Die Wahrheit über BlogSex that Sells

Es stimmt nicht, dass man durch sorgfältiges Vermeiden jeglicher sexueller Begriffe im Blog verhindern kann, dass merkwürdige, experimentierfreudige oder fehlgeleitete Menschen auf der Suche nach virtuell abrufbaren Perversionen vorbeigoogeln.

Es stimmt nicht, dass man als Folgeerscheinung mehr Sex hat, wenn man regelmäßig darüber bloggt, dass und warum man keinen oder wenig hat. Wohingegen man stattfindenden durch Berichterstattungen vermutlich mehren und/oder umverteilen kann. Spätestens wenn die Leser interaktiv involviert werden.

Es stimmt nicht, dass ein gezieltes Verwenden sexueller Begriffe grundsätzlich die Google-Zugriffe erhöht. Garantiert steigen werden jedoch die Bemerkungen anderer Blogger darüber, dass man wohl die Google-Zugriffe erhöhen wolle.

Wahr ist allerdings, dass es absolut nicht anmacht, mit der Goldwaage in einer Hand und den üblichen Bedenkenträgern im Nacken jeden Text daraufhin zu überwachen, ob er zu anzüglich, nicht anzüglich genug oder missverständlich formuliert ist. Und es stimmt auch, dass ich an manchen Mittwochmorgen so ziemlich jedes Thema aufgreifen würde, nur um den Artikelanfang noch drei bis fünf Minuten hinauszuzögern.

Nun reiche man mir bitte den Kopf des verdammten Jamba-Kükens auf einer Servierplatte. Oder wahlweise die Information, ob ich irgendwelche Markenrechte verletze, wenn ich mir eine leicht verfeinerte Abbildung von dem Biest mache, auf der es blutdurchtränkt von einem Pfeil quer durch die Brust oben auf meine “Target”-Zielscheibe genagelt wurde. Das ist dann doch wohl ein neues Kunstwerk, oder?!