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Willkommen, Oktober. Hoffentlich sind frisches Tiramisu und ... « | » Zwei Katzen wohnen, ach, in meinem Bett. ...

Eines steht wohl fest: Einfach nur zufrieden ...


Eines steht wohl fest: Einfach nur zufrieden zu sein macht nicht gerade produktiv, zumindest nicht im Online-Tagebuch. Es ist nicht so, als ob ich nicht könnte. Ein Traumtagebuch würde sich zur Zeit ebenfalls rasend schnell füllen - wär das nicht ein Heidenspass für die ganzen grenzdebilen Amateurpsychologen? *g*

Wobei ich bezweifele, dass sich meine Traumsequenzen von vier bis sechs Stunden so mühelos auseinanderpflücken und analysieren lassen. Gestern nacht führte ich eine Gruppe Sternensöldner durch eine Welt aus Lagerhallen, von denen jede einzelne einige Milliarden Gänge hatte. Bevölkert von einem kleinwüchsigen dunkelblauen Sklavenvolk mit runden Gnubbelköpfen, das mit bewusstseinserweiternden Drogen unter Kontrolle gehalten wurde, diente diese Schachtelwelt offensichtlich einem bestimmten Zweck, aber welchem? Wir bewegten uns unter höchsten Gefahren von einem Ende der Halle zum anderen, um zurück zum Raumschiff zu kommen, das von schnellwachsenden Lianen umwuchert und von den blauen Gnubblern als Gottheit verehrt wurde. Offensichtlich waren Nahrungsmittel und Trinkwasser kein Problem, es irritierte mich nur etwas, dass gelegentlich ein kleiner blonder Perserkater im Handgepäck auftauchte. Mit von der Partie waren ausserdem Oliver, drei oder vier Mitglieder von irgend so einer für mich namenlosen Boygroup, meine ehemaligen Kosmetikerin und die Zementdauerwelle von der Walmart-Kasse, die letztesmal den falschen Betrag eingegeben hat. Fragt mich nun nicht nach der Handlung - wir schlugen uns wacker Gang um Gang in der Schachtelwelt vorwärts in perfekt harmonischer Teamarbeit, gingen keiner Gefahr aus dem Weg (Gefrierbrand, einstürzende Neubauten, abstürzende Brieftauben, was weiss ich), da liess sich mit einem zufriedenen Seufzer und einem satten Plumps ein fettes graues Kätzchen auf meiner Brust nieder und ich wurde noch vor Ablauf wach. Wie ich meinen Ordnungssinn kenne, wollten wir erst das Sklavenvolk befreien, dann drogentherapieren und dann neue Arbeitsplätze schaffen, aber das werde ich nun nie ganz genau erfahren.

Ein anderer Traum, den ich letzte Woche hatte, gefiel mir so gut, dass ich es zweimal geschafft habe, wieder einzuschlafen und weiterzuträumen. Wir wohnten mit vielen Freunden zusammen im obersten Stockwerk eines unendlich hohen Wolkenkratzers. Es war nicht ganz wie eine WG, aber auch nicht bloss eine Party, schwer zu sagen, wie genau die Wohn- und Besitzverhältnisse waren. In diesem Traum war das auch nicht wichtig, es kommt nur darauf an, dass wir die Eckwohnung hatten. Aber jeder lief überall herum, alle kochten zusammen und hatten noch Leute eingeladen. Es war schön, und dann merkte ich, dass der Boden transparent wurde. Ganz allmählich wurde aus dem dunklen Parkett eine Art Glas, und das wurde immer durchsichtiger und von unten schimmerte Licht durch. Es sah sehr schön aus, anfangs waren alle ganz fasziniert. Später wandten sie sich wieder ihren Getränken und Gesprächen zu, nur ich behielt den Boden im Auge und sah, wie er zu einer Art Fenster wurde, das sich in einen Ozean öffnete, der nach unten hin unendlich war. Dort schwammen große, leuchtendblaue Wesen mit freundlichen runden Nasen und langen Tentakeln an einer Art Saurier-Körper. Sie kamen näher und ab und zu stupfte ein Tentakel von unten gegen das Glas: Jedes dieser Tiere musste so groß wie das Hochhaus sein, dessen Boden jetzt komplett nach unten weggeschmolzen und zu diesem Ozean hin geöffnet war. Sie waren freundlich und wunderschön, das Blau sah so aus wie das von Haribo-Schlümpfen. Ich war fasziniert. Bis ich bemerkte, dass die Schicht, welche den Fussboden bildete, ebenfalls immer dünner wurde, langsam schmolz. Sie war höchstens noch zwei Meter dick, war vor Minuten noch bestimmt ein Stockwerk breit gewesen. Ich nahm eine Katze auf jeden Arm und bat Oliver, mit mir im Fahrstuhl wegzufahren. Da endete der Traum, nicht aber das Bild in meinem Kopf. Fremdartig und schön.

Leider lösen sich Träume so schnell wieder auf, wenn man sich nicht direkt nach dem Aufwachen Notizen macht. Vielleicht werde ich mir das angewöhnen. Vielleicht auch nicht.

Montag, 02. Oktober 2000 um 10:00 PM
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