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Einen Kater haben (Trouble in Paradise)

Nandi fehlt mir. Wenn ich die Augen schließe, kann ich ihn an den Stellen sehen, auf denen er besonders gerne herumlag. Immer noch schlechtes Gewissen, weil ich neben den Monitor einen DVD-Player gestellt habe, da die blonden Katerpfoten in Unterlagen und gegen Wassergläser mir irgendwann zu lästig wurden, wenn er seinen Hüftspeck auf dem Scanner herum schob. Ich bin froh, dass er noch eine Zeitlang bei uns war.

Miss Peppermint ist auch still und traurig, aber wohl nicht, weil Nandi weg ist.

Ich habe gestern mitbekommen: Das silbergraue Fräulein ist so stumm und verkriecht sich in ihrem Häuschen, weil der bildhübsche und superniedliche kleine Terrorkater sie feste beißt, bis sie richtig verzweifelt schreit. Sie kennt keine kleinen Katzen und hat nie lernen müssen, sich gegen Pubertätsrandale abzugrenzen … aber dass ich laut »Nein« gesagt habe, als sie ihm anfangs eine zimmern wollte, das hat sie sich leider gemerkt.

Sie ist nämlich ein besonders schlaues und außergewöhnlich liebes Katzenmädchen. Miss Peppermint hat auch wirklich nichts gegen ihn, schnuppert an ihm, frisst neben ihm und würde ihn nie ärgern. Das hält Kenzo aber nicht davon ab, zwischendurch recht wüst zu werden.

Wir lernen jetzt also mit ganz viel Trösten, Knuffeln, Schmusen und Einfühlungsvermögen, dass ein liebes weiches dickes Katzenmädchen auch ruhig kräftig mit der Pfote draufhauen darf, wenn sie gequält wird - und das aber auch unbedingt tun sollte, bevor sie noch mal so fest gebissen wird.

Sieht so aus, als könnte man das lernen. Ich bin froh, denn zu viele Veränderungen sind nicht gut, weder für die Tiere, noch für uns. Wir müssen jetzt miteinander auskommen, und Teenager brauchen nun mal Grenzen.

Das ist also zurzeit die Aussicht überm Bett:

image

Auf dem Katzentisch liegt links ein Puschelmädchen und rechts ein Miniterrorist. Sie sind beide liebevoll weichgeknetet und durchmassiert worden, bis die eine endlich wieder schnurrte und der andere wollüstig pupste und ein bisschen brömmte.

Beide sehe ich über die Webcam und einen Spiegel, und ich weiß warum. Wenn das kleine schwarze Ding sich aufrichtet, um mit aufgerichtetem Popo und ausgefahrenen Krallen in Sprungposition zu gehen und vergnügt in Richtung ehrwürdige Prinzessin lospreschen will, dann stehe ich auf und wuschele liebevoll das Mädchen, damit sie nicht nervös wird.

Fange ihn parellel mit der anderen Hand ab, lege ihn neben uns Damen auf die Heizdecke (mittig) und rubbele sanft das Trommelbäuchlein, bis er hintenüber fällt und vergessen hat, dass er gerade noch Großwildjäger und Feuerwehrmann und Rambo werden wollte und überhaupt.

Dann lege ich ihn wieder zurück auf das saftig dicke Samtkissen und kann noch minutenlang hören, wie das frohlockende Fryppen der Miss sich mit dem leisen Vibrieren der kleinen mobilen Terroreinheit mischt.

Freitag, 28. Oktober 2005 um 02:25 PM
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hach, das kommt mir ja so bekannt vor! :) Und ich bin sicher, bald herrscht wieder Friede im Paradies!

Liisa  am  28. Oktober 2005

Hach ja… die Schwester von unserem Senior war auch eine süße, liebe Katzenprinzessin, die glegentlich von ihrem Bruder verdroschen wurde udn ansonsten Pazifistin war. Bis wir das erste Mal Welpen zur Vermittlung im Haus hatten (von denen ein Kater noch bei uns ist). Die Kleinen kamen mit verzogenen 10 Wochen vom Bauernhof zu uns und Cindy wurde vom besagten Katerchen maßlos genervt.
Bis sie eines Tages in der Diele stand, zum Essen ging und hinter sich die Katzenklappe und schnelle Schritte hörte. Sie drehte sich um und hat wohl das erste Mal in ihrem Leben herzhaft gefaucht.
Tatsächlich war es ihr Bruder, der hereingekommen war. Sie erkannte ihn, erstarrte, er hörte das Fauchen, erstarrte auch, fiel fast die Treppe rückwärts runter vor Schreck und verzog sich wieder, als hätte er sich in der Hotelzimmertür geirrt.
Sie stand vom Donner gerührt und kriegte die offene Schnute nicht mehr zu. Und wurde von der Prinzessin auf der Erbse, die im ersten Stock nicht schlafen kann, wenn im Keller unterhalb der Matraze eine gekochte Zuckererbse liegt, zur Partisanin, die anderen Katzen auflauerte.
Und diese Wandlugn volzog sich bei einer 14jährgen!

VolkerK  am  28. Oktober 2005

Ich habe schon zweimal die Konstellation “Baby-Kater und erwachsene Katze” durchgemacht, und die Entwicklungen sind durchaus unterschiedlich. Gefauche am Anfang war immer, zwischen Mika und Jule entwickelte sich dann vorübergehend sogar eine Mutter-Kind-Beziehung, bis er zu groß und zu frech wurde.
Auf Sammy, der 2002 bei uns einzog, reagierte unsere Lizzy von Anfang an aggressiv. Aber sie verhält sich grundsätzlich zickig gegenüber den anderen Katzen.
Das wird bestimmt viel besser, wenn sich der kleine Wilde etwas ausgetobt hat. Teilweise muss ich schmunzeln bei der Vorstellung, wie Kenzo durch die Wohnung tobt und auf Miss Peppermint haut (Mika hat auch immer gern die Mädels gejagt und ihnen auf den Hintern gehauen), aber ich weiß natürlich, dass man als Katzenbesitzermensch auch immer mitleidet und Auseinandersetzungen unter den Katzen gar nicht mag. Doch ich bin zuversichtlich, dass die beiden bald miteinander auskommen werden.

Sabine  am  28. Oktober 2005

Ja, so schwer es auch fällt, man sollte nicht dazwischen gehen. Kriegt er halt eins auf die Nase, wenn er sie beisst, er hat Welpenschutz, da wird sie nicht zu doll zulangen… Ich habe mal einen winzigen acht Wochen alten Terrorkater vermittelt, der meine drei erwachsenen Katzen das Hochbett hochjagte und nicht mehr herunter lassen wollte. Er kam zu einer schmächtigen, jungen Katze, die ihn, kaum hatte er den Transportkorb verlassen, quer durch die ganze Wohnung prügelte. Die beiden waren zu schnell, als man hätte eingreifen können - und das war gut so. Als er sich nämlich endlich fiepend in eine Ecke verkrochen hatte, wurde er von ihr liebevoll geputzt und sie brachte ihm ein paar Brekkies.

syberia  am  29. Oktober 2005
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