Again.

Wie ich soeben per Mail erfahre, möchte sich jemand aus meinem weiter gefassten Onlinebekanntenkreis mit denselben (Webdesign- bzw. Informationsdesign) -Dienstleistungen wie ich selbstständig machen (im selben Postleitzahlbereich obendrein) und dachte, wir könnten uns ja mal zusammensetzen, damit ich ihr erkläre, wie das so geht und was man da so macht “wenn ich mir erst mal genug CSS-Kenntnisse beigebracht habe” und wann ich denn mal Zeit hätte. Jetzt weiß ich auch, warum sie so nett und lustig ist und so supi süß einen auf Networking macht, wobei sie ja nicht zusammenarbeiten will, sondern nur Wissen abziehen.

Seufz.
-

Vor ein paar Wochen war ich zum Mittagessen eingeladen und stellte nachher fest, dass ich die ganze Zeit während unserer Mahlzeit unbewusst darauf wartete, wann “es” denn endlich losgehen würde:

Das scheissöde Gelaber über die Bedeutung von Blogs und Blog-Elit_e, das selbstreferenzielle Website-Wichtigkeitsgeblubber oder das Angebot, in dieser oder jener Sache zusammenzuarbeiten, zu coachen oder zu beraten. Wie bei einem im Lagerverkauf verbliebenen Gadgetgirls mit Bundeshobby ‘heimliche zukünftige Bestseller schreiben’, das den zünftigen Abgleich mit mir für ihre preiswerte Seelen-Wellness sucht, oder Blogger, die sich von einer offline Verknüpfung einen online Effekt versprechen.

Ich bin schon so sehr daran gewöhnt, in Gesprächen von ‘neuen’ Verknüpfungen über das Netz entweder zu erfahren, wie ich ihnen von Nutzen sein kann oder zumindest gefragt zu werden, wie man im Web ‘bekannt’ wird und ähnlichen Ego-Müll, dass mir fast die Tränen in die Augen stiegen, als ich bei Kaffee und Dessert endlich begriffen habe:

Das war ein ganz normales, nettes, freundschaftliches Treffen zwischen Menschen, die sich anfreunden könnten oder wollen.

Sie mochte mich einfach nur gut leiden.