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Der letzte Tag im Februar - dieser ... « | » Das Meer ist einfach wunderbar, wenn es ...

Schmerzende Füsse sind in meiner Währung Zeit ...

Schmerzende Füsse sind in meiner Währung Zeit für Bücher ... so schreibe ich Euch schnell noch über das Buch, das ich gestern gelesen habe, während Napster mir “The Mad Lady and me” von Christy Moore aus dem Web zieht.

Meera Syal - Life is’nt all ha ha hee hee. Die Geschichte von drei Frauen indischer Abstammung, die in London aufwachsen und jede für sich und gemeinsam mit den anderen ihre kulturellen Wurzeln mit dem Leben verweben wollen, das sie sich wünschen. Die Erzählung umfasst nicht die gesamte Entwicklung von der Kindheit an, sondern ungefähr ein Jahr, in dem alle drei so Mitte 30 sind und beginnt mit einer indischen Hochzeit. Wieder ein Highligt auf der Bücherliste, also auch wieder ein Buch, dessen Inhalt ich hier nicht seziere - sonst hat ja keiner mehr was davon, diese Welt aus Seide, Gewürzen und Emanzipationsgedanken zu entdecken, sich mit der Handlung zu verknüpfen und auch dem Teppich der Gedanken in ein fernes Land zu fliegen, das teilweise in London liegt ;-)

Man könnte meinen, dass ich nun einen Stapel Bücher “abarbeite”, die sich mit mir fremden Kulturen beschäftigen und inzwischen eine Stufe erreicht habe, bei der es um die Integration in eine westlichere Welt geht ;-) aber so ist mein Leseverhalten nicht: Ich habe dieses Buch gewählt, weil ich die Autorin aus einer englischen Comedy-Serie namens “Goodness Gracious” kenne, die teilweise recht derbe Witze um die indischen Bürger von England (Einwohner? Kolonialabkömmlinge? In England lebenden asiatischen Engländer? Wo sind meine Vokabeln???) und das Aufeinanderprallen der beiden Kulturen reisst. Das hat nichts mit den hier gerade umlaufenden Türkenwitzen (korrekte Primatenauswürfe, seufz ...) zu tun! Sondern ist british, spicy, intelligent und auch ziemlich funny.


Hier liegen auch vier englische Harry Potters, aber die sind irgendwie verseucht. Vorgestern kam ich am Telefon ins Plaudern, eigentlich geschäftlich, aber dann auch über andere Bücher, und die Dame am anderen Leitungsende nahm mir praktisch die Worte aus dem Hörer: “Ach ja, diese Harry Potters ... man mag sie schon gar nicht mehr lesen, weil so viele Leute sie bejubeln. Kann ja sein, dass die ganz gut geschrieben sind, aber das will ich jetzt gar nicht wissen.” Stimmt. Die werde ich lesen, wenn mal nichts anderes mehr da ist oder niemand mehr drüber redet, bei dem es mir die Zähne langzieht *g*


Gestern morgen bin ich zu früh im Schwimmbad gewesen, gute 45 min bevor ich hätte da sein sollen. Die Tür stand offen, ein Putzeimer daneben ... ich habe das als Einladung genommen und bin schnell hineingeschlüpft. Fünf Minuten später war ich im Wasser - ganz alleine, fast im Dunkeln. Es war fantastisch, die Gedanken im Wasser entgleiten zu lassen, ruhige Bahnen zu ziehen und alles für sich zu haben. Als eine halbe Stunde später das Licht anging und kleine runde Inseln auf den Beckenboden warf, kam ich mir sehr ertappt vor ;-)

Die nette blonde Dame, die mir von Jesus erzählt hat, war wieder gesund, nachdem sie einige Tage eine Vertretung hatte. Auf eine unlogische irrationale und total bescheuerte Weise hat mich das beruhigt -  auch wenn ich wusste, dass sie wohl nicht hier hinein gesehen hat und meine Bemerkungen über ehrenamtliche Missionare nicht gefunden haben wird, so konnte ich mir doch nicht helfen, daran zu denken. Nicht jeder verdient Schutz vor offenen Worten, wohlgemerkt. Die meisten müssen das Leben (und mich) in den handelsüblichen Packungsgrößen so nehmen, wie es kommt. Aber ich würde niemanden wegen seines Glaubens oder dem, was er aufgrund dieses Glaubens für wichtig hält, verspotten und ich weiß nicht, ob sie das so ohne weiteres gemerkt hätte: Dass ich nicht diese Frau meinte, sondern all die Schwallschädel, denen ich schon begegnet bin und die in mir diesen starken Abwehrreflex verankert haben ...

Nach der Überdosis Bewegungsbad war ich beim Arzt, habe mir schnell eine Kleinigkeit zu Essen gekauft und wollte dann kurz die Füsse hochlegen und dann etwas arbeiten. Blöd, dass ich nicht daran gedacht hatte, wie stark ich auf Meeresfrüchte reagiere in letzter Zeit: Sonst hätte ich mich nicht selbst mit einem frischen Krabbencocktail ins Koma geworfen *gggg*

Doch, ernsthaft! Die Roggenbrötchen waren es sicher nicht, die mich beinahe übergangslos in einen sehr langen und fiebrigen Schlaf versetzt haben. Krabben stehen jetzt auf der Bah-Bah-Liste GANZ oben! :-)

Tja, und so habe ich mich dann zur Abwechslung mal wieder gefühlt, als wäre ich unter einen Laster gekommen. Ich wollte nur noch ein bisschen Musik hören, nichts mehr tun müssen .... Beim Suchen in Napster habe ich ein paar Titel angeklickt, um reinzuhören. Parallel crashte mein Browser wegen irgendeinem bescheuerten Javascript. Ich weiß nicht warum, aber daraufhin - ohne dass Napster noch lief, wohlgemerkt - wurden meine Computeraktivitäten eine gute halbe Stunde lang von einem dezenten “Don’t cry for me Argentina” (Madonna) im Hintergrund begleitet, das nicht mehr wegging.

Das Leben mit all seinen Details gehört doch immer noch zu den lustigsten Sachen, die man so mitmachen kann :-)

Mittwoch, 28. Februar 2001 um 11:00 PM
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