Besten Dank für den Hinweis.

Ich hab da so ein Handy. Viele Jahre schon. Einmal wollte ich die Rufnummer wechseln, um auch das Mobiltelefon zu reinigen von Verbindungsfehlern, die ich nicht länger speichern wollte, ansonsten läuft der Vertrag eben durch und alle zwei Jahre suche ich mir ein neues Gerät aus.

Alles stressfrei. Dachte ich. Vor zwei Jahren hatte ich die Konditionen falsch verstanden und wurde von einem Hotline-Teenager dumm angepampt, das merkte ich mir dann zwar schon, denn man wird ja als Kunde generell nicht gerne wie ein Idiot behandelt. Schrieb mir das nächste mögliche Kündigungsdatum daraufhin in den Terminkalender.

Das wäre aber nicht nötig gewesen, denn seit zwei Monaten terrorisiert die Hotline des Anbieters uns bis zu fünfmal am Tag mit ihren Verkaufsanrufen. Jedes verdammte Mal, wenn »keine Nummer« angezeigt wird, will sich so ein Franz mit mir darüber unterhalten, dass bald meine Vertragsverlängerung ansteht und so gehe ich inzwischen nicht mehr dran.

Das Datum nähert sich nun, die Anrufsfrequenz steigt ins Dramatische.

So ergab sich dann eben folgender Dialog:
»Guten Tag, mein Name ist Sabbeldepp von Blabberblupp, ich rufe an, weil in x Tagen Ihre Vertragsverlängerung ansteht!«
»Wieso, ich dachte, dass ich nach den festgelegten 24 Monaten jederzeit kündigen kann, wenn ich kein neues Handy nehme, dann ist das doch nicht so dramatisch für Sie oder mich, dass die Frist jetzt endet, das kann man doch so laufen lassen?«
»Neiheiiin, so ist das aber NICHT

Er erklärte mir dann des Ausführlichen und Überbreiten, dass sich der Vertrag automatisch verlängert und ich dann y Monate Kündigungsfrist habe, also im Grunde alles arg ungünstig für mich aussieht, wenn man das mal genauer betrachtet … und ich wartete in aller Ruhe ab, bis er mir zu Ende erklärt hatte, dass mein Vertrag jetzt verlängert werden könnte. Dann fragte ich ihn, wann der Vertrag denn genau abläuft. In x Tagen, meinte er.

»Das ist prima, dann kündige ich jetzt. Vielen Dank für den Hinweis, sehr zuvorkommend. Das Fax geht gleich raus, ein Einschreiben folgt.«

Schönen Tag noch, Klack. 

So hat er sich das Gespräch vermutlich nicht vorgestellt.