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/gähnt verhalten « | » 3 Wochen

Lagerkoller

Theoretisch könnte hier ein Eintrag über das Stillen stehen und darüber, wie es die Menschen eint. Denn alle, auch die Ahnungslosesten, wissen eins genau: Dass nur Muttermilch die angemessene Nahrung für ein Baby ist und dass es daher die heilige Pflicht und im Grunde einzige Option einer Mutter ist, dieses damit zu versorgen.

Eine Information, die in der Regel eher ungebeten verteilt wird – dafür aber unaufhörlich und als gut gemeinter Rat verpackt. Braucht kein Mensch, diese Art von Belehrung. Das hält aber niemanden davon ab, uns damit zu nerven, wie wichtig doch das Stillen ist.

Als 24/7-Provider des kostbaren Gesöffs würde ich also gerne eine längere Abhandlung darüber verfassen, dass Muttermilch zwar sowieso die Wunderwaffe unserer Wahl ist und das Stillen auch prima klappt: Jawohl, wir stillen. (Eigentlich stille nur ich, aber bitte, wen interessieren die Details?)

Das Verfassen dieser längeren Abhandlung scheitert aber daran, dass ich seit etwa drei Wochen nicht länger als 2 Stunden am Stück geschlafen habe und völlig erschöpft bin. Stillen ist nämlich nicht nur gesund, es ist auch irrsinnig, wahnwitzig anstrengend und zehrend. Abgesehen von der Bindung (nicht die zwischen Mutter und Kind, sondern meine ans Bett) und der Nähe (zwischen Mutter und Kind und die räumliche Entfernung zu Waschmaschine und Trockner, wenn man nur ungefähr 20 Molton- und Mulltücher gekauft hat statt 200 wie man es anfangs wollte) bedeutet Stillen zurzeit vor allem Hunger, sehr große Müdigkeit und noch etwas:

Wenn jemand schreit, tropfe ich aus allen Frontkanälen.

Leider ist es dabei völlig unerheblich, welche Art von Nachwuchs die kläglichen Geräusche macht. Egal ob das Baby quiekt, die Katzen miauen oder Tokio Hotel herumweinen, die Milch schießt ein.

Mittwoch, 24. Oktober 2007 um 05:18 PM
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Stillende Mütter ködert man neben den anderen positiven Effekten von Bindung bis Gesundheit mit der Info, dass die Gebärmutter sich schneller zurückbildet, wenn gestillt wird. Da der Uterus ungefähr die Größe einer XXL-Einkaufstüte angenommen haben muss, um ein Baby von sechs bis sieben Pfund zu beherbergen, nimmt man das zumindest anfangs als Bonuspunkt wahr. Vermutlich handelt es sich aber nur um einen Trick und auch ohne Stillen würde das Ding sich wieder auf Faustgröße schrumpfen.

Was ich mich frage: Wenn man mit dem blöden überflüssigen Gesabbel schon so gnadenlos genervt wird, WENN MAN SOWIESO STILLT - was müssen sich dann erst die armen Leute anhören, die es aus irgendeinem Grund nicht können oder wollen? (Und jawohl, ich kann mir nach den hyperanstrengenden letzten drei Wochen sehr sehr gut auch vorstellen, warum jemand nicht stillen WILL, denn es ist mörderisch anstrengend sogar dann, wenn es problemlos, ja herausragend klappt und ohne wunde Brustwarzen, Milchstau oder sonstige Schwierigkeiten abgeht).

melody  am  24. Oktober 2007

Tja, da ist es wieder, das Phänomen. Menschen müssen anderen Menschen ihre Meinungen, Erfahrungen und ihr Wissen aufdrücken. Ob das Gegenüber will oder nicht. Es macht auch nichts, wenn dabei Ängste, Sorgen und Schuldgefühle hervorgerufen werden, denn es ist schlichtweg uninteressant, ob das Absondern dieser hochgeistigen Ergüsse überhaupt situationsbedingt angemessen ist oder ob man dem wehrlosen Gegenüber zu nahe tritt. Hauptsache, man hat etwas beizusteuern. Bisher habe ich es geschafft, diejenigen mit einem klaren “Ich will das nicht hören!” oder “Über das Thema will ich nicht diskutieren!” abzuwimmeln (und ihnen´manchmal auf die Füße zu treten *lol*).

Ich musste mir während meinem Krankenhausauffenthalt wegen Blutungen in der Frühschwangerschaft übrigens von meiner Schwiegermutter anhören, wer alles wieviele Fehlgeburten hatte (in Nachbarschaft und Familie) und nach jedem weiteren Arzttermin danach fragte sie mich immer wieder, ob das Kind denn überhaupt noch lebt… Um dann wieder von den Fehlgeburten zu erzählen. *seufz*

Silke  am  24. Oktober 2007

Oh nein, Silke - das tut mir leid. Lass dich nicht irre machen, alles wird gut ausgehen. Und sag ihr, sie soll das Maul halten: Bei Olivers Oma hat das prima geklappt :-D

melody  am  24. Oktober 2007

Ja, sie hat auch seit meinem Spruch beim letzten Mal nicht mehr davon angefangen :)

Silke  am  24. Oktober 2007

Ähm… Das Tropfen aus den Frontkanälen passierte mir sogar bis vor ein paar Wochen auch noch, wenn Tobias brüllte. *g* Ich habe damals wegen der Antibiotika schon drei Wochen nach der Geburt zwangsweise abgestillt. Bis zu ca. einem Jahr danach ist Auslaufen wohl normal, wurde mir gesagt.

Ja, die Gebärmutter bildet sich auch so zurück, und zwar in vielen Fällen nur unwesentlich langsamer als bei einer Stillmutter.

Das Wichtigste für ein Kind ist - finde ich jedenfalls - daß es auch der Mutter gut geht. Die Lütten merken es doch ganz genau, wenn man unausgeschlafen, ungeduldig und fahrig ist. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, wie sehr sich das übertragen kann, bis ich es selbst erlebte.

Vielleicht hilft Abpumpen und im Kühlschrank deponieren, damit auch Oliver mal eine Schicht übernehmen kann? Was sagt Deine Hebamme? Kommt die noch?

Ute  am  24. Oktober 2007

Also ehrlich, nach insgesamt 4 Jahren Stillzeit hat mich Dein Eintrag ziemlich kalt gelassen - bis zum letzten Absatz. Milcheinschuss durch Tokio Hotel verstößt doch gegen die Genfer Konventionen! Das ist Strafverschärfung! Unfair!

Nein ehrlich, ich kann Dich verstehen, die Umstellung von 0 auf 1 Kind ist keine leichte, aber sie wird einem durch das meist herzige Äußere und die niedlich Art der kleinen Knirpse leichter gemacht. :-)

Wenn Du gefrustet bist, oder sauer, oder genervt, oder gestresst, oder was auch immer - dann ist das normal und erlaubt und von der Umwelt zu tolerieren. Hormonumstellung, Schlafgewohnheitsumstellung, Körpergefühlumstellung - das alles braucht einfach Zeit und Geduld.

Kopf hoch, nur noch ein paar Monate, dann regelt sich das mit dem plötzlichen Milcheinschuss vermutlich. Und in ein paar Jahren dann, wenn das Kind auch mal über Nacht fort bleibt, kommst auch Du wieder zur wohlverdienten Nachtruhe.

Ich bin gemein, es tut mir leid. Ich schicke Dir - ganz ernsthaftehrlich! liebe Gedanken und Durchhalteenergie! :-)

Lydia  am  24. Oktober 2007

Ute: Die Hebamme sagt, ich soll mich mehr ausruhen. Das versuche ich.

Oliver übernimmt sowieso viele Schichten, das ist nicht das Problem - eher, dass ich schon vor der Geburt durch den Baustellenstress total ausgepowert war und wir nun den Rhythmus hier neu finden müssen. Also alles ganz normal.

Lydia: Gestresst nicht, es klappt ja alles prima - nur müde.

melody  am  24. Oktober 2007

*lmao* habe ich eben gelacht. Beim Lesen dachte ich noch *pseudo-hartherzig* da muss sie jetzt durch, dafür hat sie ein wunderschönes Baby. Aber bei dem Tokio Hotel-Spruch habe ich Dein ganzes Elend der Müdigkeit und neugewonnenen Tankstellenambitionen (fast) am eigenen Leibe miterlebt. Respekt.

Lass uns – wenn Du mal drei Stunden am Stück schlafen durftest – in aller Ruhe darüber sinnieren welche Pop-Gruppen dieser Welt Henriette in 13 Jahren ihr Herz & Ohr anvertrauen wird … (wollte sagen, genieße die schöne viel zu kurze Zeit bloß!)

MMM = Meine Milch-Melody ;-)

creezy  am  24. Oktober 2007

Schlafentzug ist schlimm, da stimme ich Dir zu.
Dass Du diese Baustelle so gelassen hinnimmst, dafür bewundere ich Dich sowieso. Ich wäre schon lange durchgedreht, aber bei mir darf man ja nicht mal ein einzelnes Zimmer renovieren, ohne dass ich die Krise bekomme. :-(
Mehr Ruhe wünsche ich Dir, ab und zu mal ein paar Stunden Schlaf zwischendurch und weiterhin so viel Durchhaltevermögen.
Ach ja, und danke, dass Du so viele hübsche Fotos Deiner Tochter für die Allgemeinheit zugänglich machst. Ich kann mich kaum sattsehen, so süß ist sie. :-)

Lydia  am  25. Oktober 2007

Hm, ja kenn ich auch noch. Es hat schon seinen Grund warum die Wochenbettzeit sechs Wochen dauert. Diese Zeit braucht man schlicht quasi liegenderweise um wieder auf die Beine zu kommen.
Sobald das Baby schläft mach du es auch so und menno, besorg dir noch ein paar Moltontücher :-)

Lumi  am  25. Oktober 2007

Ach, was wollte ich noch schreiben? Ich krig nix zusammen, so bin ich hier am Lachen! :-)))

Conny  am  25. Oktober 2007

oooch, bei Tokio Hotel schießt mir sowieso die Milch ein, obwohl ich fern der Stillerei bin ... die sind doch soooo klein, die Jungs :-)

Ansonsten: durchhalten!

Und Fahne hoch für den riesigen Vorteil des Stillens: immer dabei, gerührt und geschüttelt.

(Zeit für das unentbehrliche Mütter-Mantra: Alles wird gut!)

Frau ... äh ... Mutti  am  25. Oktober 2007

@Pia: Ich dachte, das Mütter-Mantra sei “Es ist nur eine Phase”? *g*

Ute  am  25. Oktober 2007

Liebe Carola, du hast Tokio-Hotel-Verbot ;-)
Lass dir Ohrstöpsel gegen Quietschgeräusche jeder Art besorgen, und dann schlaaaaf. Ommmmm. Ich bin übrigens praktischerweise immer beim Stillen im Liegen gleich wieder mit eingeschlafen, so hab ich bei insgesamt *zähl* fünfeinviertel Stilljahren wenigstens meinen Nachtschlaf bekommen.
Euch weiterhin alles Gute!!!

Petra  am  25. Oktober 2007

@Ute: Aber wir wollen doch noch nicht mit Phasen drohen :-)

Frau ... äh ... Mutti  am  25. Oktober 2007

Und kannst Du noch IT-Zeitschriften lesen?
Ich weiß bis heute noch nicht, ob es wirklich an der geänderten Homonkonstellation lag oder am Schlafmangel, aber ich habe die IX erst nach dem Abstillen wieder verstanden!
Vermutlich habe ich in den ersten Monaten auch sonst wenig gerafft aber das war weniger auffällig :-)
Liebe Grüße,

wanderbeule

wanderbeule  am  28. Oktober 2007
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