Ach so.

Es muss nicht immer Spam sein, wenn man Mails mit Einladungen zu Swingerpartys bekommt oder Menschen sich plötzlich über das ach so angesagte Hobby »do it yourself SM für die selbstgefühlte Elite« austauschen möchten.

Manchmal hat man einfach nur einen Namensvetter, eine Namensvetterin und Pech mit deren Mailadressenwahl ... und dadurch Einblicke, die man nicht haben möchte.

Denn gibt es etwas Langweiligeres als Leute, die ihr Sexleben für ganz ausgesprochen originell halten und sich darüber im Rudel austauschen wollen? Ja: Leute, die ihr Sexleben für originell halten, sich darüber in festgetackerten Szenen rudelmäßig austauschen wollen und auch noch ausgerechnet »Spießer!« brüllen, wenn man der zelebrierten

Verblödung

Ritualisierung und Vereinsbildung im Intimleben nicht eilfertig applaudiert.

Nahezu beneidenswert. So ein simples Bild der Welt hätte ich auch gerne mal.

Vielleicht nächste Woche, Samstagnacht zwischen 2 Uhr 30 und 4 Uhr früh, da könnte ich das unterbringen.

Auf die Mails werde ich jetzt nach fünf vergeblichen Abbestellungsversuchen antworten, dass ich total gerne komme (haha hihi) und mich darüber freuen würde, wenn ich eigene Musik mitbringen dürfe, unser Schützenverein habe jetzt ein eigenes Label. Ob die anderen lieber Streuselkuchen oder Bienenstich mögen und dass ich einen tollen Latexreiniger gefunden hätte, mit dem man den ganzen Siff auch wieder aus den Klamotten kriegt.

Irgendwas sagt mir, dass engagierte Hausfrauentipps mich schneller von diesem Verteiler wieder runterkriegen als meine schlichte Bitte, die Verwechslung zu reparieren.