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Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

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Freitag, 13. September 1996

Anmelden bei AOL, Kurierdienst die Mail verschicken ...


Anmelden bei AOL, Kurierdienst die Mail verschicken und abholen lassen, währenddessen mit Netscape im Web ‘rumpopeln, selbstverständlich ziellos und nur so - auch Surf-Junkies haben mal eine Pause verdient. Telegramm. Von wem? Irgendein Typ. Hat die Mitgliederliste nach Düsseldorfer Frauen durchwühlt, so ein außergewöhnliches Verhalten aber auch. Wahrhaftig etwas Neues, sozusagen.

“Willst Du mich streicheln????!” fragt er.
“Nein danke.” ist da natürlich die (meine) Standardantwort.
“Willst Du gestreichelt werden????”
“Nein danke”
“Bist Du prüde????”
“Nein danke”.
Endlich ist er weg. Jetzt noch den Virenscan downloaden. Wieder Telegramm (Wo stellt man diese Dreckschleudern eigentlich ab???? Geht nicht??? Aaaaargh…..........). Diesmal
“Wie geht es Dir?”
Hm. Kenne ich den? Vorsichtige Antwort:
“Hallochen, danke, gut. Und selbst?” (WER ist das????)
“Ich ruhe in mir, also geht es mir sehr gut.”
(Achtung, ESO-Alarm!) “Ähm Du, keine Esoterik bitte.”
“Warum nicht, bist Du so oberflächlich?”
“Lass mich raten, Du hast BTX?”
“Was? Wieso? Ja klar, wie kommst Du darauf?”
“Ach, ich meine nur diese Mischung aus Gesabbel, Besserwisserei und unverschämten Beleidigungen, wenn das Gesabber nicht gut aufgenommen wird. Typisch Tickerer. Tschüs.”
“Ganz schön schlagfertig. Gefällt mir eigentlich ganz gut. Ich kann Dir viel über die Lehre des Glücks mit Dir selbst erzählen.”
(Das denke ich mir.) “Nein danke”.
“Du wirst schon sehen, was Du davon hast. Unsensible Ziege.”

WARUM rede ich mit denen? Ich rede nicht mehr mit denen. Trotzdem muß man ja hingucken, wenn ein Telegramm kommt, denn es könnte ja von einem Bekannten sein, der dann eine Maschinengewehrsalve besorgt-hysterischer Nachfragen schickt ‘Redest Du nicht mehr mit mir????’. Also hingeguckt, als es plöppt.
“Hallo, suchst Du den geilen Talk?”
(Nein, ich antworte nicht.)
“Du redest wohl nicht mit jedem?”
(Nein, ich antworte nicht. NIE mehr.)
“Willst Du nicht verwöhnt werden?”
(Aber doch nicht so, Du Arsch)
“Prüde Zicke”.

Und weg ist er. Ob ich antworte oder nicht, ob ich nur “Nein danke” sage oder höflich erkläre - in Beleidigungen endet es immer. Ändert auch nichts, wenn ich in meinem “Profil” stehen habe, daß ich keine Telegramme möchte, entweder lesen sie’s gar nicht oder denken, sie seien da sicher eine Ausnahme.

Das war um 11.00 Uhr morgens. Wenn es draußen dunkel ist, kann man sich bei AOL nur noch unter so aufreizenden Screen-Names wie Helmut456G oder so blicken lassen. Neulich schickten sich gar lustige Leutchen gar reizvolle Bildchen (würg) und die landeten auch bei mir, weil einer der Trottel sich bei mir für die Abfuhr rächen wollte (“Nein, ich tausche keine Bilder”) und mich auf den Verteiler setzte. Nach dem zehnten Bild mit Colaflaschen masturbierender Teenies mit Mama und Schäferhund meldete ich den Ferkelverein den Lotsen, um Ruhe zu haben.
Prompt fragte mich so eine dumpfsinnige Bilderverschickerin: “Was willst Du denn bei AOL, wenn Du sowas nicht magst?” Toll. Die Software ist für manche wohl ZU einfach zu bedienen????

Ich wollte eigentlich nur den schnellen Internet-Zugang bei einem Provider, der nicht wieder über Nacht verschwindet (E-Mail forever!) und meine Seite auf den reichlichen Speicherplatz hochladen.

Sex hab’ ich lieber anderswo. Mich nerven diese Deppen. Gut, sehr höflich bin ich nimmer. Aber wozu auch? Teure Online-Zeit mit Erklärungen verschwenden und doch nur blöde Sprüche kassieren…

# 13. September 1996 um 10:00 PM
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Mittwoch, 11. September 1996

Gestern habe ich eine Kurznotiz über mehr ...


Gestern habe ich eine Kurznotiz über mehr oder weniger unerwünschte E-Mail (siehe Kurzgeschichten) geschrieben, die im übrigen nicht meiner Phantasie entsprungen ist - heute habe ich prompt dasselbe Spiel auf Englisch. Möchte jemand einen Brieffreund? “Wanna have new friend from Yugoslavia? E-mail me please!!!”
Ein Name? Nein, weiter stand nichts dabei. Schreib’ halt mal hin. Dem oder der ist es sicher piepegal, wer da aus Deutschland zurückmailt, Hauptsache Fun Fun Fun auf der Datenautobahn….

Nein, ich bin nicht frustriert :-) und ich bin auch nicht gestresst. Die Netze. Unendliche Weiten. Sehr viel zu lernen. Sehr viel zu lesen. Ich bin dabei. Und ich verspreche, daß ich niemals so sehr verzweifeln werde, daß ich mich schwammiger Esoterik zuwende

# 11. September 1996 um 10:00 PM
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Sonntag, 08. September 1996

Heute habe ich was bekommen, das ich ...


Heute habe ich was bekommen, das ich noch nie hatte: Eine ISBN-Nummer :-) doch, langsam glaube sogar ich es wirklich, daß mein Buch erscheint. Man kann’s noch nicht bestellen, aber immerhin, das kann jetzt auch nicht mehr sehr lange dauern.

Ach ja: Den Top of the Web Award hab ich wieder von der Frontseite geputzt. Es reicht völlig, wenn das Bildchen unter meinen “News” klebt.

# 08. September 1996 um 10:00 PM
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Donnerstag, 05. September 1996

Best of Internet Homepage des Tages bei ...


Best of Internet Homepage des Tages bei [url=http://www.top.de]http://www.top.de[/url] bin ich heute. Zugegeben, ich war ziemlich verblüfft. Aber erfreut. Genauer hingeschaut, ist der “Veranstalter” 1&1 in Montabaur, für mich schliesst sich da ein Kreis, denn genau der Verein hat mir damals mein Modem geschenkt, mit dem ich immer noch hier ‘rumdüse. Damals war es der FORENBEITRAG DES MONATS und ich hatte nicht einmal gewußt, daß es sowas gab, hätte beinahe beim Paketdienst die Annahme verweigert. Ein erklärend begleitender Text findet sich auf der Seite mit den Top-Homepages auch, aber wohl nur heute, hoffe ich.

Hier ist der Text - Euch kann ich das ja antun. Ein einfaches “Home of The Melody ist eine interessante Homepage” hätte es auch getan bzw. wäre mir sehr, sehr viel lieber gewesen. Aber was soll’s, geschenkten Awards ... und so weiter… :-)

Carola Heine: Homo publicus.
Voyeurismus soll ja einer der Gründe sein, aus denen Spiegel- und Monitor-Redakteure ins Internet gehen. Auf der Web-Seite von Carola werden derartige Phantasien gewissermaßen auf das Enttäuschendste bedient. Carola erzählt viel von sich, sie veröffentlicht ihr Web-Tagebuch, schreibt über Erfahrungen mit Cybersex, ihre dunklen Seiten und über vieles andere mehr. Nach der Lektüre hat man sich dann ein ziemlich umfassendes Bild von Carolas Wesen gemacht, zu dem aber ihr echtes Bild (mit Haarreif) nicht so recht passen möchte. Das Ganze hat schon viel von einer echten Online-Existenz, die im Web über das Web und ihre Erlebnisse im Web schreibt. Die Revolution ernährt hier ihre Kinder! Das Medium ist die Botschaft, und steigert doch seine Redundanz nicht! Erstaunlich, erstaunlich… Dabei kommen durchaus auch Geschichten aus dem wirklichen Leben vor, die wie bei MTV als Anker wirken und das Traumschiff am Boden halten. Jedenfalls schreibt Carola gute Geschichten, die sich immer zu lesen lohnen. Was könnte ich Netteres sagen? (Außer den Dingen, die ich Nixe heute in unserem Chat gesagt habe ;-) ”

Irgendwie bin ich froh, daß es die Homepage des Tages und nicht die des Monats oder so ist. Wenn ich mir vorstelle, vier Wochen lang wäre das der Text zu meinem Link…. und wer ist Nixe und was hat sie in einer Rezension zu suchen? Hat MTV einen Anker und bin ich vielleicht nicht demütig genug? Fragen über Fragen.

# 05. September 1996 um 10:00 PM
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Mittwoch, 04. September 1996

Jeden Tag


Calisto hat gesagt, er guckt jeden Tag hier ‘rein. Und dann wolle er auch ein Update sehen, unabhängig davon, ob ich gerade den Monatsabschluss in der Firma mache, im Sterben liege, ein zweites Buch schreibe oder auf den Bahamas bin, denn ich hätte ja nun mal eine gewisse Erwartungshaltung geweckt. So, habe ich das?

Ab und zu gehe ich aber auch surfen. Ansonsten würde ich ja gerne eine Seite mit Buchtips machen, am liebsten mit Online-Literatur, also echten Büchern über den Cyberspace. Aber dazu muß man erstens Zeit haben und zweitens Zeit haben, welche zu lesen und so. Bis jetzt finde ich das aller-, allerbeste Buch über DFÜ (ich meine reine Unterhaltung und keine Fachbücher und auch kein SciFi) immer noch und auf jeden Fall:

Fan Mail
Ronald Munson, ISBN-Nr. 3-596-12879-X, Fischer-Verlag, DM 14,90

# 04. September 1996 um 10:00 PM
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