Countdown, jedenfalls fast.

Da stand ich dann im Baumarkt, um Olivers Farbwunsch fürs Schlafzimmer zu erfüllen und prallte frontal auf die deutsche Service-Wüste.

Widerwillig bockend beriet mich die Dame der Farbabteilung (und mir ist es gerade mal sehr egal, ob die auch einen langen Tag hatte, sie hätte mich trotzdem nicht viermal nacheinander zu “Schöner Wohnen Farben” schicken müssen, wenn es dort nur die sehr übersichtliche Trendfarbenkollektion gab).

Ich hörte zu und überlegte die Vorschläge. Taubengrau wollte ich, Betongrau sollte ich. Lebendiges Petrol suchte ich, stumpfmattes wurde mir vorgeschlagen. Ein tiefes Blau mit einem Grünstich wünschte ich mir, ein lasches Aqua fand sie schöner.

Dann dachte ich: “Was soll der Scheiss? Ich zahle doch jetzt nicht einige hundert Euro für Wandfarbe, um dann in Hektik und Zeitnot Farben aufzubringen, die nur ein Kompromiss sind” und ging.

Zum Glück gab es die Kinderzimmerfarben, die gewünschten. Sie sind sowieso die wichtigen.

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Später am Abend stellten wir fest, dass versehentlich schwarze Kantenfliesen statt der grauen verlegt worden waren. Ein falsch gekaufter Karton offensichtlich, die anderen waren grau.

Man muss zweimal den Lichtschalter betätigen im Flur, bevor auch bei uns das Licht angeht.