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Heute insgesamt vier Tagebucheinträge, das ist ... « | » Super. Beinahe hätte ich meinem Vater heute ...

Blogger dir einen ;-) Langsam verkommt ...

Blogger dir einen ;-)
Langsam verkommt dieses Diary noch zu einem Weblog. Andererseits habe ich keine Lust, die Systemzeit dazu zu schreiben und ich stehe auch nicht auf monströse Ladezeiten, außerdem haben fast alle Weblogs, die ich kenne, immerzu Serverausfälle und sie ähneln sich auch alle so (optisch). Das hat natürlich den Vorteil, dass Leser nicht umdenken müssen. Es scheint auch den Effekt zu haben, dass Themen kritiklos von Log zu Log rüberschwappen.

Vor ein paar Wochen habe ich nur den technischen Vergleich gezogen, inzwischen bin ich der Meinung, dass es auch einen entscheidenden cyberkulturellen Unterschied macht. Für den Schreibenden, versteht sich. Onlinetagebücher sind mir näher. Sie erheben nicht diesen pseudocoolen kolumnistischen Anspruch und sind viel persönlicher. Klar, das ist eine Pauschalaussage. Aber spannend genug für eine Detailanalyse ist es mir nun auch wieder nicht. Am Ende liest man doch nur, was gefällt ;-)

Was die Einträge der letzten Tage angeht: Natürlich habe ich gewusst, auf was ich mich einlassen würde, als ich mein gut gehütetes Geheimnis der Gedächtnisrisse preisgab. Einige Freunde sind sehr besorgt, andere verstehen jetzt, warum ich mich so selten treffen wollte. Andere sind gnadenlos verblüfft und natürlich gibt es auch warnende Stimmen: Ich lebe vom Schreiben, wie kann ich öffentlich zugeben, dass mein Hirn kaputte Zellen hat? Ganz einfach. Weil ich sehen konnte, wie ein Abgrund aus fanatischem Hass sich öffnete - und ich kann einfach kein Schuldgefühl für Ausfallerscheinungen meines Speichers entwickeln, ohne jede Chance einer Erklärung. Sich mit den Dingen beschäftigen, die man wirklich verbockt hat, reicht völlig.

Die Vor- und Unfälle, die ohne eigene Verantwortlichkeiten passieren, sind ja nun auch tag- und abendfüllend genug. Heute zum Beispiel ist ein Tag, an dem Schreiben geht, aber Telefonieren ein Alptraum ist - jeder Satz endet im Nichts. Mir ist nichts übrig geblieben, als einer anrufenden potentiellen Auftraggeberin zu sagen, der Akku sei leer. War er auch. Aber ich hätte eigentlich zwei Telefone :-)

Es ist übrigens nicht so, dass ich komplett oder fast komplett schreibunfähig bin und nichts mehr in den Kontext setzen kann, in den es gehört. Das habe ich nie behauptet bzw. das war jemand anderes. Ich habe nur plötzlich wieder und wieder Steine auf dem Weg, an denen ich mir das Kinn blutig schlage und wegen denen ich mir auf die Zunge beisse. Umso tückischer, als dass es nicht immer so ist. Manchmal weiß ich selbst nicht, fehlt ein Speicherstein oder kannte ich das Wort noch nie. Wenn ich jemanden kenne und mich entspannt unterhalte, dann ist es weniger stark. Wenn ich müde bin, mehr. Ich trainiere das Schreiben. Hier, dort, everywhere. Wenn es wirklich an den Tabletten liegt, werde ich das bald wissen. Ansonsten werde ich mal den wunderbaren Stapel von Vitamin- und Aufbaupräparaten knipsen, die ich hier angeschleppt habe. Ist ‘ne volle Einkaufstüte.

Es wird schon wieder. Und wenn nicht, dann werde ich mich damit arrangieren. Aber es wird wieder.

Und das, wie manche Leute immer so gerne und überflüssig nachdrücklich keifen, wenn ihnen die Argumente ausgehen, ist “the end of that subject”. Genug davon. Euch kann es egal sein, ob ich 10 oder 110 Minuten für einen Satz brauche, gell? ;-) und auch das Üben kann man üben.

Sonntag, 18. März 2001 um 11:00 PM
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