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Pausenbild « | » Es ist noch Leben in diesen alten Knochen

Besten Dank für den Hinweis.

Ich hab da so ein Handy. Viele Jahre schon. Einmal wollte ich die Rufnummer wechseln, um auch das Mobiltelefon zu reinigen von Verbindungsfehlern, die ich nicht länger speichern wollte, ansonsten läuft der Vertrag eben durch und alle zwei Jahre suche ich mir ein neues Gerät aus.

Alles stressfrei. Dachte ich. Vor zwei Jahren hatte ich die Konditionen falsch verstanden und wurde von einem Hotline-Teenager dumm angepampt, das merkte ich mir dann zwar schon, denn man wird ja als Kunde generell nicht gerne wie ein Idiot behandelt. Schrieb mir das nächste mögliche Kündigungsdatum daraufhin in den Terminkalender.

Das wäre aber nicht nötig gewesen, denn seit zwei Monaten terrorisiert die Hotline des Anbieters uns bis zu fünfmal am Tag mit ihren Verkaufsanrufen. Jedes verdammte Mal, wenn »keine Nummer« angezeigt wird, will sich so ein Franz mit mir darüber unterhalten, dass bald meine Vertragsverlängerung ansteht und so gehe ich inzwischen nicht mehr dran.

Das Datum nähert sich nun, die Anrufsfrequenz steigt ins Dramatische.

So ergab sich dann eben folgender Dialog:
»Guten Tag, mein Name ist Sabbeldepp von Blabberblupp, ich rufe an, weil in x Tagen Ihre Vertragsverlängerung ansteht!«
»Wieso, ich dachte, dass ich nach den festgelegten 24 Monaten jederzeit kündigen kann, wenn ich kein neues Handy nehme, dann ist das doch nicht so dramatisch für Sie oder mich, dass die Frist jetzt endet, das kann man doch so laufen lassen?«
»Neiheiiin, so ist das aber NICHT

Er erklärte mir dann des Ausführlichen und Überbreiten, dass sich der Vertrag automatisch verlängert und ich dann y Monate Kündigungsfrist habe, also im Grunde alles arg ungünstig für mich aussieht, wenn man das mal genauer betrachtet … und ich wartete in aller Ruhe ab, bis er mir zu Ende erklärt hatte, dass mein Vertrag jetzt verlängert werden könnte. Dann fragte ich ihn, wann der Vertrag denn genau abläuft. In x Tagen, meinte er.

»Das ist prima, dann kündige ich jetzt. Vielen Dank für den Hinweis, sehr zuvorkommend. Das Fax geht gleich raus, ein Einschreiben folgt.«

Schönen Tag noch, Klack. 

So hat er sich das Gespräch vermutlich nicht vorgestellt.

Dienstag, 06. Mai 2008 um 09:26 AM
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Ich glaube, wir sind beim gleichen Mobilfunkanbieter. Ich wurde auch schon mal mit Anrufen genervt bis ich am Telefon ausgerastet bin. Die gute Frau hatte daraufhin einfach aufgelegt. Unverschämtheit‼

Ralf  am  06. Mai 2008

Ausgerastet bin ich nicht, aber ich mag einfach nicht mehr. Mein Vertrag war eh zu teuer, unter anderem, weil die mich wie eine Idiotin abgewatscht haben, als ich nachfragte, warum die ursprüngliche Ansage (Tarifwechsel ohne automatische Verlängerung) plötzlich ab Verlängerung X nicht mehr galt - und ich dann beschloss, den Tarif nicht zu wechseln und damit zu verlängern, sondern abzulegen.

Trotzdem hätte ich es vermutlich aufgrund von viel Stress einfach verpennt, hätten die mich nicht gejagt, belästigt, immer wieder angerufen, mich zu Gesprächen nötigen wollen ... und so war es dann doch irgendwie sehr freundlich von der Nervensäge, sicher zu stellen, dass ich das Vertragsverhältnis pünktlich beendete.

Nervensägende Penetranz soll einem ja heutzutage als guter Service verkauft werden. So wie Werbung von Partnerfirmen als Geschenk angedroht wird, dass man sich nach monothematischen Produktinformationen bitterlich zu sehnen beginnt.

Und das eine, einzige Mal, dass ich mich mit so einem Verkaufsfritzen freundlich unterhalten habe und erklärt habe, warum ich bitte garantiert kein Upgrade von Service X will, hat der Ar….. einfach in den PC eingegeben, dass wir gerne upgraden und wir konnten monatelang gegen falsche Rechnungen kämpfen.

melody  am  06. Mai 2008

In Anbetracht der Gesetzeslage hier in Deutschland sollte eh jeder mündige Bürger dem CallCenter-wenigeralsMindestlohnverdienenden-Mitarbeiter einfach nur erklären, dass man solche Gespräche und Geschäfte nicht am Telefon führt/abschließt. Und auflegen. Dann kapieren es auch irgendwann deren Chefs …

creezy  am  06. Mai 2008

Wenn ich das erkläre, kämpfe ich nachher jedesmal mit angeblichen Aufträgen, falschen Rechnungen und so weiter. Auflegen ist unhöflich, aber dann passiert wenigstens das nicht.

Sch.-..e ist das, ausgerechnet diese harten Jobs werden so schlecht bezahlt.

melody  am  06. Mai 2008

Sooo schlecht werden gar nicht bezahlt. Auf alle Fälle weit über Mindestlohn. Vorausgesetzt es handelt sich um eine halbwegs seriöse Butze. Schwarze Schafe gibt es natürlich immer&überall.

Ralf  am  06. Mai 2008

Anhören tut es sich ja meistens, als wären die meisten unterm Mindestlohn, wenn darüber berichtet wird ... gut ausgebildete Hotlines sind immer noch eine wohltuende Ausnahme - aber werden bizarrer Weise neuerdings immer mehr hinter Bandansagen eingeschanzt.

Für mich wär ein Telefonjob nichts, ich hab das aber auch nur einmal für einen Artikel ausprobiert.

melody  am  06. Mai 2008

Mindestlohn ist für mich immer so ein Reizwort. Was heisst denn “Mindestlohn”?
Gerade eine Stellenanzeige gelesen: Arbeitsaufgabe ist neben dem Transport mit einem zur Verfügung gestellten LKW (7,5 Tonner) auch das Beladen und Entladen der Waren, so dass von dem Bewerber auch schon mal das Tragen von schweren Gegenständen verlangt wird.
Für diese unbefristete Vollzeitstelle ist ein gültiger Führerschein (alt) Klasse 2 für 7,5-Tonner, Klasse C/CE zwingend erforderlich. Gehalt: 1.500,00 Euro.

1.500 Brutto? Bei wahrscheinlich 43-45 Std/Woche. Da kann man wohl froh sein das man den LKW gestellt bekommt, wah!?
Das ist übrigens nichts ungewöhnliches in dieser Branche. Bei einer anderen Stelle wurden 1.650 Euro (Brutto!) geboten. Arbeitszeiten: 4:30 - ca. 15:00 Uhr. Also rund 60 Std/Woche. Und ach ja, zweimal im Monat Samstags. Also weit über 250 Stunden im Monat für 1.650 Euro.

So ein Job als CCA (Call-Center Agent, so die offizielle Bezeichnung) ist vielleicht nicht für jeden etwas. Aber für jemanden der das nebenbei macht/machen kann und/oder gar nichts gelernt hat, ist das eigentlich ne faire Sache.

Ralf  am  07. Mai 2008

Abgesehen davon, das Vertrgasabschlüsse am Telefon ohnehin verboten sind…Die Bezahlung der Callcenter ist wirklich sch….! Mein Sohnemann arbeitet in einem Callcenter für das größte Auktionshaus - 9, 8, 7, deins (oder meins? - egal) - 50 Std.-Woche ist Satz, Urlaubstage werden nur minimalst bezahlt, und Std.-Lohn um die 7 Euro. Andererseits, für jemanden, der nichts “richtiges” gelernt hat, auch eine Chance - aber eine sehr kleine.

Lars  am  09. Mai 2008

Genauso nervig wird der Terror, wenn man gekündigt hat. Ich hatte das letzte Mal in die Kündigung geschrieben, dass ich keine Anrufe deswegen wünsche. Das hat tatsächlich funktioniert.

Ingolf  am  11. Mai 2008

Der Kundenservice hat mich angerufen, um zu fragen, wieso ich gekündigt habe. Weil der Kundenservice mich zu oft angerufen habe, war meine Antwort.

Wie sich jetzt herausstellte, habe ich den blöden Vertrag tatsächlich noch bis August, weil die drei Monate Kündigungsfrist jetzt irgendwie begannen.

melody  am  11. Mai 2008
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