Heute abend kommt die Journalistin von WDR2 ...

Heute abend kommt die Journalistin von WDR2 - Interview wegen dem Buch - und ich überlege ernsthaft, ob man bei dem Wetter (???) nicht einfach draussen sitzen kann - niemals werde ich es vorher noch schaffen, diese Wohnung in den hausfraulichen Idealzustand zu versetzen, gekämmte Katzen und Haare vorzuweisen und auch noch den Platz um den Computer herum aufzuraeumen.

Na, egal. Ist ja nur Radio. Autoren brauchen halt kreatives Chaos und überhaupt, ich habe Wichtigeres zu tun :-))))

Gestern abend wollte ich ja eigentlich ein wenig aufräumen. Aber dann kamen diese drei Irren mit dem schönen alten Fiat-Cabrio. Sie haben mich einfach mitgeschleift, entführt sozusagen, und in den Wald mitgenommen. Damit ich mich bäuchlings und sonnenbebrillt mit vorgeschobener Brust auf die Kühlerhaube stütze, Hannes an den Ohren kraule und mich dabei knipsen lasse. Wenn Ihr nun denkt “jetzt ist sie aber total durchgeknallt, diese Melody”, dann richtet Eure Beschwerden bitte an Sascha direkt. Der behauptet nämlich, die Plattenfirma wolle Aufnahmen von dem “Act” haben.

Das Demo-Tape von “unserem Song” ist ziemlich genial. Ich höre es morgens im Bad und fürchte jedesmal, es könnte erfolgreich werden *grins* Dass der junge Mann direkt einen Termin bei XXX gemacht hat und diese bisher sehr angetan sind, das gibt mir zu denken. Auch die Fragerei (“Könntest Du Dir eigentlich vorstellen, dies, das und jenes in dem Musikvideo zu tun?”) ist nicht sehr beruhigend. Wie, bitte sehr, soll ich einen Karrierehüpfer als Popsternchen in meiner Alltagsschizophrenie unterbringen???? Oder in meinem “Alltag”?

Na, schauen wir erst mal, was passiert. Nach so einem Tag voller Action, Panic, Power & Satisfaction :-) kommt man spät nach Hause und ist auf einmal völlig ausgebrannt. Auch der Gedanke, dass solche Tiefs nur erlebt, wer auch extreme Höhen kennt, ist dann erst einmal nicht tröstlich. Burn-Out. Bleiern ist der Absturz nach einem Tag des Fliegens…. Und dann? Kommt ein Fax, klingelt das Telefon zehnmal, findet man Mail und öffnet Briefe. Wird man in den Arm genommen, virtuell, telefonisch und real. Freunde, und mehr als das. Auch spät am Abend, auch mitten in der Nacht, früh am Morgen. Wie man sich nach einem dieser geilen, mitreissenden Tage fühlt, wenn man auf einmal das Katzenklo saubermachen und seine Zähne putzen soll ... versteht nicht jeder. Aber wer das versteht, kennt es.
Und ob ich dann in Tränen ausbreche, vor Vergnügen quietsche und durch die Gegend rase, energisch um drei Uhr früh nach einer Lieferung ofenfrischer Pizza verlange oder einfach nur gemütlich fünf bis acht Stunden quatschen will, es ist schlicht OK :-)))