Bloggen von unterwegs

Ich bin ein aufgeschlossener Mensch. Manchmal. Manchmal auch nicht. Was ich zum Beispiel nicht hören möchte: Mit extrem weit aufgerissenen Augen herumguckendes Lockenmädchen sagt strahlend »Hach, das hat ja geklappt - ich mach das nämlich zum ersten Mal«, wenn ich gerade zum x-und-drölfzigsten Mal diesen Monat Blut abgenommen kriege und sie eine Nadel in meine Vene geschoben hat, die irgendwie so quer stakst statt wie sonst. Niedlich. So toll hat das übrigens trotz mehrfachem Umstecken der Nadel dann doch gar nicht ‘geklappt’, aber ich stehe ja darauf, wenn man in den Venen so ein bisschen rumstochert, vor allem in denen oben auf der Hand. Zur Rache habe ich ihren Kittel reinigungsreif getropft, vermutlich auch etwas, das so nicht geschehen sollte im großen Krankenhaus am Rande der Stadt.

Aufatmen weil vorbei gilt aber nicht, denn morgen ist wieder Endokrinologen-Termin. (Leider sind eure Comments zu diesem Eintrag verloren gegangen beim Software-Wechsel, ich erinnere mich noch gut daran.)

Jetzt wieder in die Straßenbahn, eingehüllt werden vom Geruch der Mitmenschen.