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Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

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Angewandtes Wasweißichwiemandasnennensoll

Der Hausmeister mag mich nicht, was unter anderem oder vielleicht auch vor allem daran liegt, dass ich ihn irgendwann mal darum gebeten habe, die Treppe von der Straße zu unserer Gartenwohnung hinunter regelmäßiger zu reinigen und auf seine Behauptungen hin – das täte er doch, stündlich quasi - ein Foto zückte, das 20cm hohen Löwenzahn in den Treppenecken zeigte, die eigentlich nur steinern sein dürften.

Seine Würde war offensichtlich nur zu retten, indem er der Verwaltung gegenüber auf einer Renovierung der völlig intakten Treppe bestand. Diese ist nun weißgekachelt mit grauen Gummikanten und wirkt auf Besucher so, als würde man in ein Freibad herunterklettern – wir haben anfangs gedacht, als Nächstes fluten sie uns noch den Garten. Die Treppe ist hässlich, und ich werde an diesem Wochenende vermutlich Fotos von dem Moos machen, das sich auf ihr entwickelt. Dann wird der Hausmeister mich noch weniger mögen: Er findet es scheinbar einfach nicht nötig, unsere Treppe zu reinigen, weil sie nur von uns benutzt wird, wir haben einen eigenen Eingang und wohnen auch getrennt vom Haupthaus - was aber nichts an seinen Pflichten ändert. Ich verwahre mir diesen Konflikt jedoch erst mal noch auf. Wenn ich mich mal so richtig abreagieren möchte oder sollte oder muss, dann ist es früh genug für die Treppenreinigung.

Wie stehen also die Chancen, diesen Mann, der nicht einmal mehr zur Begrüßung ein Grunzen absondert, dazu zu bringen, das Waschpulverregal in der Waschküche zu reinigen, wo inniglich vereint ungefähr 10 bis 12 Waschmaschinen und Trockner wohnen und einige verstaubte, ja sogar veraltete (es gibt seit ein paar Jahren Megaperls und so) Behälter auf einem dreckstarrenden Regal vor sich hin stehen?

-
Denkbar gut.

Ich habe einfach vor ein paar Tagen einen Edding hingelegt und mit einem Zettel die anderen Bewohner und Waschküchenbenutzer darum gebeten, ihr Waschpulver zu markieren »damit man mal ein bisschen aufräumen und saubermachen kann«. Das haben auch die meisten getan und mein Mann fragte, wie es denn nun weitergeht. Er kann unmöglich gedacht haben, dass ich da wirklich saubermache. Hatte ich auch nie vor.

Gestern kam Oliver dann mit einem ausgedruckten DinA4 Foto in der Hand herein, auf dem sämtliche Waschmittel und die halbe Waschküche zu sehen waren, drum herum ein Kringel und der barsche Verweis, man möge gefälligst … sonst!

Na also. Geht doch.

Freitag, 29. Juli 2005 um 10:42 AM
das lebenLinkDrucken

oha.

die Waschküche hängt voll mit diesen fotokopierten Bildern und Anweisungen, es scheint ein wenig zu eskalieren ...

Melody  am  29. Juli 2005

Huh, gut, dass da eine Auflösung steht, denn ich war schon am Ratschlag formulieren… :-)

marcc  am  29. Juli 2005

Hört sich ein wenig an, als sei das eine westdeutsche Hochhaussiedlung, so Köln-Chorweiler, HH-Wilhelmsburg oder so. Da wird auch nur noch per Zettel kommuniziert (wobei dort die Vielsprachigkeit diese Form der Kommunikation sehr interessant macht). Das mit dem Foto ist eine echt gute Idee, die man den dortigen Stadtteil-Sozial-Managern empfehlen sollte.

alicja  am  29. Juli 2005

Nein, das ist keine solche Siedlung. Wir wohnen in einer Allee am Waldrand, aber nicht zur Straße, sondern im Hintergarten in einem eigenen Haus, das zu einem Haupthaus mit mehreren Parteien gehört. Genau genommen das Gegenteil einer solchen Siedlung :-)

Kommunikation per Zettel, wenn man nicht alle erreichen kann, ist immer noch was anderes als Kommunikation per Zettel, weil man der Hausdiener ist, sich aber fälschlicherweise für den Hausherren hält. Vielleicht ist das in Russland ja so, hier eher nicht.

Melody  am  29. Juli 2005

Alicja oder auch Alice weiß anhand des Begriffs “Gartenwohnung” sehr wohl, dass du nicht in einem Wohnslum lebst. Die hat grundsächlich so was “”“liebreizendes”“” an sich, in allen Comments, in denen sie auftaucht. Guckstu Google.

Andreas  am  29. Juli 2005

Russland bezog sich auf den Hausmeister, nicht auf Alicja.

Melody  am  30. Juli 2005

Treppenhaus, Waschküche… Konfliktherde offenbar auch in Deutschland. Und ich dachte, nur wir Schweizer sind so :-).

Matthias  am  31. Juli 2005

Nein, das ist kein Konfliktherd. Der Hausmeister tickt völlig weg, er hat noch mal überall kopierte Zettel mit hysterisch verkündeten Fristen in die Briefkästen geworfen und “droht” damit, dass man den Kellerraum kostenpflichtig reinigen müssen, wenn wir es nicht täten.

Tut natürlich keiner, es ist ja sein Job - genau genommen lachen wir uns kaputt über ihn :-) aber niemand rührt einen Finger, wir beobachten mehr interessiert, wie er tobt und wütet bei dem, was er sich herausnimmt. Schließlich müsste er nicht toben und wüten, wenn er im Recht wäre.

Melody  am  02. August 2005

p.s. kein Konfliktherd: weil einer tobt und alle anderen ihn auslachen und er es nicht bemerkt, sondern sich für den großen gutsherren hält. da entsteht kein Konflikt, das ist mehr wie Kabarett :-)

oder sollte ich sagen: das ist auch hier wie kabarett.

Melody  am  02. August 2005
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