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Der Horror « | » Beruhigend monoton

Wasserschäden

Irgendwie kommen mir zurzeit nur noch solche Gespräche unter. Gerade eben schon wieder so ein extraterrestrisches älteres weibliches Wesen am Telefon, die mich zunächst allen Ernstes lautstark einige Minuten lang auslachte (!), weil ich eine Blechwanne als Auslaufschutz für die Waschmaschine suchte - mich dann tatsächlich fragte, wie ich denn auf so eine alberne Idee käme - und auf meine Erklärung hin, dass es diese Wannen in anderen Ländern bereits fertig zu kaufen gäbe und diese Idee also nicht alleine meine sei ... noch lauter lachte und dann meinte, ich könne mir die dann doch aus den anderen Ländern schicken lassen. Begründung “Ham wa noch nie gemacht”.

Ja, sicher. Das verstehe ich. Wir alle arbeiten schließlich unser Leben lang immer an derselben Aufgabe, die sich niemals weiterentwickelt oder anderen Anforderungen genügen muss. Nur frage ich mich, wieso man dann behauptet, “alle Anforderungen zu erfüllen” und sich unter Blechbearbeitung und Massanfertigungen auffinden lässt. Vielleicht rufe ich einfach noch mal an und entschuldige mich dafür, dass ich einen Auftrag vergeben wollte. Sind schon irre lästig, potenzielle Kunden.

Oh ja. Der nächste Mensch am Telefon erklärte mir auch sofort, was alles NICHT geht. Ich werfe mich jetzt auf die Knie und bete zu den Göttern von Bit und Byte, dass ich mich niemals in meinen eigenen Abläufen so verkalken möge.

Dienstag, 27. Juni 2006 um 09:17 AM
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Was hat das mit Wasserschäden zu tun? Mit potentiellen, ja. Aber ansonsten scheinen hier multiple andere Schäden vorzuliegen. *hihi* ;-)

Sebastian  am  27. Juni 2006

Ach, den Wasserschaden hatten wohl die. Du weißt ja, wie dement man wird, wenn man konsequent zu wenig trinkt :-)

Und die Auffangwannen habe ich bei Ebay ergattert, für einen Bruchteil des Preises, den die Blechmenschen mir nannten.

melody  am  27. Juni 2006

Ham wa nich! War doch der Standardsatz der Ex-DDR, nur hatten sie viele Sachen wirklich nicht. Bei uns ist dieser Satz das Pseudonym für ‘keine Lust’. Was ich faszinierend finde, willst Du Dich heute selbstständig machen, mußt Du es nur mit Nischenlösungen machen: damit wird man heutzutage wirklich erfolgreich, weil man viele Menschen damit wieder glücklich machen kann. Die Großen können nur noch 08/15, vielleicht ist’s auch verständlich. Sonderlösungen können ja nicht ins Warenwirtschaftssystem eingepflegt werden bzw. nur unter größerem Aufwand. Wat soll man machen, wenn einzig die Rechnungsstellung einem Unternehmen schon 40 Euro kosten? Da willste wohl dem Kunden nicht mehr die Wünsche vom Telefonhörer ablesen.

Vor zwei Wochen hat eine Freundin von mir ihr Auto etwas geschrotet. Ein Peugeot 106 si, also ein Gefährt mit einer Karrosserie die es nicht an jeder Ecke gibt. Im Vorfeld (das Auto hatte eine Woche vorher einen Unfall und beim zweiten war sie auf dem Weg in die Werkstatt) wurde eine Motorhaube für das Auto bei P. bestellt. Die haben wir dann sofort abbestellt nach dem zweiten Unfall, sie ist auch noch nicht von der Werkstatt abgeholt worden: Peugeot weigert sich die Bestellung zu canceln und zwingt uns nun zum Kauf einer Motorhaube für ein Auto, das es (theoretisch) nicht mehr gäbe. Nun wird das Auto in eigener Regie wieder aufgepäppelt, aber kauft der Mann die Ersatzteile bei Peugeot? Nö. Er kauft sie online, z.T. bei eBay, zahlt 30 % weniger und hat per Fernabfragegesetz ein Rückgaberecht.

Die dienstleisten sich doch alle selber ins Grab, die Unfreundlichen!

creezy  am  27. Juni 2006

Creezy: Keine Lust, klar. Wie gefährlich für ein Unternehmen diese widerlichen alten Kutschergäule doch sind, die mindestens jedes vierte Sekretariat verpesten, Empfangszentralen verseuchen und konsequente Vertriebsverhinderung betreiben, weil ihre eigene Vorstellungskraft gerade mal bis zur nächsten fritierten Dauerwelle reicht.

Ob die Unternehmen Lust hätten, ist dann gar nicht mehr die Frage, die Kalkhyänen sorgen schon dafür, dass die Kunden keine mehr haben.

melody  am  27. Juni 2006

Wollen wa nicht das ‘kill die empfangsbraut’-T-Shirt entwerfen und verticken?

creezy  am  27. Juni 2006

Naja, das ginge ja nur, wenn es ALLE wären :-) es gibt ja auch ganz tolle. Nur ziehe ich die olle Sorte quasi magisch durch den Telefonhörer an.

Es ist schon so weit, dass man keine Lust mehr hat, irgendeine Hotline anzurufen, wenn man nicht unbedingt muss.

melody  am  27. Juni 2006

Och, die Überhand ist schräg drauf hinter dem Tresen. Das liegt mitnichten an Deiner besonderen Anziehungskraft, damit brauchste Dir das nicht schön lüge und Dir selbst die Schuld geben. Ehrlich nicht!

Ich war Donnerstag zum ersten Mal bei einer Ärztin. Hätte mir die nicht jemand ans Herz gelegt, alleine wegen der dummen Anmache der Arzthelferin war ich drauf und dran wieder zu gehen. Doch, ich glaube, so ein Shirt könnte Furore machen … ;-)

Und Hotlines, da kommt ja noch das Problem hinzu, dass dort spezifische Anfragen ja nicht bearbeitet werden können, sondern der Mitarbeiter einzige geschulte Kompetenz ist durchschnittlich nett zu sein und dem Kunden zu sugerieren, er sei nur zu blöd.

creezy  am  27. Juni 2006

Du machst gerade meine Hoffnung zunichte, dass die Neandertaler vom Staate “Dashabenwirnochniesogemacht - Dasmachenwirimmerso” irgendwann aussterben würden.
Schnief.

Petra  am  27. Juni 2006

Petra:
Dieser Stamm wird auch einen 3. Weltkrieg überleben.

Jens  am  27. Juni 2006

@melody: die zitierten “kutschergäule” sind dann wohl auch der grund, warum viele unternehmen gleich die schotten runterlassen, wenn man sich als sekretärin mit 40 oder älter wo bewirbt. damit schaden die also nicht nur ihrer firma, sondern auch ihren kolleginnen. :-(

limone  am  27. Juni 2006

Liv: Wenn ich in die Lage kommen würde, mich mit 40+ als Sekretärin zu bewerben, würde ich meine Bewerbung beginnen mit »Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit bewerbe ich mich um die von Ihnen ausgeschriebene Position als Geschäftsleitungsassistentin. Bitte lassen Sie sich nicht von meinem Jahrgang schrecken, ich bin nicht nur optisch gut erhalten, sondern habe auch darauf verzichtet, mir die zähen Manieren und das abgestumpfte Verhalten langjähriger Postkutschengäule zuzulegen. Mit mir stellen Sie eine frische, freundliche und kundenorientierte Mitarbeiterin ein, die statt Ermüdungserscheinungen Erfahrung zu bieten hat.«

melody  am  27. Juni 2006

hehe, klingt irgendwie gut! :-D

limone  am  27. Juni 2006

Hi,

da sind doch bestimmt jede Menge Blech und Alu-Buden in deinen gelben Seiten. Also kurze Gespräche führen:
- du können Wanne machen ?
- aus Alu ?
- mit den Maßen ?
- Preis ?

nich ?
und tschüss zum nächsten

Mein Fazit: es geht allen noch viel zu gut.

Lutz

Lutz  am  28. Juni 2006

Lutz: Neun Firmen habe ich angerufen. Eine (!) war halbwegs normal und höflich, die wollten 100 Euro. Ich habe die Wanne dann aus Plastik für 20 Euro bei Ebay gekauft.

melody  am  28. Juni 2006

Nur leider sind es diese 88,9 Prozent der Handwerkerschaft, die sich dann lauthals beklagen wenn die Kundeschaft wegen so einem Verhalten zu serviceorientierteren Polen, Türken etc. gehen oder es dank Heimwerkermärkten gar selber machen.

marcc  am  29. Juni 2006

Marcc: Ja, klar. Ich finde es sehr unverständlich, wie schwierig es ist, jemandem einen Auftrag zu erteilen, auch wenn man schon genau weiß, was man will. Sehr ermüdend, und nicht nur bei solchem Kleinkram. Vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass der Ehrgeiz einfach nachlässt, wenn man sich etabliert hat.

melody  am  29. Juni 2006
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