Heute haben wir Geburtstag :-) Außerdem wird der Haushalt auf Wireless umgestellt. Vor DSL war ISDN, davor ein Modem. Ein sozusagen wegweisendes Modem, das ich in einem Literaturwettbewerb gewonnen habe, noch bevor ich einen PC besaß - Wettbewerb einer Firma, für die ich jetzt freiberuflich schreibe. Seltsam, dass etwas Modernes wie eine Funkverbindung so nostalgisch machen kann :)
Vor 8 Jahren:
30, ledig, zwei Katzen, erstes Buch veröffentlicht, fest angestellt, gerade genug HTML, um extra Milch zum Frühstück zu bestellen und fest entschlossen, nun bald auch eine Website zu haben. Wie die Jungs. (Mädchen gab es in jener Phase kaum welche, denen der “Göttergatte” nicht die Seiten bastelte.) Der erste Eintrag am 21. Juli 1996 kurz vor Mitternacht, mit dem File-Browser von America Online, für den man alle Dateien seiner Homepage einzeln manuell angeben musste und der dafür sorgte, dass man jede Datei auswendig wusste. Auch wenn es sehr schnell einige Hundert waren.
8 Jahre im Verlauf.
Processing Data: Älter, reifer, zufriedener werden. Die Internet-Seite samt Diary ebenfalls. Frei Schnauze schreiben und prompt gleich von mehreren Verlagen kontaktiert werden. Meine private Weblog-Wertschöpfungsverkettung: Kolumne in PC-Zeitung, Fachbuch über Website-Erstellung, zwei Jugend-Sachbücher und immer noch, immer wieder und stets sehr gerne freie Mitarbeit PCgo! und Internet Magazin. (Jeder Blog-Autor, der erfolgreich/beruflich schreiben möchte, hat ja in gewisser Weise ein Business Blog. Hehe.) Viele Veränderungen, besonders im letzten Jahr habe ich erfolgreich viele/s hinter mir gelassen und es fühlt sich richtiger so an als je zuvor.
Nach 8 Jahren:
38, verheiratet mit dem perfekten Geek, immer noch die 2 Katzen, freiberufliche Technik-Autorin und mehr als zufrieden damit. Weblog-mäßig von Handcodierung auf Blogger.com (2000) über Pivot (2002) zu pMachine (jetzt) gewechselt, inzwischen im Besitz von fünf bis neun Weblogs, eins auf Englisch, und ein Wiki. “Webloggen” macht süchtig, aber das legt sich auch immer mal wieder - ich jedenfalls habe es nie bekämpft, sondern folge einfach dem Wellengang. Hauptsache, ich renne nicht situationssondierend durch den Tag, um Blogstoff zu finden - sondern lebe.
Bloggen ist momentan nicht weit oben auf der Prioritätenliste, aber das macht nichts bzw. kann mich ja jederzeit auch wieder mehr interessieren. Eigentlich sollte ich hier nun aus ‘Gründen’ für die nächsten Monate einen inhaltlichen Richtungswechsel machen und hier bequem meinen Content, meine Links verwalten. Aber ich mag mein Mischmasch, mein privates kleines Weblog hier und will auch gar nicht auf irgendwas festgelegt sein. Daher werde ich Notizblog.de reaktivieren (noch nicht) und ggf als Seiten-Ticker einfließen lassen wie einen klassischen Linkdump, vielleicht aber auch einfach als weiteres Blog behalten.
Feine Vorwände für ein Re-Design. Aber nicht heute. Nicht diese Woche, vielleicht nicht mal in diesem Quartal :-)
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Acht Jahre also.
Ich habe nie darüber nachgedacht, wie lange ich online schreiben/bloggen will und werde das auch zukünftig nicht tun. Es freut mich, dass ich bloggende und auch relativ viele nichtbloggende Leser habe, die buchstäblich vom ersten Tag an dieses Weblog verfolgt haben und mit denen ich immer noch in Kontakt stehe und dass trotz meiner Verweigerung der Monothematik immer mal wieder jemand Neues hierhin findet, der/die mich gerne liest. Es gibt sogar Fremde, die sich nicht dadurch verscheuchen lassen, dass ich ihnen ebenso unverblümt und direkt antworte, wie sie mich in den Comments ansprechen :-D
Ebenso finde ich es schön, dass die Wellenbrecher immer noch was zu schwappen haben und genieße es, wie viele Bekanntschaften sich nun schon über ein halbes Jahrzehnt halten. Gelesen werden ist und bleibt einer der wichtigeren Gründe fürs Schreiben.
Danke.