Man hat mir gesagt, nachdem ich Reaktionen in einem anderen Blog anstrengend fand: »Wenn du weder beraten noch diskutiert werden willst noch Comments erhalten willst, die zeigen, dass du völlig missverstanden wurdest, dann musst du dir eben sehr viel mehr Mühe mit dem Ausformulieren von Beiträgen geben, damit kein Raum für Fehlinterpretationen bleibt und dann musst du auch immer ausdrücklich dazuschreiben, dass du keine Tipps benötigst oder willst und im Text musst du dann ergänzen, wie du selbst die Situation auflösen wirst, von der du gerade schreibst, damit den Lesern keine Fragen offen bleiben.«
Meine Antwort ist recht kurz ausgefallen: »Nein.«
Mal angesehen davon, dass ich gar nichts ‘muss’ ... ganz ehrlich: Ich könnte auch in die Bretagne ziehen und den Rest meines Lebens der jährlichen Herstellung einer kleinen Menge edler Konfitüre widmen, deren erlesene Qualität die aller anderen Brotaufstriche weltweit schlägt. Dann käme aber auch irgendwer angepopelt und hätte lieber Nutella oder handgeklöppelte mariniert-kandierte Sardinenscheibchen, würde mich für einen Konfitürenkonzern auf dem Weg zur Konfitürenweltmacht halten oder darüber diskutieren wollen, wieso ich nicht lieber die süßen kleinen Robbenbabys rette. Es ist im Grunde egal, ob man sorgfältig schreibt oder beim spontanen Bloggen bleibt (ich), irgendwer wird es immer falsch verstehen, irgendwer wird immer denken, es sei als Diskussionsforum gemeint, irgendwer wird dich immer ungefragt beraten und irgendwer wird immer beleidigt sein, weil er sich angesprochen fühlt, obwohl er es nicht ist und irgendwer ist auch immer dabei, der Ironie und Satire bitterernst nimmt.
Da kann ich auch nicht helfen.