgeben muss, aber “der ist hier drin”, sagen weise und leicht hyperventilierend alle Autoren in amerikanischen Filmen, die in Wirklichkeit noch nicht die kleinste Idee haben .. und klopfen sich an die Schädelwand. Wohingegen ich den Vorteil habe, den sehr wohl in meinem Kopf zu haben. Aber meine Finger machen heute lieber ... tüdelü :-)