Alles ist prima

Nach all den Jahren kann ich immer noch sehr schön zusammenzucken, wenn in einen meiner Einträge irgendwas hineininterpretiert wird, das dort nichts zu suchen hat. Ich schreibe »es wird schon gut ausgehen« und ernte praktisch sofort eine besorgte, ja nahezu beruhigende bis aufmunternde Mail. Die mich völlig verwirrt, denn ich meinte den Kuchen. Und nur den.

Geheimnisvolle Parallelandeutungen würde ich gegebenenfalls als solche kennzeichnen. Ich würde dann also so etwas schreiben wie:

»Es wird schon gut ausgehen für den Kuchen. Auch ein anderer Vorfall, der mich beschäftigt und mir eine schwammige Andeutung wert ist, obwohl ich mir lieber die Fingerspitzen abhacken als ihn vernünftig ins Blog schreiben würde, wird sich gewiss zu einem guten Ergebnis bringen lassen. Diese Zuversicht – wenn auch nicht die Sachlage - möchte ich mit euch teilen, auch wenn ihr damit gar nichts anfangen könnt. Gerne nehme ich im Kommentarformular mitfühlende und einfühlsame Äußerungen entgegen, vielleicht errät ja doch noch einer, worum es geht.«

So würde ich das handhaben. Versprochen.

Update: Der Kuchen ist ein dummes Beispiel, wenn auch aktuell. Viel mehr Eindruck hat es damals auf mich gemacht, als ich im Blog schrieb, ich würde mich “von Ballast befreien” und daraufhin gleich drei eifrige Herren mailten, sie hätten sich ebenfalls neulich getrennt und man könne sich ja mal zusammenraufen. Öh ... das war nicht wirklich das, was ich gemeint hatte. Ich hatte den Keller entseucht.