Datenschutzdings

So dämlich sind Datenschutzerklärungen vielleicht doch nicht, denn man kann nur gegen etwas Einspruch erheben oder etwas als unzureichend empfinden, das es auch gibt.

Finde ich plötzlich, nach dem Auffinden einer Mail im Posteingang, in der mir ein Online-Versandhandel detailliert mitteilt, welche Artikel ich an welchem Tag (vor Ewigkeiten) dort in den Warenkorb gelegt habe - man möchte nun gerne wissen, warum ich denn nichts gekauft habe, wo ich doch offensichtlich damals Produkte fand, die mich interessieren?

Warum wohl, weil ich nicht über Paypal bezahle natürlich.

Diese Mail ist eine Frechheit, wenn auch nicht aus Sicht des Unternehmens, die würden natürlich gerne alles und jedes über “ihre” Verbraucher wissen und scheuen offensichtlich vor gar nichts zurück, um an Informationen über ihr Verbesserungspotenzial zu kommen. Aber ist das mein Problem? Muss ich deren Arbeit machen? Interessiert es mich, wie sie ihren Shop verbessern? Nicht die Bohne.

Aber die sofortige Löschung meiner Daten (und nicht abgeschickten Warenkörbe) dort habe ich angefordert und auch keinen Zweifel daran gelassen, wie unangenehm mich diese Mail berührt hat.

Ich hätte es noch verstanden, wenn mich eine Person angeschrieben hätte und nicht “das Team von ...”, und wenn man mich einfach so gefragt hätte, statt mir vorzuführen, wie schön detailliert man die Kunden in diesem Shop speichert und nun meine (alte! uralte!) Fast-Bestellung einfach mal so durch die Gegend schickt.

Aber nicht so.