Heute insgesamt vier Tagebucheinträge, das ist ...

Heute insgesamt vier Tagebucheinträge, das ist wohl Rekord :-) vorläufig ungebrochener, denn wie ich schon sagte, zum Log soll das hier nicht werden.

Als ich vor einigen Monaten die Entscheidung traf, hier auch aufzuschreiben, wenn es mir schlecht geht, da war mir schon klar, dass ein paar hässliche Gemüter das als Gejammere abwerten würden. Da man sich aber lieber mit netten Menschen als mit albernem Gesocks abgeben sollte, hat mich das nie abgehalten. Ich wusste damals schon, was einige erst jetzt für sich entdecken - und natürlich sind wieder welche dabei, die vorher abgelästert haben und es nun genauso machen: Nämlich die eine Urwahrheit, dass es gut tut, sein Herz auszuschütten. Einfach mal drüber zu sprechen und nicht immer (wie so viele) eine Sonnenscheinchen-Show mit scheinheilig-fröhlichem Geblubber abzuziehen, die sowieso keiner abkauft.

Nun surfst du von rechts nach links und die Verletzlichkeit menschlicher Körper wird dir beim Besuch der privaten Seiten mit ihren persönlichen Berichten grell bewusst. Immunstörungen, Hirntumore, eingeklemmte Nerven, Augenentzündungen, Schlaganfälle, Panikattacken mit Atemnot. Menschen, die Probleme haben, schwach sein dürfen und auch ihre Angst zugeben können. Denn natürlich macht es Angst, vom eigenen Körper im Stich gelassen zu werden, Schmerzen und unerklärliche Beschwerden und irreparable Ausfallerscheinungen zu haben. Im Hinterkopf immer “was, wenn es so bleibt?!”

Dann bleibt es so und man lebt weiter und man wird stärker und lernt, damit umzugehen. Was die Tagebücher und ihre öffentlichen Einträge angeht: Wenn nur eine einzige Mail von jemandem kommt, dem es Mut gegeben hat, mit einem Problem nicht alleine zu stehen, dann ist es eigentlich schon ganz OK.