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Mein derzeitiges Lieblingszitat zum Thema Online-Sucht: “Wenn ...

Mein derzeitiges Lieblingszitat zum Thema Online-Sucht: “Wenn du eins mit dem Computer geworden bist, kann ich dann dein Zipdrive haben?”
Gestern abend habe ich mein Weihnachtsgeschenk bekommen: Karten für die Harlem Gospel Singers in der Düsseldorfer Tonhalle. Das ist ein umgebautes Planetarium mit wunderbarer Akustik und die Gospel Singers brachten es erwartungsgemäß zum Erbeben. Leider sass eine Reihe hinter mir und nicht weit genug weg so ein entlaufener deutschstämmiger Mallorca-Insasse, der johlend und jodelnd so laut klatschte, wie er nur irgendwie konnte: Und er konnte. Spätestens als dann das mausgraubraune Frauchen neben mir hochhopste und stehend immer schön genau neben dem Takt mitklatschte, habe ich kapituliert, mir das eine Ohr zugehalten und mich trotzdem gefreut. Es war auch wahnsinnig schön und eine irre Stimmung und diese beiden waren nicht die einzigen, die sich so irrsinnig peinlich “deutsch” verhielten *g* Sobald etwas populär wird, trifft man solche Leute an, damit muss man wohl leben. Man merkte den beiden - die nichts miteinander zu tun hatten - deutlich an, dass sie als treueste Fans schon vorher auf diversen HG Singers Konzerten gewesen waren und sich alles ganz genau gemerkt hatten, was ein wahrer Fan zu tun hat ... denn der Rhythmus im Blut war es ganz, ganz sicher nicht, der sie als erste aufspringen und rumjohlen liess, noch Sekundenbruchteile bevor die Queen of Gospel dazu aufforderte ;-) Glücklicherweise zog dann das restliche Publikum nach und wenn sich alle bewegen, gehen die wenigen, die den Takt nun mal rein gar nie treffen, in der Masse unter. Doch, es war schön. Sehr schön sogar.

Leider hab ich im Moment eine Phase (?) in der jeder Knochen unaufhörlich schmerzt und konnte es nicht bis ganz zum Schluss aushalten, aber immerhin bis zur ersten Zugabe. Eigentlich schon eine reife Leistung. Seit Tagen scheint eine neue Entzündung in mir zu wüten, alles tut unglaublich weh, ich kann mich kaum bewegen, nicht sitzen, nicht liegen. Es versteht sich von selbst, dass der Bluttest beim Arzt zu dem Ergebnis führte, dass es mir BESTENS gehen müsste.

Vorgestern habe ich geträumt, dass ich mit dem Wagen durch Sevilla fahren würde, auf der Suche nach einem Hotel. Wie vor 9 Jahren, als ich alleine mit dem Peugeot bis nach Sagres fuhr: Durch Frankreich, durch Spanien, bis an die äußerste Ecke, die ich auf der Landkarte hatte finden können. Auf dem Rückweg dann über Sevilla, um meinen letzten Euroscheck in ein großes Hotel zu stopfen und den Rest der Tage im Auto zu schlafen. Die Luft war mild und wunderbar und ich erinnere mich ganz deutlich an das Gefühl von Freiheit und Süden und dass nichts, aber auch rein gar nichts weh tat. Weder innen noch aussen.

Ich will ... in den Wagen steigen und Paris ansteuern, um nach einem frischen Croissant und dem besten Milchkaffee ganz grob den Süden anzupeilen. Zurück nach Sagres, um die Fetzen der Seidenbluse zu suchen, die der Wind mir am Strand sanft von der Haut gefressen hat, so dass ich mich in mein Handtuch wickeln musste, um zurück zum Wagen zu rennen und eine andere zu holen ... es war meine Lieblingsbluse und sie muss schon vorher mürbe gewesen sein. Ich will mit einer fast leeren Tasche und einer Kreditkarte nach New York fliegen und durch den Schnee stapfen. Ich sehne mich nach Napoli. Nach London. Nach Roma. Ich würde mich auch nach München, Hamburg und Berlin sehnen oder nach dem See im dämlichen fernen Kanada, an dem mein Vater herumsitzt, aber an einem Tag wie heute tragen meine Füsse mich nicht mal in die Innenstadt. Tja. Eigentlich bin ich ja dankbar, dass ich das Internet habe und arbeiten, unabhängig sein kann, auch wenn ich nicht gut laufen kann. Nur gerade heute fällt diese Einstellung mir schwer. Morgen wieder. Morgen freue ich mich wieder darüber, dass ich trotzdem so viele Möglichkeiten habe ;-)

Montag, 29. Januar 2001 um 11:00 PM
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