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Rabää!

Sie wächst. Fütterungs-Sessions von vier Stunden sind keine Seltenheit. Auf Anweisung der Hebamme versuchen wir, aus Pausen eine Unterbrechung der Nahrungsaufnahme für mindestens eine Stunde zu machen. Das ist verdammt nicht einfach.

Man kann durchaus vier Stunden am Stück »Rabimmel Rabammel Rabumm« singen und dabei rhythmisch vor und zurück zucken, ermattet herumschlurfend und halb schlafend – jede Pause durch Sirenengejaul geahndet.

Gerne würde ich schreiben »Man kann. Man muss aber nicht.« Doch es gibt Situationen im Leben, da muss man eben doch.

Der Mann, nach dem seltsamen Text befragt, den er dem inzwischen achtpfündigen Baby immer wieder vorsingt: »Das ist aus meiner Hymne auf das Dinkelbrot, die ich nach der Melodie von ‘Eternal Flame’ getextet habe.«

*

Henrietta rülpst sanft und riecht dabei nach einer gelungenen Mischung aus Fenchel und gerinnender Milch. Manche Babys, so sagte die Hebamme, kacken nur alle acht Tage - manche acht bis zehnmal am Tag. Das stimmt. Also das mit den zehnmal am Tag.

Unsere Tochter sieht nach 58 Minuten Dauergebrüll erfrischt und erholt aus. (Ich hab noch 2 Minuten, dann wird sie violett vor Wut und die Milchbar eröffnet. Irgendwo in diesem Kind steckt eine kleine Stoppuhr.)

Ich sehe nicht erfrischt aus. Gar nicht.

Meine Augenschatten haben ungefähr die Farbe dessen, was ich gerade aus der Windel geholt habe, während die nächste und die übernächste (!) Ladung direkt nacheinander bereits nachquollen. Wenn haltloses Schreien helfen würde, dass ich auch mal auf den Arm komme .... Antenne Düsseldorf würde darauf hinweisen müssen, dass es sich bei den Geräuschen aus Oberrath nicht um ABC-Alarm handelt.

Meine Chancen dafür stehen aber aus diversen Gründen ziemlich schlecht. (Die Zeit ist um ...)

Aber das macht alles nichts. Wachsen wir eben mit, den Anforderungen entgegen und mit dem Kind. Der ganze Stress, egal. Denn seit gestern ... kann sie lächeln.

Montag, 12. November 2007 um 08:16 PM
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Ich schicke Dir mal wieder eine Riesenportion Kraft. Auch wenn ich fest davon überzeugt bin, dass das Lächeln Deiner Tochter Deine Speicher in nullkommanichts wieder auflädt.

Silke  am  12. November 2007

Danke :-) Och, mir geht es gut, es ist nur ein bisschen bizarr. So verglichen mit meinem Leben vorher.

Hatte ich schon erwähnt, dass Oliver das Jahr Elternzeit nimmt? Schade, dass er nicht stillen kann ... seufz.

melody  am  12. November 2007

... und sie wissen genau, WANN sie das Lächeln lernen müssen :-) wie schön!

Kennst du die Geschichte “Holmsen” von Axel Hacke? Die trifft es echt gut, finde ich. Seitdem heißt bei uns komatöses Schlafen “holmsen”. Und morgens darf man manchmal “ausholmsen”.

Nicole  am  12. November 2007

Gefunden. Haha :-))))

melody  am  12. November 2007

Schöne Geschichte :). Übrigens habe ich tatsächlich ab und an Bammel vor dieser bizarren Lebensumstellung. Aber vermutlich ist das normal und einen besseren Lohn kann es nicht geben.

Silke  am  13. November 2007

Verdammte Hacke, warum habe ich nur schon vergessen, was im März, April und Mai 2001 los war?
Mein “Geschenk” an Dich: kein Ratschlag ;)

Sabine  am  13. November 2007

Ich habe mich schon immer gefragt, wie Mütter es schaffen, beim Schlafen zu stillen. Mit Babys, die sich selbst perfekt an- und auch wieder abdocken und dann ohne Bauchschmerzen einschlafen, obwohl sie kein Bäuerchen gemacht haben. Aber Eure Henrietta ist ja intelligent. Da lernt sie das sicher bald. ;-)

Ute  am  13. November 2007

Es tut mir ganz, ganz schrecklich leid, aber ich habe beim Lesen deines Beitrags so gelacht, dass ich beinahe vom Stuhl gerutscht bin. Die Ode an das Dinkelbrot sollte sich Oliver unbedingt patentieren lassen.

In vielen Situationen im Leben, hilft nur noch Humor und den habt ihr euch trotz allem Schlafmangel und LKW-Reifen-großen Augenringen erhalten :-) Das finde ich ganz fantastisch.

Marion  am  13. November 2007

Ha! Sie kann jetzt lächeln? Dann seid Ihr entgültig verloren! ;-)

Trotzdem viel Kraft und bald ein bisschen mehr Farbe im Gesicht und weniger Augenringe. (Ich weiß, diese Wünsche sind etwas hypothetisch, kommen aber von Herzen.)

creezy  am  13. November 2007

Kinder die lächeln können, wissen es schamlos einzusetzen. Warum können die eigentlich schon mit wenigen Monaten lächeln, entwickeln aber erst viele Jahre später so etwas wie ein Gewissen???

Ralf  am  13. November 2007

Ach, ihr Süßen. Daß man überfordert ist und denkt, man schafft das nicht. Daß man untot durch die Gegend wankt. Daß man ganz genau weiß, daß man jetzt aber bald wirklich nicht mehr kann. Das ist alles normal. Das ist einfach so. Jeder kennt das. So ist das mit Kindern. Die hauen einfach alles um. Damit rechnet vorher kein denkender Mensch - auch wenn er noch so weise plant.
Und trotzdem werden sie alle groß und die Eltern versterben dann am Ende doch nicht, sondern haben nur ein paar dekorartive Falten mehr ;-)

Was ich so aus der Retrospektive superwichtig finde: Vergeßt bei all dem Streß EUCH nicht. Das Kind ist super, das Kind ist prima, das Kind kommt schon klar, denn ihr gebt ja euer Bestes. Aber IHR - Du und Männchen *g* - müßt euch Rituale schaffen, unter denen ihr nicht verloren geht. Arbeit einteilen, Arbeit anerkennen, immer wieder ins Gedächtnis rufen, daß man selbst zwar gerade tot im Topf ist, der andere aber auch ;-)) Und daß jeder sein Bestes tut :-)

Ich habe mich mit meinem Männchen so aus der weisen Rückschau heraus am Anfang doch ziemlich angepflaumt - irgendwann wurde alles zu viel, ich war tot mit Soße und das Männchen auch, das Lottchen krähte und schiß und lächelte goldig, mir war schlecht, Männchen war vor Erschöpfung eingeschlafen, ich bekam einen Tobsuchtsanfall (*ICH* bin am Ende und *DER* schläft, die Sau *gg*), den mußte Männchen ertragen, weil das Kind ja schließlich nicht geeignet dafür war ... na ja ;-))

Die erste Zeit ist sicherlich die schlimmste, und die habe ich ja gar nicht mitbekommen. Ich kann euch aber beruhigend sagen: Nach der achten Woche wird es sehr schnell deutlich besser. Ihr müßt also gar nicht mehr so lange überleben ;-))

Und der Rat der “Echtgebärenden” *g* in meinem Freundeskreis lautet ja immer wieder: Abpumpen, Stillarbeit teilen, Ausweich-Schlafplätze für den jeweils anderen zum ein paar Stunden am Stück schlafen schaffen so weit es geht, weiter machen, lächeln, mindestens einmal am Tag dem Partner sagen, daß er der größte Held unter der Sonne ist - das Ende der Schrecken kommt dann von allein :-)

In diesem Sinne: Rabimmel, rabammel, rabumm *g*

*schmatzzzzz*

Momo

Momo  am  15. November 2007

@Antje: *Ähm* ... jetzt fühle ich mich ertappt ;-))

Kisses, Momo (nur kurzfristig der Ratschlag-Krankheit verfallen und auch schon wieder still *ggg*)

Momo  am  15. November 2007

Hi,
bei meinem dritten Kind hat es 8 Wochen gedauert, bis wir einen herrlichen Stillrythmus von 4 Stunden hatten. Also , es kommt noch ! Dafür hat er dann 13,5 Monate an der Brust gehangen ;-). Zum Schluß aber nur noch Nachts mal einen Schuck.
LG Stephani

Stephani  am  16. November 2007

Ach, übrigens: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,517678,00.html

*ggg*

Ute  am  16. November 2007

Eben kam mein Schreibaby 1,72 m groß und mit Schuhgröße 42, Bartansatz vorhanden, die Treppe herunter.

Man vergisst so schnell und - man kann sogar solche Nächte vermissen. Sie kommen nicht wieder….

Ich wünsche dir eine Maus, die mal ein paar Stunden durchschläft und sende ganz liebe Grüße

Bine

Bine  am  17. November 2007

“Wachsen wir den Anforderungen entgegen…”

DAS finde ich eine richtig schöne Umschreibung und offene Bekenntnis dafür, dass man nicht immer gleich alles wissen, aber dafür alles lernen kann. Toll!

Kopfschüttler  am  18. November 2007

Ich hab jetzt hier ein wenig gelesen und mir kamen so viele Situationen so bekannt vor… nicht mal zwei Jahre ist es her, dass es mir genauso ging.

Ich wünsche euch und der kleinen Prinzessin eine hoffentlich bald beginnende wunderschöne, entspannendere Zeit… Ich wollte es damals auch nicht glauben, aber die schönen Situationen (das erste Lächeln oder Brabbeln) bleiben besser in Erinnerung als die durchwachten Nächte ;-)

Ganz liebe Grüße
das Waldweib

Waldweib  am  21. November 2007
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