Gleitzeit

Verschlafen. Dann musste das wohl mal sein, ich arbeite ja oft genug abends - und bis zum Termin um 15 Uhr bin ich fit und passend gestriegelt. Für Mails habe ich keine Zeit mehr, und vielleicht ist das gar nicht so schlecht, denn manche Nachrichten hätte ich vielleicht beantwortet, obwohl das meine Zeit verschwendet hätte.

Kurz und energiesparend:

1. Ich habe den Artikel auf Telepolis nicht selbst veröffentlicht oder geschrieben.
2. Wer den Vorfall im Notizblog genau liest, sollte merken, dass es mir nicht prinzipiell um bzw. gegen sog. “Schmuddelkram” ging, sondern vor allem um die Art und Weise, wie Texte ungefragt und kommerziell verwurstet wurden.
3. Ich habe niemanden abgemahnt oder verklagt.
4. Ich habe nichts abschalten lassen.

Amerikanische Wissenschaftler (...) arbeiten übrigens momentan an einem Heilmittel gegen unstillbaren Lesezwang bei Blogs, die man nicht mag. Hab ich irgendwo gelesen. Noch sind sie in dem Stadium »silberne Kugel zwischen die Brauen erlöst von allen Qualen«, doch früher oder später wird es gewiss benutzerfreundlichere Lösungen für Menschen geben, die sich wiederholt mit der Lektüre von jenen Weblogs quälen, die ihnen dann doch nur die Stirnfalten in die falsche Richtung strubbeln.

Das muss sowieso eine merkwürdige Art sein, einen Abend zu verbringen. Ich persönlich finde es viel besser, mit zwei Notebooks und einem Liebsten, einer Handvoll Katzen, Büchern und DVDs auf einem großen Bett herumzuliegen, wobei sich alle Anwesenden und Komponenten meist in einem undefinierbaren Knubbel mittig befinden, unvernünftiges Zeug essen und jede Nacht zu lange aufbleiben, was es noch schöner macht.

Verschlafen ist eigentlich gar nicht so schlecht. Muss aufpassen, dass ich mich nicht daran gewöhne. Jetzt muss ich aber rennen ... die Mails bleiben noch eine Weile liegen, sorry.