Moving-Target.de

Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

So viele von euch haben uns geholfen, das vergessen wir nicht.

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Samstag, 13. Juni 2015

just remember that you’re standing on a planet

.... muss mal was posten, was ich gerade per Mail geschrieben habe. Weil ich glaube, dass es da mehr als eine Zielgruppenperson gibt. Also. Ich schrieb, Zusammenhang ist egal weil am Ende selbsterklärend:

“Man darf auch fett, oll und blöd die Welt bevölkern, es gibt nämlich keine Geschmackspolizei :-))))) also angenommen du WÄREST hässlich (was du nicht bist!), wäre das kein Hinderungsgrund.

Zwei Dinge sollte man, so finde ich, diesbezüglich lernen:

1) so wichtig bin ich nicht. Da sind Billiarden Menschen unterwegs, so lange ich Krebs nicht heile oder keinen Massenmord begehe, werden 99,99999% nie von mir erfahren

2) so wichtig sind die anderen nicht. Da sind Billiarden Menschen unterwegs, so lange die mir nicht Gutes tun, sind die gar nicht so relevant, da geht man im Zweifelsfall eine Menschengruppe weiter.

Es gibt eine gewisse Wahrscheinlichkeit (99,9999%), dass es niemanden für mehr als 1 Sekunde interessiert, was du anhast. Danach willst du dich richten? Glückwunsch! Kannste aber auch lassen, meine ich :-)

Schau mal das
https://www.youtube.com/watch?v=buqtdpuZxvk
und dann zieh an, was du willst.

Wäre mein Vorschlag.
Gruß und Kuss

Melody

# 13. Juni 2015 um 04:23 PM
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Sonntag, 07. Juni 2015

Ich muss nicht immer alles verstehen.

Da denkt man (ich), dass doch irgendwann der Moment kommen muss, in dem nicht mehr ständig irgendwas unangenehm Bizarres passiert.

Bis man (ich) auf einer Party steht und mitten im netten Gespräch feststellen muss, dass sich an der Rückseite der Gesprächspartnerin eine Frau mittleren Alters grinsend und ach so lustig hoch und runterrubbelt.

Nun mag es Leute geben, für die es ein normales Verhalten ist, ihren Hintern an anderen Leuten zu reiben, auch in gemischter Gesellschaft und mit einer Blumenkette im Haar, die eventuall aus Plastik ist und nicht nur so aussieht und vielleicht, weil sie es nicht ertragen können, nicht im Mittelpunkt zu stehen.

Aber die sind doch meistens eher im Kindergartenalter.

# 07. Juni 2015 um 04:27 PM
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Donnerstag, 19. Februar 2015

Rote Bete

Eine Bemerkung vorab: Ich bin mir vollkommen darüber im Klaren, dass kein Disclaimer und keine Erläuterung mehr ändern können, dass bei jedem Rote-Bete-Rezept jemand aus dem Busch springt und die lustige Vermutung äußert, dass es mir nicht schmecken würde. Man darf einfach nicht zu viel erwarten.
*

Es war einmal ein Rezepte-Newsletter einer großen Frauenzeitschrift, nennen wir sie der Einfachheit halber und weil sie so heißt Brigitte. Den hatte ich wie diverse andere Foodletter abonniert und archivierte brav Rezepte, für die ich dann doch nie die Zeit finden würde. Alles wie gehabt.

Bis eines Morgens ein Rezept im Betreff stand, bei dem es mich kurz schudderte. Wozu man ergänzend bemerken muss, dass ich nicht erwarte, dass jemand je meinen Geschmack oder meine Ansichten teilt. Aber es waren entweder irgendwelche Kuchen, die mit Roter Bete gefärbt wurden oder ein Rezept für Meerrettich-Mousse mit marinierter roter Bete oder ähnlich und mich grauste spontan.

Also schrieb ich eine kurze Facebook-Statusmeldung, um das aufzuarbeiten („Ernsthaft, Brigitte-Newsletter? Rote-Bete-Sülze an Petersilienmousse-Kapernbällchen?“ oder ähnlich).  Die Reaktionen waren exakt so, wie man es erwarten konnte.

Die Leser, welche ich auch nach 19 Jahren online nicht als „Follower“ oder „Fans“ bezeichnen will und nicht alle gut genug kenne, um „Freunde“ daraus zu machen, ganz egal wie Facebook es sieht, waren meiner Meinung oder nicht. Einige gruselten sich mit, andere ergriffen Partei für die arme rote Bete oder bekundeten Appetit, einige nannten ihre Lieblingsrezepte mit roter Bete und andere erläuterten, dass sie Gewürzgurken oder generell Fleisch nicht mochten.

Damit hätte die Rote Bete aus meiner Timeline verschwinden können, wäre der Newsletter nicht so seltsam mutiert. Gefühlt kam fast jeden zweiten Tag ein Rezept für karamellisierte Rote Bete an Roquefort-Dip, Orecchiette in Roter Beter in Meerrettich-Sahne, Rote-Bete-Knödel auf Dillgurkenschaum und so weiter in meiner Mailbox an.

Ich gewöhnte mir an, diese Anhäufung kurz auf Facebook zu kommentieren. Finde es auch heute immer noch skurril, dass über einen so langen Zeitraum immer wieder Rezepte mit ausgerechnet diesem Gemüse beworben wurden und hatte Spaß damit, dass andere das auch als seltsam empfanden.

Natürlich wurde es dann ein Selbstläufer.

Gelernt habe ich, was ich eigentlich schon wusste. Wenn der Rote-Bete-Ball erst mal rollt, helfen keine Erklärungen und keine Disclaimer mehr.  Ich könnte jetzt noch jahrelang erklären, dass ich ab und zu (wenn auch sehr selten) ganz gerne Rote Bete esse und mich nur über skurrile Rezeptzusammenstellungen und –anhäufungen amüsiere, es würde mir rein gar nichts helfen, die Schublade „Rote-Bete-Hasser“ ist zu.

Menschen sehen und verstehen vor allem ihre eigene Perspektive einer Sachlage, und wenn es dabei nur um Scherze und Gemüse geht und um nichts Wichtiges, kann man froh sein.

Ob Brigitte nun Matjes mit Fenchelcreme auf roter Bete anpries, auf Rote-Bete-Rauke-Salat oder Rote-Bete-Eintopf mit Dill und Pfeffermakrele verwies, die tosende Menge von 3 bis 25 Kommentatoren fand und findet es viel interessanter, ob ich komisch bin.

Nicht, ob die Newsletter-Redaktion vielleicht mal ein zweites Gemüse gezeigt bekommen sollte.

Die ersten Chronikeinträge „Guck mal, da kocht noch jemand mit Roter Bete“ habe ich noch freigegeben, inzwischen ignoriere ich sowas häufungsbedingt einfach nur noch und arbeite weiter an meinem E-Book-Konzept „Viral mit Roter Bete“.

# 19. Februar 2015 um 08:40 AM
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Dienstag, 17. Februar 2015

Auf leisen Pfoten

Seit ein paar Wochen lungert dieses Blog auffällig unauffällig in meiner Nähe herum. Beobachtet scheinbar desinteressiert alles, was geschieht und leckt sich betont beiläufig die Pfoten.

Reibt sich im Vorübergehen an mir und lässt die Schnurrhaare beben, um dann doch unbeteiligt zu tun.

Ich habe es bereits darauf hingewiesen, dass die Welt online sich verändert hat, seit wir regelmäßigere Auftritte hatten. Nie gab es so viele Blogs wie heute, nie waren dermassen viele so schmerzhaft leer trotz kontinuierlicher Druckbetankung.

Mein Blog erinnert daran, dass es aus guten Gründen nach einem beweglichen Ziel benannt wurde. Genau genommen wurde es so von mir betitelt, weil ich als ein Moving Target bezeichnet wurde von jeManndem,  aber egal.

Es streckt sich und reckt sich und schaut ansonsten nicht mal hin. Aber weg geht es auch nicht.

# 17. Februar 2015 um 10:27 PM
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Freitag, 23. Januar 2015

Rückblick

Ob wir es schon mal bereut hätten, eine Wohnung gekauft zu haben und nicht ein Haus, fragte mich eine Bekannte.

Dazu fällt mir folgendes ein.

Ein paar Wochen nach der Geburt meiner Tochter kam ich sehr erschöpft aus der Stadt und setze mich auf die Bank vorm Haus, bevor ich mein entzündetes Bein nach oben in unser Stockwerk schleifte.

Der Baum über der Bank war kahl, wie immer im November. Ich hatte daher einen guten Blick auf den ersten Stock und konnte unfreiwillig folgendes beobachten:

Die Miteigentümerin bewegte sich herausguckend hinter den Fenstern im ersten Stock. Sie presste dann ihr Gesicht vors Fenster. Zuckte zurück. Riss die Augen weit auf, drückte sich eine Faust vor den weit aufgerissenen Mund und begann, mit dem rechten Arm zu wedeln, um das Herbeirufen ihres Mannes tatkräftig zu unterstützen. Der Mann kam, beugte sich vor. Gegrüßt hat übrigens keiner von ihnen. Dann standen beide im Fenster und starrten mich an, wie ich auf der Bank saß.

Was war die Frage noch mal?

Ach ja. Bereut nicht wirklich. Anders vorgestellt hatten wir uns zwar vieles, aber das ist ja immer so.

# 23. Januar 2015 um 10:29 AM
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