Moving-Target.de

Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

So viele von euch haben uns geholfen, das vergessen wir nicht.

Navigation

Aktuell | Rubriken | Archiv seit 1996

Blogosphärisches | Blogroll | Über ...

Aktuellste Einträge:

Abonnieren:



Letzte Kommentare:

Britta in Norwegen in Der vierte Wunsch: Vielen lieben Dank für die letzten Einträge - und den Elfen. Hmpf, ich weiß nicht wie ich es ...

Graugrüngelb in Es gibt da einen Haken. Jetzt.: Das ist ja ‘ne nette Idee. Ich fahre ja in den urlaub immer mit diesen Handtuchhaken, die man über ...

Thomas Arbs in Mittwochs im Düsseldorf: Das ist phantastisch. Es ist schwer zu schlucken, aber es soll ja auch nicht leicht sein. ...

melody in Mittwochs im Düsseldorf: (Ich weiß, dass der liebe echte Löwenherz gegen Muslime in den Krieg gezogen ist, aber die ...

Biggi in Mittwochs im Düsseldorf: ♥♥♥♥ #bosnisch: Snez?

Peripherie

Haupteingang
Notizblog
Webdesign CMS
Kurzgeschichten
Kuechenzeilen.de
Muttertag
Schutt & Asche
Notizblog | Akne Tarda
Lebkuchenhaus | Düsseldorf für Kinder

Kontakt

Impressum

powered by ExpressionEngine








Mittwoch, 02. November 2016

Phasenweise

Früher, wenn die gleichaltrigen in meiner Abschlussklasse über Verlobungen und Eigenheime sprachen, dachte ich mir immer: Da bin ich wohl in einer anderen Lebensphase. Später, wenn die Kolleginnen tagelang über den perfekten Zweitwagen für die Reihenhauskolonie beratschlagten, sagte ich nach meiner Meinung befragt höflich, dass ich da wohl gerade in einer anderen Phase sei (pleite und Single). Noch ein bisschen später knödelte ich ein kluges energisches Baby, während die gleichaltrigen Frauen ihre Kinder ins Abi jagten. Andere Phase, ganz klar. Und wie ich vor ein paar Tagen feststellte, kann ich das eigentlich immer sagen, wenn jemand sich über etwas unterhalten möchte, das mir gerade nicht behagt. Gemeinsam Start-up gründen? Andere Phase. Mal ausgehen, wenn die Gattin im Urlaub ist? Andere Phase, sorry. Lange drüber nachdenken, ob jemand mich zu dick findet? Vielleicht im nächsten Leben, danke. Hektische Hobbys ... andere Phase. Ich sehe mich um und alle scheinen auf irgendetwas ausgerichtet, das sie als Nächstes erreichen wollen und denke: Andere Phase. Ich will eigentlich mal durchatmen, es ein bisschen schön haben und dann noch schöner. Sinnvolle Dinge tun und großartige Menschen treffen und ein paar Termine weniger haben als in dieser Woche, aber wenn das gerade nicht geht, dann kombiniere ich eben die Treffen, die Termine und das Schöne und ob ich dann wohlverdiente Augenringe trage, interessiert mich dann wieder ... in einer anderen Phase.

# 02. November 2016 um 09:09 AM
On Target • 0x FeedbackDrucken





Mittwoch, 08. Juni 2016

Made up

Rechtes Auge: Altägyptische Liebesgöttin, bereit zur katzenhaften Hingabe.
Linkes Auge: Minderjähriger Graffiti-Künstler auf Red-Bull-Entzug, mit Krämpfen.

Lidstrich und ich. Every fucking time.

# 08. Juni 2016 um 05:51 AM
On Target • 0x FeedbackDrucken





Love is in the S-Bahn, auch

Fahrkartenkontrolleur: Was ist das?
Ich: Ein Rezept für Triple Chocolate Muffins, nur dass ich hier grobes Meersalz genommen und es quadruplet ha….
FK: Damit können Sie nicht fahren.
Ich: Aber ich fahre doch bereits.
FK: Nein. Das ist kein gültiges Ticket.
Ich: Das weiß ich auch. Das muss Ihnen doch klar sein, dass ich Ihnen das aus Versehen gegeben habe.
FK: Gar nichts muss mir.
Ich: (reicht stumm das ausgedruckte Ticket)
FK: Danke.
Ich: Bitte.
FK: Mit Meersalz? Schokoladenmuffins?
Ich: (erkläre ausführlich dem andächtig lauschenden SBahn-Abteil die Details meines teuflischen Muffinplans ...)

# 08. Juni 2016 um 04:34 AM
On Target • 0x FeedbackDrucken





Mittwoch, 01. Juni 2016

Clinch

8:02 Uhr

Konsequenz: Mir ist heute ein bisschen ...
Ich: Ruhe.
Konsequenz: Aber ....
Ich: Du hältst jetzt mal den Mund und durch.
Konsequenz: (schmollt)
Ich: Wir hatten darüber gesprochen. Mehr als einmal.
Konsequenz: Ja.
Ich: Siehst du, geht doch.
Konsequenz: Der Tag ist noch lang.
Ich: Wir schaffen das. Wir machen jetzt den Monatsabschluss.
Konsequenz: ‘kay.
Ich: Kann ich mich auf dich verlassen?
Konsequenz: (schaut in den Latte Matcha und knibbelt ein bisschen am Smartphone herum, öffnet Anwendungen)
Ich: Glaub bitte nicht, dass ich das nicht merke, was du da machst. Komm schon. Wir waren immer ein gutes Team und ich brauche dich jetzt.
Konsequenz: Jepp. Okay.
*

09:13 Uhr

Konsequenz: (selbstgefälliger Gesichtsausdruck)
Ich: Schönen Dank auch.
Konsequenz: Was denn?
Ich: Hat eigentlich irgendwer gesagt, dass du hier den Soundtrack machen sollst?
Konsequenz: Ey. Das macht Youtube ganz alleine.
Ich: Das ist eine CD.
Konsequenz: Oops.
Ich: Ja, oops. Ich nehme mal an, du zahlst die nächsten Rechnungen?
Konsequenz: (Taschengelderhöhungsgesichtsausdruck)
Ich: OK. Einer muss ja hier erwachsen sein. Aber ich bin kompromissbereit. Ein bisschen. Das ist sehr schöne Musik. Wir machen das jetzt nach diesem Lied wieder aus. Aber ich will mal nicht so sein.  Wenn du noch einen einzigen (ruhigen und netten) Song aussuchen darfst, kein HerzSchmerzgejaule oder so, machen wir dann anschließend weiter?
Konsequenz: *wirft Abba mit “gimme gimme gimme a man after midnight* ein
Ich: Seufz.
*

11:25 Uhr

Konsequenz: Das (ab Sekunde 0:45) mach ich auf der nächsten Party auch. Ich weiß auch schon mit wem: https://www.youtube.com/watch?v=Wv16j_i2Pdk
Ich: O_o
Konsequenz: Das warst jetzt übrigens du, die den ganzen Soundtrack von diesem Film ...
Ich: (starrt immer noch auf das Video)
Konsequenz: (betont fröhlich) Nur noch 2000 Zeichen.
Ich: F*ck you.
Konsequenz: Das war jetzt aber nicht besonders arbeitnehmerfreundlich.
Ich: (denkt über Arbeitgeberarbeitnehmer nach)
Konsequenz: Nur noch 1992 Zeichen, yay!
Ich: Dir ist schon klar, dass wir ohne Geld auf diesem Stuhl sitzenbleiben werden? Vielleicht für immer, bestimmt aber im Juni/Juli?!
Konsequenz: reicht stumm frischen Kaffee und wedelt fürsorglich mit einem Staubtuch die Käsekrümel von der Tastatur
*

13:00 Uhr

Konsequenz: Das war knapp.
Ich: Stimmt.
Konsequenz: Beinahe hätten wir.
Ich: Ja, aber das wäre nicht so gut gewesen.
Konsequenz: Ja, das stimmt.
Ich: So wie jetzt kommen wir gut voran.
Konsequenz: Ja, das stimmt.
Ich: Wir machen jetzt mal weiter so.
Konsequenz: OK.
Ich: Alles in Ordnung?
Konsequenz: Nein. Aber das wird schon wieder.
Ich: Wir könnten einen Song hören.
Konsequenz: Lass ma.
Ich: OK.
Konsequenz: Läuft.
Ich: Stimmt.
*

17:30 Uhr

Ich: Du hast gemogelt.
Konsequenz: (Unschuldsblick)
Ich: Echt mal jetzt.
Konsequenz: Wir arbeiten seit 11,5 Stunden durch und technisch gesehen ist schon Donnerstag.
Ich: Ist es nicht.
Konsequenz: (wandert zu Youtube ab)
Ich: Tu das nicht.
Konsequenz: Michael Bolton mit Captain Jack Sparrow oder ....?
Ich: Oder.
Konsequenz: Bitte. https://www.youtube.com/watch?v=nK-YwOrkyeE
Ich: ...
Konsequenz: Ja?
Ich: Nichts. GAR NICHTS.
Konsequenz: Sind wir schon da?

# 01. Juni 2016 um 06:40 AM
On Target • 0x FeedbackDrucken





Dienstag, 31. Mai 2016

Vor den Ardennen

„Flatline“ sagt das Trimmrad. „Seriously? Wir könnten auch mal die Ardennen-Tour.“ Nicht nötig für mich, ich habe die Ardennen bereits alleine durchquert, ein Bein bandagiert von einer Brandwunde (die Jungs und ihr dämliches Kiffen in dieser Strohhütte am Strand nach dem Doors Festival).

Hinter und vor mir holländische Autos mit Wohnanhänger – näher kommt man dem Tod nicht beim regulären Autofahren als auf einem Gebirgspass in der Dämmerung mit dem Löwen. Das Trimmrad träumt von Bergen und ich von dem kleinen Peugeot Diesel: Niemals vorher und nachher hat ein männliches Wesen in meinem Leben ein gemeinsames Erlebnis so lange durchgehalten, ohne auch nur kühlende Flüssigkeiten zu benötigen. Nie wieder habe ich mich so sicher gefühlt wie schlafend neben dem kleinen Löwen unter portugiesischen und spanischen Sternen, so alleine wie man es als Frau denn abgesichert – weit entfernt von buchstäblich allem - hinkriegen konnte.

Außerdem waren wir bereits 20 Minuten auf dem Kilimandscharo, das TRad und ich,  jetzt geht es mir darum, Zeit zu machen. Dreißig Minuten insgesamt wie gestern sind einfach nicht genug, wenn ich danach den ganzen Tag im Hamsterrad sitze – Moment, ich hatte da gerade eine ergänzende Idee zu Treadmill-Desks und meinem Radfahrplatz.

Eine meiner liebsten Erinnerungen rund um den kleinen Löwen ist mein ehemaliger Chef Bernd G, der beruhigt zu mir sagte „Was für ein Glück, dass Sie sich den vorher angeschaut haben – stellen Sie sich mal vor, Sie wären über die Mitfahrzentrale einfach mit dem gefahren!“ So fünfzehn Minuten, bevor der zauberhafte Blondzottel auf dem Einrad mit Gitarre und ich in Richtung Salamanca losfuhren. Ich sag’s mal vorsichtig: So ganz leicht hat er es mit mir vermutlich nicht gehabt. Damals. Vor den Ardennen. Denn das war ja die Heimfahrt.

# 31. Mai 2016 um 05:32 AM
On Target • 0x FeedbackDrucken





Seite 2 von 970 Seiten insgesamt.  <  1 2 3 4 >  Letzte »